Vorrunde (04. Juli 2015):
11:45 Uhr vs. STV Oberentfelden (SUI)
14:45 Uhr vs. TV Schweinfurt-Oberndorf (GER)
16:15 Uhr vs. Union Freistadt (GER)
17:45 Uhr vs. SSV Bozen (ITA)


Im thurgauischen Weinfelden kämpfen die NLA-Faustballer des TSV Jona am Wochenende beim IFA-Pokal der Herren um die Platzierungen.

Nach einem Jahr Pause dürfen die Joner Herren in dieser Saison wieder an einer internationalen Veranstaltung teilnehmen und sich im Rahmen des IFA-Pokals mit der ausländischen Konkurrenz messen. Zwar konnte der TSV Jona in der Vergangenheit einige Erfolge im IFA-Pokal (Sieger 1999) bzw. Europapokal (Bronze 2009) feiern, dennoch reist das Team von Trainer Christian Schluep in einer Aussenseiterrolle ins Thurgau.

Zahlreiche europäische Spitzenteams treten an
Der 24. IFA-Pokal, bei welchem turnusgemäss die Zweit- und Dritt-Platzierten aus den einzelnen Landesmeisterschaften teilnehmen, findet in diesem Jahr in der Schweiz statt und wird durch den STV Wigoltingen in Weinfelden ausgetragen. Durch die gute Platzierung in der letztjährigen Meisterschaft qualifizierte sich die Mannschaft neben dem STV Wigoltingen (Dritter Schweizer Meisterschaft) und dem STV Oberentfelden (Fünfter Schweizer Meisterschaft) für den diesjährigen IFA-Pokal. Neben diesen drei Schweizer Teams nehmen noch Titelverteidiger TUS Raiffeisen Kremsmünster (AUT), die Union COMPACT Freistadt (AUT), UFG Grieskirchen (AUT), der VFK Berlin (GER), der TV Schweinfurt-Oberndorf (GER), der SSV Bozen (ITA) sowie der FaC Zdechovice (CZE) teil. Innerhalb dieses erstklassigen Teilnehmerfeldes befindet sich das Joner Team in der Position des unangenehmen Aussenseiters – immerhin zählen auch die anderen Vereine in ihren Ligen zu den jeweiligen Top-Adressen. Vor allem die deutsche und österreichische Konkurrenz ist als äusserst spielstark einzuschätzen, weshalb die Joner es sich zum Ziel gesetzt haben in diesen Partien eventuell für die eine oder andere Überraschung zu sorgen, um im Idealfall die Zwischenrunde am Sonntag zu erreichen.

Anspruchsvolle Vorrundengruppe
Nach der Auslosung im Frühjahr durch einen IFA-Delegierten ergab sich, dass der TSV Jona in einer Gruppe mit Oberentfelden, Freistadt, Schweinfurt und Bozen um die Qualifikation für die Final-Runde am Sonntag kämpfen wird. Am Samstag stehen somit vier Partien auf zwei Gewinnsätze auf dem Plan, nach denen die St. Galler mindestens auf dem 3. Gruppenrang platziert sein müssen um die Chancen auf eine vordere Platzierung wahren zu können. In der ersten Tagespartie trifft man gleich auf Ligakonkurrenten STV Oberentfelden, welchen man vor zwei Wochen in der nationalen Meisterschaft bezwingen konnte. Diese Partie wird aller Voraussicht nach bereits eine wichtige Schlüsselrolle im Kampf um den 3. Gruppenrang einnehmen. Im Anschluss trifft Jona mit dem deutschen Vertreter TV Schweinfurt-Oberndorf auf den derzeitigen Tabellendritten der 1. Bundeliga Süd. Dieser Traditionsverein besticht seit Jahren mit konstant guten Leistungen und ist vor allem in der Halle eines der besten Teams in Europa. Die Süddeutschen verfügen über eine sattelfeste Defensive und einen gross gewachsenen, variablen Angreifer. In der dritten Vorrundenpartie trifft der TSV Jona mit Union COMPACT Freistadt auf den neuen österreichischen Staatsmeister, welcher 2013 zuletzt am IFA-Pokal triumphieren konnte. Zum Abschluss des Tages trifft man auf den italienischen Meister SSV Bozen, welcher einen Grossteil der italienischen Nationalmannschaft stellt und ein eingespieltes, kampfstarkes Team stellt, dass nicht unterschätzt werden darf.

Kein vordefiniertes Platzierungsziel
Auf Grund des sehr starken Teilnehmerfeldes sowie der Tatsache, dass die aktuelle Mannschaft des TSV Jona international zwar schon einige Erfahrung sammeln konnte, jedoch ein wirklicher Exploit ausblieb, hat Trainer Christian Schluep kein Ziel in Bezug auf eine bestimmte Klassierung definiert. Das Team versucht an den bisherigen Saisonverlauf anzuknüpfen, eine möglichst gute Leistung abzuliefern und wird letztendlich abwarten wie das Resultat schlussendlich lautet. Dennoch ist man gewillt beim internationalen Vergleich mit den Teams aus den grossen Nationen mitzuhalten und die sich bietenden Chancen zu nutzen. Auch wenn es gelingt das eigene Leistungspotential auf den Punkt hin im Wettkampf abzurufen, bedarf es für die Qualifikation in die Zwischenrunde auch die nötige Portion Wettkampfglück, denn bei allen Mannschaften innerhalb der Gruppe handelt es sich um etablierte Faustballhochburgen. Auf Grund der Tatsache, dass Abwehrspieler Cornelius Jäger aus beruflichen Gründen erst am Sonntag verfügbar sein wird, wurde der Kader für den IFA-Pokal durch die Mitnahme von Patrick Kuster ergänzt. Der Captain der zweiten Herren-Mannschaft hat die Joner Defensive bereits in der Vergangenheit bei internationalen Wettkämpfen punktuell verstärkt und unterstützt, wodurch sich dem Coaching-Team einige taktische Varianten offenbaren. Mit Sicherheit sind spannende und hochstehende Partien beim Kampf um den zweitwichtigsten europäischen Titel zu erwarten.
 

Im Einsatz stehen
Yves Baeriswyl, Romano Colombi, Cornelius Jäger (Auslandsaufenthalt), Cyril Jäger, Sebastian Kammer, Patrick Kuster, Martin Tremp