TSV Jona - SVD Diepoldsau (NLA) 1:5 (10:12/4:11/8:11/4:11/12:10/5:11)

Am Montagabend musste sich Jona im 1/4-Final des diesjährigen Schweizer Cups gegen Titelverteidiger SVD Diepoldsau deutlich mit 1:5 geschlagen geben.

Nach dem deutlichen Sieg im 1/8-Final über den 1.Liga-Verein Waldkirch musste Jona auf Grund der unglücklichen Auslosung bereits früh auf einen topgesetzten NLA-Verein antreten, wobei man gegen Diepoldsau erstmalig seit langem wieder das Heimrecht zugesprochen bekam. Bei der Neuauflage des letztjährigen Halbfinales besass keine der beiden Mannschaften einen vom Cup-Reglement vorgeschriebenen Vorsprung, da es sich bei den Kontrahenten um Liga-Konkurrenten handelte. Anders als bei der vergangenen Meisterschaftsrunde gegen den gleichen Gegner musste Trainer Christian Schluep auf den urlaubsbedingt abwesenden Angreifer Romano Colombi verzichten. Somit war es nicht verwunderlich, das mit Fabio Kunz ein zweiter Angreifer für das Pokalspiel aus dem eigenen NLB-Team in den Kader berufen werden musste.
 

Eigenfehler sowie taktische Mängel im Defensivverhalten ausschlaggebend
Bei trockenen aber schwierige Boden- und Windbedingungen konnte die Partie pünktlich unter Flutlicht angepfiffen werden. Über den gesamten Match hinweg gesehen liefen die Gastgeber nahezu ständig einem Rückstand hinterher, da man um einiges mehr Mühe mit den vorherrschenden Windbedingungen bekundete als der Gast aus dem Rheintal. Zusätzlich erschwerend kam hinzu, dass man in der Defensive das gegnerische Service nur selten in den Griff bekam und sich mit einer unnötigen Vielzahl von Eigenfehlern jedes Mal selbst ins Hintertreffen katapultierte. Dies offenbarte sich vor allem im ersten Satz, welchen man eigentlich hätte gewinnen müssen, da man anfänglich defensiv sehr stabil agierte und begünstigt durch den Rückenwind mit drei Punkten in Führung gehen konnte. Allerdings bauten sechs unerzwungene Fehler Diepoldsau wieder auf und lenkten die Partie in die aus Joner Sicht falschen Bahnen. In den darauffolgenden Abschnitten wusste der Favorit konstant druckvoll zu agieren und dem TSV Jona gelang es nicht einen permanenten Einfluss auf den Spielverlauf zu bekommen. Trainer Christian Schluep haderte nach dem Viertelfinale vor allem mit den aufgezeigten taktischen Unzulänglichkeiten sowie der Fehlerquote und an diesen Punkten muss im Training nun intensiv gearbeitet werden.
 

Halbfinal-Paarungen noch nicht komplett
Unter den diesjährigen Halbfinalisten  um den Schweizer Cup stehen sich zum Einen Meister Widnau und 1.Liga-Vertreter Walzenhausen sowie zum anderen Titelverteidiger Diepoldsau und der Sieger der noch nicht gespielten Partie zwischen Bettwiesen (1.Liga) und Wigoltingen (NLA) gegenüber. Sollte sich der klar favorisierte NLA-Verein in seinen Viertelfinale durchsetzten, verbleiben neben Überraschungsteam Walzenhausen die derzeit drei besten NLA-Vereine in Wettbewerb.


Im Einsatz standen
Yves Baeriswyl, Romano Colombi (abwesend), Cornelius Jäger, Cyril Jäger, Sebastian Kammer, Fabio Kunz, Martin Tremp