Frauen 1: NLA 2022 - Bericht Qualifikation 1
Qualifikation 1 (Neuendorf)
| TSV Jona 1 - Satus Kreuzlingen | 3:0 | (11:6/11:7/11:8) |
| TSV Jona 1 - FB Neuendorf | 3:1 | (11:5/9:11/11:4/14:12) |
Kreuzlingen chancenlos
Zu einer recht einseitigen und in dieser Deutlichkeit nicht zu erwartenden Partie gestaltete sich das Auftaktspiel in die Qualifikationsrunde gegen Kreuzlingen. Jonas Team harmonierte wie aus einem Guss und beherrschte die Thurgauerinnen nach Belieben. Mit einigen Rochaden versuchte Kreuzlingen das Blatt zu ihren Gunsten zu wenden, musste in diesem Spiel jedoch die Überlegenheit des TSV Jona neidlos anerkennen. Mit 11:6, 11:7 und 11:8 war der klare 3:0 Erfolg nach kurzer Zeit Tatsache und den Spielerinnen vom Zürichsee blieb nun in der anstehenden, rund zweistündigen Pause genügend Zeit, sich von den Anstrengungen aus dem ersten Spiel zu erholen.
Umkämpfte Partie gegen Neuendorf
Offenbar gelang es Jona, sich in der Pause gut von der sengenden Hitze zu erholen und sich optimal auf die zweite Partie gegen den letztjährigen Broncemedaillengewinner Neuendorf vorzubereiten. Erneut operierten sie aus einer sicheren Abwehr, wobei Jacqueline Merk anstelle von Captain Natalie Berchtold die Aufgabe als Zuspielerin übernahm. Mit 11:5 war der Startsatz dann auch eine deutliche Angelegenheit für die Jonerinnen. In der Zwischenzeit beeinträchtigte nicht nur die grosse Hitze sämtliche Spielerinnen, nein auch ein lästiger und sehr starker Wind erschwerte ein technisch einwandfreies Spiel, eigentlich das «Markenzeichen» der Jonerinnen. Völlig überraschend viel der TSV Jona in ein zwischenzeitlich tiefes Loch, leiste sich insgesamt acht Eigenfehler und musste diesen Satz somit mit 9:11 den Solothurnerinnen überlassen. Trotz des nach wie vor herrschenden Windes agierte Jona im nächsten Satz wieder deutlich konzentrierter und brachte mit einem deutlichen 11:4 Satzgewinn wieder vermeintlich Ruhe ins Spiel. Aber die Hitze und die ungewohnten Windverhältnisse brachten nicht die erhoffte Ruhe in die Begegnung, welche sich nun zu einem wahren «Krampfspiel» entwickelte. Schliesslich zwangen die Jonerinnen mit dem letzten Aufbäumen Neuendorf doch noch in die Knie, und siegten auch im nächsten Satz, allerdings erst in der Verlängerung, mit 14:12.
Mit diesen beiden Siegen wahrte der TSV Jona nicht nur seine Ungeschlagenheit, sondern sicherte sich vor den beiden letzten Partien der Qualifikation den ersten oder zweiten Platz. Allerdings geht die Meisterschaft, auch bedingt durch die World Games in den USA (Birmingham), nun in eine zweimonatige Sommerpause, ehe es zum Abschluss des Quali Durchganges im Spitzenspiel gegen Diepoldsau nicht nur um den Sieg, sondern vielmehr auch um die vermeintlich bessere Ausgangslage für das Halbfinale anlässlich des Finalevents geht.
Im Einsatz: Tina Baumann, Natalie Berchtold (C), Natalia Dominioni (abwesend), Ramona Kropf, Simona Kropf, Jacqueline Merk, Janine Stoob, Celina Traxler, Romano Colombi (Trainer/Coach)