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Frauen 1: NLA 2025 - Bericht Final-Event: Joner Faustballerinnen verpassen Medaille in Extremis

Die Teilnahme am Final-Event vom vergangenen Wochenende war für die Joner Faustballerinnen das Minimalziel für die Feldmeisterschaft 2026. Die eigenen Erwartungen mussten entgegen den vergangenen Jahren jedoch deutlich tiefer gesetzt werden, weil das Team bedingt durch berufliche und familiäre Voraussetzungen nur einen stark reduzierten Trainingsbetrieb bestreiten konnte und auch an einigen Meisterschaftsspieltagen nicht in Vollbesetzung antreten konnte. Leider verpasste Jona nach dem beiden Niederlagen gegen Diepoldsau und Kreuzlingen einen Medaillengewinn.

Final4 - Halbfinale (Samstag, Oberentfelden)

TSV Jona 1 - SVD Diepoldsau 0:3 (7:11/14:15/7:11)

Final4 - Platz 3 (Sonntag, Oberentfelden)

TSV Jona 1 - Faustball Satus Kreuzlingen 2:3

(6:11/5:11/11:8/11:9/9:11)

Trotz den erschwerten Voraussetzungen starteten die Spielerinnen vom Oberen Zürichsee mit einigem Selbstvertrauen in das finale Wochenende, nachdem ihnen zum Abschluss der NLA-Qualifikation ein vielbeachteter Erfolg gegen den damals noch ungeschlagenen Leader Kreuzlingen gelang. Durch diesen eher überraschenden, aber überzeugenden Sieg hiess der Gegner im Halbfinal nun jedoch Titelverteidiger Diepoldsau und der TSV Jona war somit in dieser Partie der klare Aussenseiter. Doch die Jonerinnen hielten das Spielgeschehen nach anfänglichem 2:5-Rückstand lange Zeit ziemlich offen, ehe den Rheininslerinnen die letzten beiden Punkte zum 7:11-Satzgewinn glückten. Noch ausgeglichener dann der zweite Satz, in welchem Jona zunächst einen Satzball abwehren musste, ehe man selber zweimal einen eigenen Satzball hatte. Schlussendlich musste beim unentschiedenen Spielstand von 14:14 am Ende der letzte Punkt entscheiden, und Diepoldsau sicherte sich diesen mit einem unerreichbaren Service-Ass. Folgerichtig gerieten die Jonerinnen in eine vorentscheidenen 0:2-Satzrückstand. Aber Jona gab noch nicht auf, kämpfte weiterhin aufopfernd und hielt auch im dritten Satz bis zum 5:5 mit, ehe Diepoldsau mit drei Punkten in Serie davon zog und letztendlich auch diesen Satz mit 7:11 für sich entschied.

Damit blieb den Jonerinnen im sonntäglichen Spiel „nur“ noch der Kampf um die Bronzemedaille und als Gegner standen ihnen erneut die Spielerinnen aus Kreuzlingen gegenüber, welche ihren Halbfinal etwas überraschend gegen Elgg-Ettenhausen verloren hatten. Jona startete extrem schlecht in diese Partie,fand eigentlich nie richtig ins Spiel und die Begegnung drohte zu einem einseitig dominierten Spielverlauf zu werden. Mit dem Rücken zur Wand und bedingt durch verschiedene taktische Wechsel drehten die Jonerinnen nach dem 0:2-Satzrückstand die Partie, gewannen die nächsten beiden Sätze mit 11:8 und 11:9 und erzwangen somit einen Entscheidungssatz. In diesen nahm Jona den Schwung zunächst in die finale Entscheidung mit und führte beim letzten Seitenwechsel vermeintlich vorentscheidend mit 6:2. Der TSV Jona Faustball verwaltete diesen Vorsprung und sah beim Stande von 9:6 eigentlich wie der sichere Sieger aus. Doch die Thurgauerinnen aus Kreuzlingen gaben sich noch nicht geschlagen und holten, begünstigt durch zwei leichtfertig Joner Eigenfehler, nicht nur auf, sondern buchten auch die letzten beiden Punkte zum 9:11-Satzgewinn, welcher gleichbedeutend mit dem Kreuzlinger  Medaillengewinn war. Grosse Enttäuschung natürlich beim Joner Team und ihrem Staff, doch die Gewissheit, trotz der eingangs erwähnten speziellen Situation ein grossartiges Spiel geliefert zu haben, war etwas Balsam auf die Wunden.

Im Einsatz: Tina Baumann, Janine Brandenberger, Selina Danuser, Naima Gnädinger, Livia Helbling, Ramona Kropf, Nicole Münzing (abwesend), Celina Traxler, Natalie Berchtold (Betreuerin), Charly Raymann (Coach), Elmar Danuser (Assistenz-Coach, abwesend)