TSV Jona - STV Oberentfelden 2:3 (11:9/11:4/8:11/14:15/5:11)
TSV Jona - FG Elgg-Ettenhausen 3:1 (9:11/11:2/11:7/11:9)


Im heimischen Grünfeld verpassten es die NLA-Faustballer des TSV Jona ärgerlicher Weise die sich zum Saisonstart bietenden Chancen vollumfänglich zu nutzen.

Die Joner Mannschaft befand sich auch auf Grund der Verletzung von Angreifer Cyril Jäger vor dem Saisonauftakt ein wenig in Unkenntnis bezüglich ihres eigenen Leistungsniveaus, weshalb man äusserst vorsichtig mit Prognosen bezüglich der Liga-Konkurrenz agierte. Zum Saisonbeginn empfing man bei guten Bodenbedingungen mit Oberentfelden und Elgg-Ettenhausen zwei Teams, welche rein vom Papier her mit Jona um die Teilnahme am Final Five kämpfen. Der TSV Jona zeigte phasenweise eine sehr überzeugende Mannschaftsleistung, verpasste es jedoch vor allem in der ersten Partie den Sack zu zumachen, weshalb man etwas unnötig die Auftaktrunde mit jeweils einem Sieg und einer Niederlage beendete.

Spielerischer Bruch im dritten und vierten Satz kostet Sieg
Wie im vergangenen Jahr traf man zum Saisonbeginn auf den STV Oberentfelden, welcher kurzfristig in der Abwehr mit argen Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte und deshalb seinen Ex-Internationalen Dominik Gugerli reaktivierte. Anfänglich fand das Heimteam besser in die Partie und wusste dank einer cleveren Service- und Angriffsleistung von Romano Colombi das Spielgeschehen zu dominieren. Obwohl der erste Satz mit 11:9 sehr knapp erscheint, lagen die Joner nie in Rückstand uns waren jederzeit Herr der Lage. Im zweiten Abschnitt konnte man die gegnerische Offensive nahezu vollständig neutralisieren und sicherte sich mit 11:4 die 2:0-Satzführung. Reagierend auf diesen Rückstand beorderte Oberentfeldens Coach Dominik Gugerli auf die vorgezogene Mittelposition und beraubte die Joner damit um ihre effektives Angriffsoptionen. Zwar gelang es den St. Gallern sowohl im dritten als auch vierten Satz mit 8:4 in Führung zu gehen aber in dieser Phase scheiterte Jona erneut am eigenen Nervenkostüm. Plötzlich fehlte im Zuspiel die notwendige Präzision und auch im Angriff nahm die Effizienz und Variabilität markant ab. Oberentfelden liess sich nicht zwei Mal bitte und nahm die Joner Geschenke dankend an, zumal der TSV Jona im vierten Satz zwei Matchbälle auf nahezu klägliche Art und Weise vergab. Die Aargauer sicherten sich somit mit 8:11, 14:15 und 5:11 gegen zunehmend frustrierte Hausherren die drei abschliessenden Abschnitte, wodurch Jona die Partei mit 2:3 noch aus der Hand gab.

Einsetzender Regen verhilft zu erstem Saisonsieg
Mit der FG Elgg-Ettenhausen traf man im zweiten Spiel der ersten Runde auf einen ebenfalls unangenehm zu spielenden Gegner, welcher zuvor auch Oberentfelden vor erhebliche Probleme stellte. Trainer Christian Schluep forderte von seinem Team deshalb vollste Konzentration um einen kompletten Fehlstart zu vermeiden. Der erste Satz verlief bis zum 7:6 sehr ausgeglichen, ehe Elgg-Ettenhausen mit drei Punktgewinnen in Folge den entscheidenden Vorsprung zum 9:11-Satzgewinn realisieren konnte. In dieser Phase liess der Joner Angriffsdruck markant nach und die Vorzeichen für den weiteren Spielverlauf erwiesen sich als eher ungünstig. Ein perfekter Start in den zweiten Spielabschnitt ermöglichte es dem TSV Jona mit 7:0 in Führung zu gehen und mit 11:2 den Satzausgleich sicherzustellen. Der nun langsam eintretende Regen kam für die St. Galler zum richtigen Zeitpunkt, denn man kam in der Defensive mit den nassen Bedingen zunächst viel besser klar als Elgg-Ettenhausen. Nachdem man mit 11:7 den dritten Satz für sich entscheiden konnte, sorgte ein gegnerischer Servicewechsel für eine stärkere Ausgeglichenheit im Spielverlauf. Es entwickelt sich ein reines Angabenduell, da beide Abwehrreihen das Service nur äusserst selten entschärfen konnten. Ein Joner Time-Out beim Stand von 5:7 zeigte die erhoffte Wirkung und gegen Satzende gelang der Heimmannschaft mit vier Punktgewinnen in Folge der so wichtige 11:9-Satzerfolg. Die gezeigten Leistungen offenbarten noch einiges an Steigerungspotenzial aber die Mannschaft hat sich mit der schwierigen verletzungsbedingten Situation arrangiert und auf kämpferische Art und Weise die ersten Punktgewinne realisiert.


Im Einsatz standen
Yves Baeriswyl, Romano Colombi, Cornelius Jäger, Cyril Jäger, Sebastian Kammer, Martin Tremp