TSV Jona - FB Widnau 3:2 (8:11/7:11/13:11/11:9/11:9)

TSV Jona - SVD Diepoldsau

3:0 (13:11/11:8/11:6)


Der TSV Jona kehrt von der so wichtigen gestrigen NLA-Runde mit zwei hart umkämpften Siegen aus dem grenzländischen Widnau heim.

Die dritte Runde war voll und ganz durch ihre enorme Wichtigkeit für den weiteren Saisonverlauf und die besondere Bedeutung für eine mögliche Halbfinalqualifikation geprägt. Aus diesem Grund war auch jede Partie des TSV Jona vor allem von Spannung, Nervosität und Kampf gekennzeichnet.
 

Comeback wendet verloren geglaubtes Spiel
Gleich in der ersten Begegnung des Tages kam es zur Neuauflage des letztjährigen Finals zwischen dem TSV Jona und Gastgeber FB Widnau. Der Schweizer Feldmeister aus den Rheintal hat seit vier Jahren im Zuge der Feldmeisterschaft kein Spiel mehr verloren und zunächst sah es auch in diesem Match so aus, als ob die Joner diese Serie nicht beenden könnten. Trotz stets ausgeglichenem Beginn vermochte es den Spielern von Coach Marcel Cathomas in den ersten beiden Spielabschnitten nicht gelingen zu einem Satzgewinn zu kommen. Jona agierte nervös und hatte über das gesamte Spiel äusserste Probleme mit den wechselnden Windverhältnissen sowie dem indirekten Zuspiel. Zudem bekundete vor allem die Vorderreihe in der Defensive enorme Schwierigkeiten mit dem variabel vorgetragenen gegnerischen Angriffsspiel. Das Trainerteam musste auf Grund des 0:2 Satzrückstandes reagieren und wechselte den erst 16jährigen Angreifer Romano Colombi (erst kurzfristig in den Kader nominiert) für Captain Reto Castellucci sowie Martin Tremp auf der Position hinten links ein. Doch selbst diese Massnahmen zeigten keine sofortige Wirkung und Jona hatte bei 10:11 den ersten Matchball gegen sich. Dank grossem Kampfgeist gelang es diesen abzuwehren und im Gegenzug zu kontern, sodass der dritte Satz doch noch mit 13:11 an den TSV ging. Dies war das Signal für eine fulminante Aufholjagd und Jona konnte sich im Anschluss auch die Sätze vier und fünf denkbar knapp mit jeweils 11:9 sichern. Zwar waren die jungen St. Galler vom Oberen Zürichsee den Rheintalern in dieser Phase etwas überlegen und konnten mehrmals deutlicher in Führung gehen, doch einige katastrophale mentale Aussetzer im Angriff brachten die Widnauer immer wieder heran. Letztendlich konnten dennoch zwei der zahlreichen Satzbälle mit einem Serviceass bzw. einem wunderschön herausgespielten Angriff verwertet werden und somit ein verlorengeglaubtes Spiel doch noch zu eigenen Gunsten gedreht werden.
 

Sicherer Sieg gegen Diepoldsau
Direkt im Anschluss an den doch kräfteraubenden 80minütigen Fünf-Satz-Krimi mussten die Joner gegen den zweiten Rheintaler Vertreter aus Diepoldsau antreten. Gewillt und gestärkt durch den zuvor errungenen Sieg gestärkt, wollte das Team auch den zweiten unmittelbaren Konkurrenten bezwingen. Wie allseits erwartet spielten beide Mannschaften ungefähr auf dem gleichen Niveau und somit konnte der TSV Jona den ersten Spielabschnitt erst in der Verlängerung knapp und glücklich für sich entscheiden. Im zweiten Satz trat das Team um Nationalspieler Cyril Jäger konzentrierter auf und erspielte sich eine 10:6 Führung. Der verwertete dritte Satzball bedeutete zugleich eine 2:0 Satzführung und bestärkte die Joner in ihrem ungebändigten Siegeswillen. Der Verlauf des anschliessenden und letzten Satzes ist schnell erzählt, da die Diepoldsauer Mannschaft resigniert hatte und es so dem TSV Jona einfacher machte. Über einen beruhigenden 7:2 Vorsprung verwaltete man den restlichen Spielabschnitt und sicherte sich in den verdienten Sieg. Auf Grund dieser zwei wichtigen Siege belegt Jona nun hinter dem alleinigen Leader und Favoriten FB Schwellbrunn den 2. Tabellenrang.


Im Einsatz standen
Marco Baumann, Roger Beeler, Reto Castellucci, Romano Colombi, Cyril Jäger, Sebastian Kammer, Patrick Kuster, Martin Tremp, Fabian Zahner (verletzt)