TSV Jona - FG Grieskirchen (AUT) 0:4 (7:11/8:11/4:11/6:11)
TSV Jona - TuS Kremsmünster (AUT) 2:4 (11:13/8:11/11:7/11:6/4:11/4:11)


Die Joner Faustballer müssen sich der internationalen Konkurrenz beugen und beenden den Hallen-Europapokal im deutschen Grafenau ohne Medaillengewinn (Homepage Ausrichter).

Mit einer deutlichen Halbfinalniederlage gegen den österreichischen Vize-Staatsmeister FG Grieskirchen/Pötting sowie einer 2:4-Niederlage gegen den entthronten Titelverteidiger und Österreichischen Meister TuS Kremsmünster im Spiel um Platz drei und dem daraus resultierenden vierten Schlussrang  kehrt das Joner Fanionteam aus der Region Stuttgart heim. Somit endet die erste internationale Teilnahme am Hallen-Europapokal seit 16 Jahren ohne einen Podestplatz.


Gänzlich missglücktes Halbfinale
Die Hoffnungen der St. Galler auf eine eventuelle Sensation im Qualifikationsspiel gegen den Vertreter Österreichs wurden sehr schnell getrübt und das Team von Marcel Cathomas musste den Traum vom Finaleinzug in weniger als einer Stunde begraben. Die komplette Mannschaft des TSV Jona erwischte am Samstag nicht ihren besten Tag, wodurch man es dem Gegner aus Grieskirchen sehr leicht machte zu Punktgewinnen zu gelangen. Die deutliche Vier-Satz-Niederlage spiegelt diesen Umstand auch relativ klar wider, zumal schon im Voraus klar gewesen ist, dass man nur mit einer Top-Leistung und dem nötigen Quäntchen Glück die Chance auf einen Sensation gehabt hätte. Captain Cyril Jäger und seinen Kameraden war nach diesem Debakel auch recht schnell klar, dass man dieses Spiel sofort abhaken musste, seine Lehren daraus ziehen sollte und möglichst zuversichtlich auf das Match um den dritten Platz schauen sollte.
 

Dem Titelverteidiger erfolglos Gegenwehr geleistet
Nachdem auch der letztjährige Titelträger TuS Kremsmünster ebenfalls sein Halbfinale gegen die Deutschen aus Vaihingen/Enz, wenn auch knapper in sechs Sätzen, verloren hatte, kam es am Sonntag zu einem erneuten Duell Schweiz gegen Österreich im Kampf um Platz 3 des diesjährigen Hallen-Europapokals. Die St. Galler startete besser in die Partie und konnte sich einen komfortablen 8:2-Vorsprung herausspielen. Allerdings verpasste der Schweizer Meister den Satzgewinn zu finalisieren und so kam Kremsmünster, welches seinen Weltklasse-Angreifer Klemens Kronsteiner zunächst schonte, noch einmal zurück in die Partie. Joner Unkonzentriertheiten führten dazu, dass man zwei Satzbälle ungenutzt verstreichen liess und seinerseits beim 11:13 diesen schon sichergeglaubten Satzgewinn dem Gegner zugestehen musste. Im Anschluss entwickelte sich ein ausgeglichenes Match, indem einige schöne Aktionen auf beiden Seiten zu sehen waren, jedoch auch immer wieder unerzwungene Eigenfehler den Spielfluss unterbrachen. Beim Stand von 8:8 führten drei Angriffsfehler des TSV Jona zum erneuten Satzgewinn für die Österreicher. Mit einem 0:2-Satzrückstand konfrontiert gelang es den Schweizern befreiter aufzuspielen und ging verdient mit 8:4 in Führung. Anders als im ersten Satz gelang es jedoch diesen Vorsprung bis zum Schluss nicht mehr herzugeben und daraus resultierte der erste Joner Satzgewinn (11:7) beim diesjährigen Hallen-Europapokal. Beflügelt von diesem Erfolgserlebnis spielte sich der Aussenseiter in einen wahren Rausch und erzwang beim Stand von 6:2 ein gegnerisches Time-Out. Kremsmünster wollte den Satzausgleich verhindern und wechselte nun seinen Top-Angreifer Klemens Kronsteiner ein. Jona hielt in dieser Phase der Partie jedoch sehr gut dagegen und erkämpfte sich mit 11:6 den verdienten 2:2-Satzausgleich. Der nun obligatorische 10minütige Spielunterbruch erwies sich schlussendlich als nicht sonderlich förderlich für den TSV Jona, da man anschliessend nicht mehr in die Partie zurückfand. Titelverteidiger Kremsmünster erhöhte nun permanent den Druck und spielte seine Grössenvorteile an Netz konsequent aus, wodurch Jona sofort einem Rückstand hinterherlief. Unterstützt von zahlreichen Joner Eigenfehlern zog die Konkurrenz schnell auf 1:8 davon, ehe Trainer Marcel Cathomas Cyril Jäger eine Pause gönnte und Fabio Kunz die Funktion des Hauptangreifers übernahm. Doch auch dieser konnte den Satzverlust nicht mehr verhindern, weshalb man diesen Abschnitt mehr als deutlich mit 4:11 dem Gegner zugestehen musste. Dennoch gab man sich auf Seiten der Schweizer im sechsten Satz noch nicht geschlagen und hielt bis zum 3:3 dagegen, ehe erneute unerzwungene Fehler auch diesen Spielabschnitt zu Gunsten der Österreicher drehten. Somit ging die Bronze-Medaille letztendlich verdient an den Titelverteidiger und Jona musste sich in diesem internationalen Feld von Top-Mannschaften mit dem undankbaren vierten Rang begnügen. Dennoch kann man in der abschliessenden Beurteilung dieses Europapokals mit der gezeigten Leistung grösstenteils zufrieden sein und gelangte zu wichtigen Erkenntnissen sowie Erfahrungswerten, welche sich in Zukunft als hilfreich erweisen könnten. Im Finale besiegte der Deutschen Meister TVV Vaihingen/Enz die FG Grieskirchen/Pötting verdient mit 4:2 Sätzen und gewinnt somit den Hallen-Europapokal 2012. Für das Team aus Jona gibt es nun jedoch keine Verschnaufpause, da am kommenden Samstag bereits die entscheidende Saisonphase in der NLA-Qualifikation mit dem Heimspiel gegen Widnau einläutet wird.


Im Einsatz stehen
Marco Baumann, Roger Beeler, Romano Colombi, Cornelius Jäger, Cyril Jäger, Sebastian Kammer, Fabio Kunz, Martin Tremp