Der TSV Jona hat das Hallenturnier an den Manor Indoors in Bad Ragaz auf dem vierten Rang beendet. Gewonnen wurde das Turnier vom deutschen Titelverteidiger Vaihingen/Enz vor Weltpokalsieger Freistadt (Österreich). Für Trainer Marcel Cathomas erfüllte das Hallenturnier von Bad Ragaz gleich mehrere Zwecke.

altAm kommenden Wochenende findet im deutschen Grafenau der Hallen-Europapokal 2012 statt. Die Teilnahme am Hallen-Europapokal verdiente sich der TSV Jona mit dem Gewinn des Schweizer Meistertitels im Jahre 2011. In Grafenau treffen die jeweiligen Landesmeister der letztjährigen Wintersaison aus Deutschland, Österreich und der Schweiz aufeinander, das Beste, was der Faustballsport zu bieten hat. Die Spiele in Bad Ragaz waren ein erster Eindruck, was die Joner Mannschaft in einer Woche erwarten wird. Zwar sind die Manor Indoors als weltbestes Hallenturnier nicht gänzlich mit dem Rhythmus des Europapokals zu vergleichen, aber es ermöglicht einen ersten internationalen Vergleich mit ausländischen Top-Teams. Eine Erkenntnis muss die Mannschaft aber mitnehmen: Wenn eine konzentrierte und fehlerfreie Leistung abgerufen werden kann, dann wird in Deutschland eine Überraschung möglich sein. In Bad Ragaz misslang die Startbegegnung gegen das österreichische Top-Team aus Freistadt, welches im Sommer sämtliche Titel erringen konnte, gänzlich und man verlor die Partie auf Grund einer viel zu nervösen und fehleranfälligen Leistung deutlich. Dass es auch anders ging zeigte der Direktvergleich mit Vaihingen/Enz, dem amtierenden deutschen Meister, gegen den man zwar ebenfalls verlor, jedoch konnte man über weite Strecken des Spiels gut mithalten und Vaihingen bis zum Schluss entsprechend fordern.


Dieser Aufwärtstrend wurde durch den über den TV Öschelbronn (Deutschland) bestätigt und dazu führte, dass die Joner sich dank einer konzentrierten Leistung intakte Chancen auf eine Top-Platzierung erspielten. Dass es auch anders gehen kann, zeigte am Sonntag das entscheidende Spiel gegen Vize-Europapokalsieger Stammheim, in welchem für den TSV Jona der Einzug in den Halbfinal auf dem Tablett griffbereit lag. Die Deutschen aus Stammheim hatten im Laufe des Turniers beide Angreifer wegen Verletzungen verloren und mussten mit fünf reinen Defensivspielern antreten. Die Joner konnten in dieser Partie nicht mehr an die Leistung der vorangegangenen Spiele anschliessen und konnten diese sich bietende Chance nicht nutzen. Die auf diesem Niveau notwendige Konzentration wurde nicht mehr aufgebaut werden und mit einigen unnötigen Eigenfehlern zu viel ging das Spiel an die Deutschen, wovon der dritte deutsche Vertreter Öschelbronn profitierte und an Stelle des TSV Jona ins Halbfinale einzog.


Die Manor Indoors waren gleichzeitig auch der Startschuss für die zweite Saisonhälfte der Hallenmeisterschaft 2012. Auch in dieser Hinsicht kam es am Sonntag mit der Direktbegegnung gegen den aktuellen Leader Diepoldsau zu einem interessanten Spiel. Die Mannschaft von Trainer Marcel Cathomas konnte sich hier nach anfänglichem Satz-Rückstand mit 2:1 durchsetzen. Diesen Erfolg verdiente man sich vor allem durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und dieser Sieg ist sicherlich für das Selbstvertrauen auf dem Weg zur Titelverteidigung förderlich.

 

Weitere Infos auf www.manor-indoors.ch