TSV Jona - TVV Vaihingen/Enz (GER) 0:4 (9:11/5:11/5:11/6:11)


Im Halbfinale des diesjährigen Eruopapokals der Herren setzt es eine klare 0:4 Niederlage gegen den Deutschen Meister.

Am heutigen Samstag traf das Fanionteam des TSV Jona iim oberösterreichischen Linz auf die Mannschaft des TVV Vaihingen/Enz. Die Schwaben waren dem Gewinn des Deutschen Meistertitels und des Hallen-Europapokals im Februar der haushohe Favorit im Halbfinale gegen das Team von Marcel Cathomas.
 

Rabenschwarzer Tag der Joner
Bei trockenen aber unebenen Platzverhältnissen begannen die Joner zunächst auf der besseren Seite mit dem Wind und der Sonne im Rücken.  Nach einem 0:1 Rückstand können die St. Galler das Spiel bis zum Stand von 3:3 zunächst ausgeglichen gestalten. Der folgende Drei-Punkte-Rückstand (3:6) zwingt Trainer Cathomas zu einem Timeout, doch dieses zeigt nicht sofort seine Wirkung. Der TSV Jona kämpft sich zwar noch einmal auf 6:7 heran, bevor die Deutschen den alten Vorsprung wieder herstellen und verteidigen konnten. Somit mussste man des ersten Satz mit 9:11 dem gegner zugestehen. Im darauffolgenden Abschnitt gelang den Jonern zwar mit einigen schönen Abwehraktionen die gegnerischen Angriffe zu entschärfen, die Vaihingen ging erneut schnell in Führung. Über das 3:6 gerieten die St. Galler bis zum 5:9 arg in Rücklage und das Coaching-Team versuchte erneut mit einem Unterbruch das Momentum zu gewinnen. Doch ein Servicefehler sowie ein gelungener Angriff des Favoriten besiegelten den 0:2 Satzrückstand. Ein ähnliches Bild zeichnete sich auch im dritten Satz ab, da die Joner durch unnötige Fehler in Abwehr und Angriff dem Gegner das Punkten sehr vereinfachten. Zwar gelang es kurzzeitig den 2:5 Rückstand mit zwei aufeinander folgenden Punktgewinnen zu verkürzen, doch dies erwies sich nur als kleines Strohfeuer. Mit drei Servicefehlern am Stück sah sich der TSV Jona beim 4:10  erneuten Satzbällen des TVV Vaihingen/Enz gegenüber. Das 5:11 war gleichbedeutend mit dem erneuten Satzverlust. Im vierten und letztlich abschliessenden Teilabschnitt lief beim Schweizer Vizemeister weiterhin nichts zusammen und man geriet sofort wieder mit 1:4 in Rückstand. Nach einigen Ballwechseln konnte Jona auf 6:8 verkürzen und es keimte noch ein winziger Funken Hoffnung auf Seiten der Schweizer auf.  Doch selbst Wechsel auf Seiten des TSV Jona (Haag für Castellucci und Studer für Tramp) erzielten nicht die gewünschte Wirkung, weshalb Vaihingen weiterhin zielstrebig auf das Finale zusteuerte. So ist es auch nicht überraschend gewesen, dass die Deutschen gleich den ersten von vier Matchbällen verwerteten und Jona das Halbfinale somit äusserst deutlich verlor.
 

Abhaken und auf eigene Stärken besinnen
Der Frust und die Enttäuschung auf Seiten des TSV Jona war selbstverständlich gross, da man ausgerechnet beim ersten Höhepunkt der Saison die schlechteste Saisonleistung dargeboten hatte. Die komplette Mannschaft schien mental blockiert gewesen zu sein und deshalb blieb in der anschliessenden Besprechnung nichts anderes übrig als die Niederlage aus den Köpfen zu streichen und hoffnungsvoll auf das morgige Spiel um den dritten Platz zu schauen. Dort erwartet FB Widnau die Joner, welches nur überraschend knapp mit 3:4 Sätzen an Ausrichter Linz scheiterte. Die Männer des TSV Jona sind ob der starken Leistung der Rheintaler gewarnt und werden morgen ihr Möglichstes geben um doch noch eine Medaille an den Zürichsee zu holen.


Im Einsatz standen
Marco Baumann, Roger Beeler, Reto Castellucci, Valentin Haag, Cyril Jäger, Sebastian Kammer, Patrick Kuster, Mario Studer, Martin Tremp, Fabian Zahner (verletzt)