Geschichte des Joner Faustballs

Faustball im TSV Jona kann auf eine 50 jährige Geschichte zurückblicken. Mit einem Ball fing es 1956 an. Damals hatten viele nur ein mitleidiges Lächeln übrig für Faustball. Sicher verhalfen der Sportart all jene Spieler - und es waren am Anfang deren viele - zu einem Image, die das Wort "Faustball" allzu wörtlich nahmen und ohne richtiges Training den Ball auf kunterbunte Weise mit der Faust auf dem Feld herumstüpfelten oder schlugen. Es waren wie bei anderen Spielen wiederum uneigennützige und ideal gesinnte Pioniere, die ein gutes und zielgerechtes Training konzipierten und damit der Spielart bei ländlichen Vereinen zum Durchbruch verhalfen und für die Verbreitung sorgten. 
So ein Pionier war Josef Winiger. Mit gutem Recht darf er als Vater des Joner Faustballs bezeichnet werden. Am 13. Juni 1956, anlässlich einer Vorstandssitzung, stellte er den Antrag, man möge einen Faustball anschaffen. Der Vorstand stimmte begeistert zu; welch für die Zukunft wegweisender Beschluss!! Mit einem Ball fing alles an....
 
Sehr rasch bildeten sich in der damaligen Männerriege fünf Mannschaften, welche nicht nur einen regelmässigen Trainings-betrieb aufzogen, sondern auch bereits die ersten Turniere bestritten, damals allerdings noch im traditionellen Turner-Dress.
Schnell nahm Jonas Spielstärke zu, nicht zuletzt dank der Weitsicht des damaligen Vorstandes, möglichst viele junge Spieler in die Mannschaft einzubauen. Der Erfolg dieser jungen Spieler war dann auch entsprechend gross, sodass es dem TSV Jona 1971 ermöglicht wurde, direkt in die 1 Liga-Meisterschaft der Region Zürcher Oberland einzutreten, um damit erstmals mit dem offiziellen Meisterschaftsbetrieb in der Schweiz konfrontiert zu werden. Nach wie vor bestand vor allem im Sommer das leidige Platzproblem, da sich die bisherige Trainingsanlage sowohl in der Grösse, wie auch in der Beschaffenheit des Bodens als zu ungenügend erwies.
Wiederum waren es weitsichtige Leute innerhalb der damaligen Männerriege, welche immer wieder Ausschau hielten, um einen eigenen Faustballplatz zu erstellen. Dank den guten Beziehungen zur Wasserversorgung Jona konnten im Grünfeld 7000m2 Wiese gepachtet werden, die in der Folge in fast 2000 Frondienststunden zu einer herrlichen und in der Schweiz einmaligen Faustballanlage hergerichtet wurde. Am 25. August 1974 fand die feierliche Einweihung dieser Anlage statt. 
Die Eröffnung des eigenen Faustballplatzes im Grünfeld kam gerade zur rechten Zeit. Denn noch im gleichen Jahr stieg die erste Mannschaft erstmals in die Nationalliga B auf, um drei Jahre später gar ins Oberhaus des Schweizer Faustballs aufzusteigen, wo der TSV Jona mit einjährigem Unterbruch seither spielt. Seit 1980 ist der TSV fast immer auch mit mindestens einer Mannschaft in allen Ligen der Schweiz vertreten.
Als Highlight der Neuzeit kann die Organisation der Damen Weltmeisterschaft 2006 bezeichnet werden. Der TSV Jona erwies sich einmal mehr als perfekter Gastgeber und organisierte für die Gastmannschaften aus der ganzen Welt einen unvergässlichen Anlass. Die Weltmeisterschaft viel zusammen mit dem 50-jährigen Bestehen des TSV Jona Faustball. Der Geburtstag wurde mit den zahlreichen geladenen Gästen gebührend gefeiert. Zum 50. Geburtstag wurde eine Jubiläumszeitschrift ausgegeben, welche zahlreiche unvergessliche Momente der Vereinsgeschichte wunderbar illustiert darstellt.
 
Das erste Joner NLA-Team von 1978:
oben vlnr: Beda Tremp, Lukas Stoob, Kurt Raymann, Charly Raymann
unten vlnr: Ignaz Berchtold, Walter Lüscher