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Männer 1: NLA 2026 - Bericht 2. Runde: Enttäuschung in Neuendorf

Am Samstag traf die 1. Herrenmannschaft des TSV Jona im solothurnischen Neuendorf neben den Gastgebern auf den amtierenden Schweizer Hallenmeister STV Oberentfelden. Obwohl man sich im Vorfeld durchaus leise Hoffnung auf einen Punktgewinn als Underdog ausrechnete mussten sich die Joner der Konkurrenz am Ende jeweils glatt in drei Sätzen geschlagen geben.

2. Runde (Neuendorf)

TSV Jona 1 - FB Neuendorf 0:3 (5:11/7:11/5:11)
TSV Jona 1 - STV Oberentfelden 0:3 (7:11/9:11/7:11)

Im bisherigen Saisonverlauf scheitern die St. Galler vom Oberen Zürichsee vor allem an ihren eigenen Fehlern und einer fehlenden Konstanz, weshalb man aktuell als einziges NLA-Team noch ohne Sieg am Tabellenende klassifiziert ist. Für Jona gilt es nun nach vier Niederlagen einen kühlen Kopf zu bewahren und weiter an der eigenen Konstanz und dem damit einhergehenden Selbstvertrauen zu arbeiten, um sich bestmöglich auf die bereits bevorstehende dritte Runde am kommenden Wochenende vorzubereiten. Dort sollen dann endlich die ersten Punkte der diesjährigen Nationalliga A Saison eingefahren werden.

Jones mit Mühe sich den äusseren Gegebenheiten anzupassen
Im ersten Spiel des Nachmittags duellierten sich die Joner mit den Lokalmatadoren aus Neuendorf mit Nationalmannschafts-Hauptangreifer Dominik Rhyn. Bereits im ersten Satz zeichnete sich ab, dass Jona an diesem Tag mit der Eigenfehlerquote und den holprigen Platzverhältnissen zu kämpfen hatte. Zwar wurde das Potential der Gäste in einigen spektakulären Abwehraktionen durchaus ersichtlich, doch letztendlich fehlte am Ende die nötige Präzision in der Defensive und Abschluss gegen einen gut aufgelegten gegnerischen Angriff fast gänzlich. So konnte sich das Team von Stefan Helbling nach einem Zwischentief und drei Verlustpunkten in Folge nicht mehr erholen und man verlor den Startsatz verdient mit 5:11. Zu Beginn des zweiten Satzes wechselte man als Reaktion gleich doppelt. Neu verstärkten Captain Jens Manhart die Hinter- und Cyrill Hagen die Vordermannschaft mit dem Ziel, die Ungenauigkeiten zu reduzieren und mehr solide Abnahmen im Feld zu haben. Dieses Unterfangen gelang zunächst gut, wobei sich der Spielverlauf aus dem Startsatz dann zu wiederholen schienen. Beim Stand von 3:4 folgten erneut unnötige Eigenfehler und Abstimmungsprobleme in den Laufwegen, wodurch man sich selbst zurückband und schliesslich bis 6:9 ins Hintertreffen geriet und den Abschnitt am Ende 7:11abgeben musste. Im dritten Durchgang ersetzte Eric Martig seinen Kollegen Kevin Parkel aber eine längerfristige Verbesserung des Defensivspiels war auch nach diesem Wechsel nicht festzustellen und gepaart mit einigen Servicefehlern schien der Widerstand der Gäste definitiv gebrochen. Neuendorf hingegen kontrollierte das Spielgeschehen ohne grosses Risiko eingehen zu müssen bis zum Schluss und brachte den Sieg mit einem weiteren 5:11 problemlos ins Trockene.

Kompakte gegnerische Defensive eine zu hohe Hürde
Gleich direkt im Anschluss traf der TSV Jona auf den Gegener aus Oberentfelden, der auf dem Papier in der Rolle als Schweizer Hallenmeister zu favorisieren war. Obwohl man bei dieser Ausgangslage nichts zu verlieren hatte, startete man nervös in die Partie und lag im ersten Satz schnell mit 1:4 bzw. 3:7 zurück. Auch nach einem Timeout kam man nicht nennenswerter an die Aargauer heran und nach knapp 13 Minuten ging der Satz gegen eine standhafte gegnerische Defensive mit 7:11 verloren. Im zweiten Teilabschnitt zeigte Jona eine erkennbare Leistungssteigerung. Die Abnahmen kamen präziser und die Angriffe von Yanick Landolt und Nico Schluep waren deutlich effektiver als noch im ersten Satz. Trotzdem lud man die Gegner ab dem Stand von 6:3 mit Stellungsfehlern und unkontrollierten Abnahmen selbst wieder ein, so dass Trainer Stefan Helbling gezwungen war, ein weiteres Timeout zu nehmen und Rochaden in der Abwehr zu tätigen. Leider fehlte in den entscheidenden Momenten im Anschluss dann einmal mehr die nötige Konzentration und letzte Konsequenz auf allen Positionen, was Oberentfelden doch noch den knappen 9:11-Satzgewinn ermöglichte. Der dritte Satz glich in weiten Strecken dem ersten. Die Defensive des TSV Jona offenbarte erneut Lücken, und im Angriff fehlte die nötige Durchschlagskraft, um die kompakte Abwehr von Oberentfelden ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Nach insgesamt knapp 43 Minuten reiner Spielzeit besiegelte der STV Oberentfelden die zweite 0:3-Niederlage der Joner an diesem zweiten Spieltag.

Im Einsatz: Cyrill Hagen, Linus Högger (abwesend), Yanick Landolt, Finn Manhart, Jens Manhart (C), Eric Martig, Kevin Parkel, Nico Schluep, Mischa Stoob, Stefan Helbling (Coach)