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Frauen 1: EFA 2022 Women's Champions Cup - Bericht: Enttäuschung für Jonas Faustballerinnen

So hatten sich die erfolgsverwöhnten Faustballerinnen des TSV Jona ihren Auftritt beim diesjährigen Championscup nicht vorgestellt. Das Ziel, bei der neunten Teilnahme in Folge zum sechsten Mal in die Halbfinals vorzustossen, wurde deutlich verpasst. Da ist das durchwegs schlechte Abschneiden aller Schweizer Teams, welche sowohl bei den Männern wie auch bei den Frauen die Halbfinals allesamt deutlich verpassten, nur ein schwacher Trost.

Die Jonerinnen rechneten sich in der vermeintlich weniger starken Gruppe reelle Chancen aus, sich einen der begehrten beiden Halbfinalplätze zu erkämpfen. Die Vorzeichen waren jedoch nicht optimal, fehlte doch Angreiferin Celina Traxler aufgrund ihrer Ausbildung für die so wichtige Auftaktpartie gegen Neuendorf. Und diese Hypothek wog zu schwer, fand das Team von Vizemeister Jona trotz kurzzeitigem Aufbäumen im zweiten Satz nie richtig ins Spiel und musste eine für den weiteren Verlauf des Championscup empfindliche Niederlage mit 9:11, 11:2 und 7:11 hinnehmen. Zudem verletzte sich Zuspielerin Jacqueline Merk in diesem Spiel an der rechten Hand, was gar eine Untersuchung im Spital erforderlich machte; die Untersuchungen ergaben jedoch keine schwerwiegende Verletzungen, trotzdem war der Championscup für sie bereits zu Ende. Damit waren die Chancen auf ein «Weiterkommen» schon nach der ersten Partie praktisch auf Null gesunken. Trotzdem starteten die Joner mit neuem Mut in die zweite Begegnung gegen Titelverteidiger Jahn-Schneverdingen und erspielten sich nach verlorenem Startsatz im zweiten Satz gar die Möglichkeit zu einem Satzgewinn. Doch dies gelang nicht und trotzdem bestand vor der letzen Partie gegen den österreichischen Vizemeister Seekirchen noch immer die Chance, mit einem Sieg doch noch in die Halbfinals vorzustossen. Doch dieses Spiel der letzten Hoffnung verlief gar nicht nach den Vorstellungen der Joner und sie verloren klar und deutlich mit 0:2 Sätzen. 

Im Wissen, dass ihr Auftritt am Championscup der schlechteste aller bisherigen neun Teilnahmen war, starteten die Jonerinnen am Samstag mit neuem Mut zu den beiden letzten Partien mit dem Ziel, wenigstens die Schmach des letzten Ranges zu vermeiden. Währenddem gegen Österreichs Meister Nussbach eine erneute Niederlage resultierte, gelang den Jonerinnen in der abschliessenden Partie gegen Neuendorf nicht nur erfolgreich Revanche für die Vorrundenniederlage, sondern auch die Verhinderung des Schlusslichts. 

Sieger beim diesjährigen Championscup wurde Titelverteidiger Jahn-Schneverdingen (DEU), welcher in einem hochspannenden und sehr ausgeglichenen Endspiel den österreichischen Vizemeister Seekirchen mit 3:2 bezwang. Ein kleiner Trost für die enttäuschten Jonerinnen mag sein, dass beide Finalistinnen in der gleichen Vorrundengruppe wie der TSV Jona eingeteilt war.

Im Einsatz: Tina Baumann, Natalie Berchtold (C), Natalia Dominioni (abwesend), Ramona Kropf, Simona Kropf, Jacqueline Merk, Janine Stoob, Celina Traxler, Romano Colombi (Trainer/Coach)