Männer NLA: Punkteteilung nach Zitterpartie Drucken
Sonntag, den 20. Juni 2010 um 21:08 Uhr


TSV Jona - FB Schwellbrunn 1:3 (11:6/7:11/10:12/5:11)
TSV Jona - FG Rickenbach-Wilen 3:2 (11:6/9:11/3:11/15:13/11:8)


Bei äusserst widrigen Wetterbedingungen kehrte das Joner Herren-Fanionteam mit einem Sieg gegen Rickenbach-Wilen sowie einer erneuten Niederlage gegen Schwellbrunn heim.

Auf dem Appenzeller Kunstrasen verlor der TSV Jona nach ansprechendem Spiel gegen den gastgebenden Meister und Tabellenführer FB Schwellbrunn und zitterte sich direkt im Anschluss gerade noch so zu einem äusserst glücklichen Fünf-Satz-Erfolg über die Mannschaft der FG Rickenbach-Wilen.
 

Schwellbrunn gefordert
Anders als im Hinspiel fanden die Joner von Beginn an in das Match und setzen den Favoriten stark unter Druck. Nicht unverdient erspielte man sich einen 5:2 Vorsprung und bot den anwesenden Zuschauern eine sehenswerte Partie, bei der auf beiden Seiten spektakuläre Abwehrszenen gezeigt wurden. Mit einer soliden Defensive im Rücken agierte auch der eigene Angriff sehr überzeugend, weshalb man mit 11:6 verdient in Satzführung gehen konnte. Im zweiten Satz sah es zunächst weiterhin so aus als könnten die St. Galler ihren guten Start fortsetzen und führten erneut rasch mit 5:3. Danach konnte sich vor allem der gegnerische Hauptangreifer noch einmal steigern und setzte den TSV Jona zunehmend noch mehr unter Druck. In einem offenen Schlagabtausch zeigte Jona Nerven und verhalf durch eigene Unkonzentriertheiten dem Gegner mit 7:11 Satzverlust zum Ausgleich. Der dritte Spielabschnitt war geprägt von Teams auf Augenhöhe, wobei Schwellbrunn immer leicht in Front lag und beim Stand von 8:10 zwei Satzbälle besass. Doch die Mannschaft von Trainer Marcel Cathomas zeigte Moral und wehrte beide Chancen des Kontrahenten ab und erzielte somit den 10:10 Ausgleich. Nach einem gegnerischen Serviceass resultierte beim darauffolgenden eigenen Anspiel jedoch ein Fehler und man musste diesen umkämpften Abschnitt den Appenzellern zugestehen. Damit war der Joner Widerstand gebrochen und man gab den vierten Satz und somit auch die Partie nach schnellem 2:7 Rückstand nahezu kampflos an Schwellbrunn ab.
 

Extrem glücklicher Zittersieg
Wie schon in der Hinrunde vor zwei Wochen sollte das Spiel gegen Rickenbach-Wilen nichts für schwache Nerven sein, da auch dieses Mal über die gesamte Länge von fünf Sätzen gespielt wurde und das Ende äusserst dramatisch daherkam. Zunächst setzten die Joner Faustballer da an, wo man zuvor aufgehört hatte und beeindruckte die Thurgauer mit druckvollen, geradlinigen Spiel, welchem diese nicht zu erwidern hatten. Nach souveräner Leistung gewann der TSV Jona den ersten Satz mit 11:6. Trotz der Satzführung schlichen sich nun auf Joner Seite unnötige Fehler ein, welche Rickenbach-Wilen sofort zu nutzen wusste und auf Grund einer Leistungssteigerung sofort in einen 9:11 Satzerfolg ummünzen konnte. Nach dem Ausgleich hörte der Tabellendritte völlig unverständlich auf zu spielen und wurde beim 3:11 förmlich überrollt. Geschockt von dieser indiskutablen Leistung schien das Schicksal der Joner beim Stand von 5:9 im vierten Spielabschnitt schon besiegelt und niemand vermochte mehr an eine Wende glauben. Doch irgendwie fühlte man sich an der Ehre gepackt und angeführt von einem in dieser Phase überragend aufspielenden Romano Colombi konnte man auf 8:10 verkürzen. Was in den anschliessenden Minuten geschah ist an Dramatik nicht zu überbieten gewesen, da der TSV Jona insgesamt vier Matchbälle abwehren konnte und seinerseits den zweiten Satzball zum nicht möglich geglaubten 15:13 Satzausgleich verwertete. Nun musste also erneut der fünfte Satz in der Partie zwischen Jona und Rickenbach-Wilen über die Punkteverteilung entscheiden. Obwohl die Thurgauer schnell mit 0:4 in Führung gehen konnten, kämpfe man auf Joner Seite weiter und errang mit dem 7:8 noch einmal den Anschluss. Der gegnerische Spielertrainer versuchte die Joner Aufholjagd mit einer Auszeit zu unterbinden, doch der nun erwachte unbändige Siegeswille der St. Galler erwies sich als ausgeprägter. Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelang den Jonern die Wende in dieser schon verloren geglaubten Partie und das 11:8 war gleichbedeutend mit dem Fünf-Satz-Erfolg für den TSV Jona. Nach diesem glücklichen Punktgewinn befindet man sich weiterhin auf gutem Weg in Richtung des im heimischen Grünfeld ausgetragenen Final-Five der Herren.


Im Einsatz standen
Marco Baumann, Roger Beeler, Reto Castellucci, Romano Colombi, Cyril Jäger, Sebastian Kammer, Mario Studer, Martin Tremp

 
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