6. Runde (Olten)

TSV Jona - TV Olten 2:3 (9:11/9:11/13:11/13:11/8:11)
TSV Jona - Faustball Widnau 3:0 (12:10/11:9/11:9)

  

In der letzten NLA-Qualifikationsrunde vor der Sommerpause resultiert für die Joner Herren zwar ein Überraschungserfolg aber auch eine bittere Niederlage gegen Olten.

herren1 tnMit Blick auf die bevorstehende Pause im regulären Meisterschaftsbetrieb forderte Trainer Christian Schluep im Vorfeld der sechsten Qualifikationsrunde eine konzentrierte und vor allem kämpferische Leistung seiner Mannschaft, denn auf Seiten des TSV Jona war man sich bewusst, dass sich dieser Spieltag äussert kompliziert und unangenehm gestalten könnte. Bei angenehmen Temperaturen aber sehr böigen Windverhältnissen traf man in Olten zunächst auf die Gastgeber und direkt im Anschluss auf das Team aus Widnau. Unglücklicherweise nahmen sich die Spieler des TSV Jona die mahnenden Worte ihres Trainers zur zaghaft zu Herzen, denn gegen NLA-Aufsteiger Olten agierte man viel zu unkonzentriert und fehlerhaft in allen Mannschaftsteilen, wobei man in dieser Situation eine zusätzliche Angriffsalternative auf Grund der schwerwiegenden Verletzung von Fabio Kunz schmerzlich vermissen liess. Nach diesem Rückschlag besann sich das Team um Angreifer Romano Colombi jedoch auf seine kämpferischen Tugenden und konnte dadurch etwas überraschend das favorisierte Widnau in drei Sätzen verdient bezwingen. Nach dieser erneuten Punkteteilung belegt der TSV Jona auch weiterhin den fünften Tabellenrang, verpasste es aber nach Punkten zu Widnau auf den vierten Rang, welcher zur Teilnahme am Final Four berechtigt, aufzuschliessen. Im Gegenzug muss man etwas unerwartet doch noch den Blick auf die hinter Jona platzierten Mannschaften werfen, denn einige unerwartete Ergebnisse vom vergangenen Wochenende führen dazu, dass man den definitiven Klassenerhalt noch nicht in trockenen Tüchern hat. Theoretisch könnte der TSV Jona bei einem äusserst ungünstigen Verlauf der beiden noch ausstehenden Runden nach der Sommerpause auf den Barrageplatz abrutschen.

 

Mangelnde Konzentration und Cleverness führen zu unnötiger Niederlage

Zum Auftakt der NLA-Runde traf Jona auf das Heimteam des TV Olten, welches man im Hinspiel in einer umkämpften Partie knapp mit 3:1-Sätzen bezwingen konnte. Vor allem Oltens Hauptangreifer Thomas Gysin stellte die Joner damals vor zahlreiche Herausforderungen und auch im Rückspiel gelang es dem TSV Jona nicht dessen variantenreiches Angriffsspiel zu bändigen. In den ersten beiden Spielabschnitten, welche beide mit 9:11 verloren gingen, offenbarte Jona neben einer zu hohen Fehlerquote im Service zu viele Stockfehler in der Defensive. Obwohl auch der dritte und vierte Satz aus spielerischer Sicht nicht wirklich besser verlief, erkämpften sich die St. Galler nach der Abwehr von Matchbällen mit zwei 13:11-Satzerfolgen den unverhofften 2:2-Satzausgleich. Wenngleich das Momentum nun auf Seiten der Joner zu liegen schien verpasste man es beim Stand von 5:2 endgültig davonzuziehen, wodurch man nur mit einer knappen 6:5-Führung die Seiten wechselte. Sinnbildlich gelang Jona nur noch zwei weitere Punktgewinne wohingegen die Solothurner letztendlich die Big Points realisieren konnten und somit die Partie zugunsten Oltens sicherten.

 

Mannschaft zeigt notwendige Trotzreaktion gegen Widnau

Sichtlich frustriert über due vorgängig erlittene Niederlage starteten die Joner in ihre zweite Tagespartie gegen Faustball Widnau. Die Rheintaler stehen in der Tabelle momentan einen Platz vor dem TSV Jona und konnten das Hinspiel deutlich in drei Sätzen für sich entscheiden. Dementsprechend wichtig wäre eine Joner Erfolg zu werten, denn zum Einen hätte man dadurch den unerwarteten Punktverlust gegen Olten ausgeglichen und zum Anderen könnte man so auf Schlagdistanz zu Widnau bleiben. Anfänglich bekundete Widnau einige Mühe mit den vorherrschenden Bedingungen, wodurch man in Führung gehen konnte. Leider führten drei Servicefehler dazu, dass man bei 8:8 zunächst den Ausgleich hinnehmen musste aber dieses Mal gelang es dem TSV Jona den Satzgewinn in der entscheidenden Phase doch noch zu realisieren. Bestärkt durch die 1:0-Satzführung kämpften die Joner Faustballer um jeden Ball und für die Zuschauer entwickelte sich eine unterhaltsame Partie mit zahlreichen längeren Ballwechseln, da beide Offensivreihen Mühe bekundeten die jeweils gegnerische Defensive zu knacken. Folgerichtig blieben auch die Abschnitte zwei und drei jeweils bis zum Satzende sehr ausgeglichen, hart umkämpft und jederzeit spannend. An diesem Tag hatten jedoch die St. Galler vom Oberen Zürichsee das bessere Ende für sich, denn des TSV Jona konnte in beiden Sätzen immer in Führung gehen und diese zwei bis drei Punkte Vorsprung bis zum Schluss verteidigen. Verdient sicherte sich Jona mit den beiden 11:9-Satzgewinnen den umjubelten 3:0-Erfolg gegen den Konkurrenten aus Widnau.

 

Im Einsatz: Yves Baeriswyl (C), Romano Colombi, Cornelius Jäger, Sebastian Kammer, Fabio Kunz (verletzt), Patrick Kuster, Yannick Landolt, Martin Tremp, Christian Schluep (Trainer)