IFA World Tour Finals am 27. April (ab 9:00) in Vaihingen/Enz

TSV Jona - TSV Pfungstadt

Im süddeutschen Vaihingen/Enz kämpfen die acht weltbesten Männer Teams im Faustball am Wochenende bei den IFA 2018 World Tour Finals um den globalen Meistertitel der Vereinsmannschaften.

herren1 tnGleich zum Beginn der noch äusserst jungen Feldsaison steht für die Männermannschaft des TSV Jona mit den IFA World Tour Finals 2018 der erste Saisonhöhepunkt auf dem Programm. Erstmalig in der Vereinsgeschichte qualifiziert sich der TSV Jona bei den Männern für den ehemals als Weltpokal bezeichneten Event. Da zudem auch die Frauen an dieser globalen Veranstaltung teilnehmen ist Jona einer von insgesamt nur zwei Vereinen weltweit, welche sowohl mit einem Team bei den Frauen als auch bei den Männern an den World Tour Finals teilnehmen. Aufgrund des personellen Umbruchs innerhalb der Mannschaft von Trainer Christian Schluep sowie zahlreichen Verletzungssorgen in den vergangenen Jahren, reisen die Joner Spieler jedoch in der Rolle des Aussenseiters nach Vaihingen/Enz. Dennoch ist man gewillt diese eventuell einmalige Gelegenheit zu nutzen um sich von der besten Seite zu zeigen und im Idealfall die etablierten Favoriten ein wenig zu ärgern bzw. zu überraschen. Die Mannschaft blickt mit Spannung auf die bevorstehenden Vergleiche mit den zahlreichen europäischen und brasilianischen Top-Teams.

 

Trotz klarer Aussenseiterrolle bestmöglich verkaufen

Mit dem Erreichen des 7. Schlussrang der „IFA World Tour Weltrangliste sponsored by Sportastic“ in der vergangenen Saison konnte sich die Mannschaft von Trainer Christian Schluep als insgesamt dritter eidgenössischer Landesvertreter für IFA World Tour Finals qualifizieren. Bei den Männern kämpfen zusätzlich noch der Südamerikameister Condor/FMD (Brasilien), der Nordamerikameister Swim and Sport Club (USA), der Europapokalsieger TSV Pfungstadt (Deutschland) sowie die über die Weltrangliste qualifizierten SG Novo Hamburgo (Brasilien), SVD Diepoldsau, STV Wigoltingen (beide Schweiz) und der Gastgeber TV Vaihingen um den ehemals Weltpokal genannten Titel. Innerhalb dieses hochdekorierten Teilnehmerfeldes ist das Joner Team in einer Aussenseiterrolle zu sehen, wobei es sich jedoch um ein im Prinzip sehr ausgeglichenes Feld an Mannschaften handelt. Die beiden Kontinentalmeister aus Südamerika und Europa sind im Vorfeld als die meist genannten Favoriten zu erwähnen, wobei gerade die brasilianischen Teams dahingehend im Vorteil sind, dass in Europa die Feldsaison gerade erst vor 2-3 Wochen lanciert worden ist. In Südamerika hingegen kommen alle Teams in bester sportlicher Verfassung aus der aktuellen Feldsaison zu den World Tour Finals.

Titelfavorit aus Deutschland als schwerstmöglicher Gegner in der Vorrunde

Im Januar fand in Linz die Auslosung der Vorrunden-Partien für die diesjährigen im Double-Elimination-Modus ausgetragenen IFA World Tour Finals statt und das Glück war nicht auf Seiten der Joner, denn man trifft gleich zum Auftakt auf den amtierenden Europapokalsieger (Feld & Halle) aus dem deutschen Pfungstadt. Die erfolgsverwöhnten Pfungstädter konnten in den vergangenen Jahren zahlreiche nationale, europäische und globale Vereinserfolge feiern und sind in Europa das non plus ultra des Männer-Faustballs. Zwar mussten die Hessen im 2017 teilweise bittere Niederlagen nach der Verletzung ihres überragenden Hauptangreifers an den deutschen Meisterschaften sowie dem Weltpokal in Brasilien hinnehmen, doch nach dem erfolgreichen Comeback von Patrick Thomas am vergangenen Wochenende wusste man bereits wieder zu überzeugen. Für Jona wird dies eine äusserst schwere Partie und obwohl man seinen Konkurrenten bereits von zahlreichen Partien kennt, befinden sich die Schweizer in der klaren Rolle des als Aussenseiter zu bezeichnenden Spielverderbers. Die Mannschaft von Trainer Christian Schluep hat folgerichtig nichts verlieren und möchte sich und den Verein bestmöglich auf internationaler Ebene repräsentieren. Bedingt durch den Modus der Double-Elimination kann jede Mannschaft trotz einer Niederlage ins Halbfinale einziehen und erst beim zweiten verlorenen Spiel scheidet man aus dem Turnier aus. Ausgehend vom Umstand, dass Pfungstadt ziemlich wahrscheinlich eine zu hohe Hürde für die Joner darstellen wird, trifft man gegen im Anschluss auf den Verlierer der Partie Novo Hamburgo gegen Diepoldsau. Vom Verlauf dieses Matches ist abhängig ob der Weltpokal für den TSV Jona nach zwei Partie endet oder noch weitergeht. Wie im nationalen Spielbetrieb wird bei den IFA World Tour Finals im Modus best-of-five gespielt und so benötigt jede Mannschaft drei Satzgewinne zum Sieg.

Zweitägiger Saison-Höhepunkt und Vaihinger Frühlingsturnier

Los gehts am Freitag um 9:00 Uhr mit der ersten Runde sowie den weiteren Partien über den Tag verteilt. Am Abend stehen dann schlussendlich die vier Halbfinalisten der Männer fest, welche am Samstag (ab 13:00 Uhr) um den Einzug ins Endspiel der IFA World Tour Finals (ab 17:30 Uhr) kämpfen. Das traditionelle Vaihinger Frühlingsturnier, an welchem der TSV Jona seit Jahren teilnimmt, ist in diese globalen Titelkämpfe eingebettet. Das Teilnehmerfeld umfasst insgesamt 16 internationale Spitzenteams, welche sich zum einen aus den Teilnehmern der IFA World Tour Finals und zum anderen aus deutschen und österreichischen Bundesligisten zusammensetzen.

 

Kader: Yves Baeriswyl (C), Romano Colombi, Cornelius Jäger, Sebastian Kammer, Max Krebser, Patrick Kuster, Yannick Landolt, Kevin Parkel, Christian Schluep (Trainer)