Vorrunde:  
TSV Jona - STV Oberentfelden (SUI) 2:0 (11:9/11:1)
TSV Jona - TV Schweinfurt-Oberndorf (GER) 0:2 (9:11/10:12)
TSV Jona - Union Freistadt (AUT) 0:2 (12:14/9:11)
TSV Jona - SSV Bozen (ITA) 2:0 (11:8/11:3)
   
Zwischen- und Platzierungsrunde:  
TSV Jona - STV Wigoltingen (SUI) 0:3 (7:11/8:11/14:15)
TSV Jona - VfK Berlin (GER) 0:2 (8:11/10:12)


Die Joner Faustballer beenden den diesjährigen IFA-Pokal in Weinfelden nach einer phasenweise ansprechenden Leistung mit dem sechsten Schlussrang.

Wie bereits bei den letzten beiden internationalen Auftritten im Rahmen des IFA-Pokals gelang es der Joner Herrenmannschaft auch dieses Mal in die Zwischenrunde einzuziehen, musste sich jedoch erneut im Viertelfinale geschlagen geben. Auf Grund eines trotz der extremen Hitze sportlich zum grössten Teil ansprechenden Auftretens kann der TSV Jona positiv auf den europäischen Wettbewerb zurückblicken und mit Hilfe der gewonnen Erkenntnisse zuversichtliche auf die entscheidende Saisonphase blicken.

In der Vorrunde den Medaillengewinnern getrotzt
Auf Seiten der St. Galler hatte man sich vorgenommen trotz der namhaften Konkurrenz aus Deutschland und Österreich mitzuspielen und mit einer gewissen Zuversicht in das Turnier zu gehen. Nach einem gelungenen Start in die Auftaktpartie gegen den Schweizer Ligakonkurrenten STV Oberentfelden, musste man die Aargauer beim Stand von 10:6 noch einmal herankommen lassen, ehe eine Service-Ass den 11:9-Satzgewinn sicherstellte. Im zweiten Satz zeigten sich die Joner wie verwandelt und dominierten den Spielverlauf von Beginn an, was sich ich in einem äusserst souveränen 11:1 niederschlug. Nach diesem Auftakterfolg traf man mit dem TV Schweinfurt-Oberndorf (GER) auf einen Gegner, welcher durch eine kompakte Defensive sowie einen sehr druckvollen Angriff zu überzeugen wusste. Obwohl der TSV Jona über die gesamte Partie mit den Deutschen mithalten konnte, verpasste man es in den entscheidenden Phase die sich bietenden Chancen zu nutzen und musste sich trotz knappen Satzresultaten letztendlich mit 0:2-Sätzen geschlagen geben. Mit der Union COMPACT Freistadt trafen die Joner im Anschluss auf eine besonders grosse Hürde, denn der neue österreichische Staatsmeister konnte im vorletzten Jahr den Titel in diesem Wettbewerb erringen. Ohne allzu grossen Respekt agierte Jona auch in dieser Partie auf Augenhöhe mit dem Favoriten und erspielte sich im ersten Satz zwei Satzbälle. Allerdings versagten auch dieses Mal die Nerven in der entscheidenden Phase und Freistadt konnte den Startsatz doch noch zu seinen Gunsten wenden. Im zweiten Abschnitt zog Freistadt früh davon, ehe der TSV Jona dank einer kämpferischen Aufholjagd noch einmal am Satzausgleich schnuppern konnte. Schlussendlich agierten die Österreicher jedoch routinierter und vor allem kaltblütiger in der Offensive, wodurch man auch diese Partie verloren geben musste. Nach dieser 0:2-Niederlage mussten die Schweizer das letzte Vorrundenspiel gegen den SVV Bozen (ITA) unbedingt gewinnen, wollte man die Vorrunde überstehen und in das Viertelfinale einziehen. Von Beginn an übernahm das Joner Team deshalb das Spieldiktat und konnte mit einem 2:0-Erfolg das Weiterkommen fixieren.

Gastgeber erneut mit dem besseren Ende für sich
Wie bereits die Vorrunde zeichnete sich auch der Finaltag am Sonntag durch sehr heisse und trockene Bedingungen aus. Im Viertelfinale gegen die Heimmannschaft des STV Wigoltingen, der in der anderen Gruppe den zweiten Tabellenrang belegte, startete die Joner als leichter Aussenseiter in die Partie. Der TSV Jona agierte zunächst etwas nervös und leistete sich vor allem im Startsatz eine Vielzahl von unnötigen Fehlern, wodurch es nicht gelang befreit aufspielen zu können. Nachdem man den ersten Satz mit 7:11 verloren geben musste erhoffte Trainer Christian Schluep durch einen taktischen Wechsel gegen Mitte des zweiten Abschnittes die Wende einleiten zu können. Mit nur einem Angreifer und vier Abwehrspielern agierende erhoffte man sich die kurz gespielten gegnerischen Angriffe besser verteidigen zu können. Obwohl dies ansatzweise bereits funktionierte musste man auch den zweiten Satz dem Thurgauer Konkurrenten zugestehen. Im dritten Satz agierte Jona endlich auf Augenhöhe mit dem NLA-Leader Wigoltingen und erspielte sich mehrere Satzbälle, welche jedoch erneut auf Grund eigenen Unvermögens nicht genutzt werden konnten. Der Gastgeber liess sich diese Chance jedoch nicht entgehen und besiegelte mit dem 14:15-Satzerfolg die Joner Niederlage in drei Sätzen. Nach dieser erneuten Viertelfinal-Niederlage und verkam die Partie um den fünften Schlussrang zu einer bedeutungslosen Angelegenheit, zumal der Gegner aus Berlin (GER) zuvor ebenfalls auf enttäuschende Art und Weise sein Viertelfinale verlor. Durch die nicht zwingende 0:2-Niederlage beendet das Team aus Jona den stark besetzten IFA-Pokal im thurgauischen Weinfelden auf einem guten sechsten Rang.

Aus den gewonnen Erkenntnissen lernen
Der Verlauf dieser internationalen Vereinstitelkämpfe offenbarte und bewies erneut, dass der TSV Jona auch gegen andere europäische Spitzenteams bestehen kann, hierfür aber eine mannschaftlich geschlossene Leistung notwendig ist. Aus diesem Grund sieht Trainer Christian Schluep den Turnierverlauf prinzipiell sehr positiv und nun gilt es die gezeigten Leistungen auch zukünftig abzurufen sowie in den wichtigen Phasen einer Partie noch konsequenter bzw. mutiger zu agieren. Über die Sommerpause ist es nun wichtig die Grundlage für einen weiterhin erfolgreichen Meisterschaftsverlauf zu legen und von den gemachten internationalen Erfahrungen zu profitieren.
 

Im Einsatz stehen
Yves Baeriswyl, Romano Colombi, Cornelius Jäger (Auslandsaufenthalt), Cyril Jäger, Sebastian Kammer, Patrick Kuster, Martin Tremp