5. Runde (Walzenhausen)

TSV Jona - STV Walzenhausen 0:3 (10:12/9:11/8:11)
TSV Jona - STV Oberentfelden 3:2 (12:10/9:11/11:4/4:11/11:8)

  

Am Samstag starteten die NLA-Faustballer des TSV Jona in Walzenhausen mit jeweils einem Sieg und einer Niederlage in die Rückrunde der diesjährigen Qualifikation.

herren1 tnBereits am frühen Samstagmorgen musste die Mannschaft von Trainer Christian Schluep einen Rückschlag hinnehmen, denn Angreifer Fabio Kunz verletzte sich bei einem Arbeitsunfall am Knie dermassen schwer, dass er nicht nur für den Rest der aktuellen Feldsaison sondern höchstwahrscheinlich auch im kommenden Winter ausfallen wird. Zusätzlich musste der TSV Jona zum Rückrundenstart auch auf den im Ausland weilenden Cornelius Jäger verzichten, weshalb man mit einem reduzierten Kader von sechs Spielern ins appenzellische Walzenhausen reiste. Anders als zum Saisonauftakt fanden die Teams dieses Mal hochsommerliche Temperaturen sowie ein trockenes Terrain vor, wobei die böigen Windverhältnisse als einziges nicht im totalen Kontrast zur verregneten ersten Runde standen. Leider gelang es den Jonern nach dem knapp 4-wöchigem Meisterschaftsunterbruch die angestrebten zwei Erfolge zu realisieren, denn sowohl gegen Gastgeber Walzenhausen als auch das abstiegsgefährdete Oberentfelden erwies sich die eigene Leistung als viel zu schwankungsanfällig, sodass letztendlich nur ein etwas glücklicher 3:2-Erfolg gegen die Aargauer heraussprang. Damit bleiben die Joner ihrem bisherigen Saisonverlauf treu und verharren mit 10:10 Punkten im Tabellenmittelfeld.

 

Leistungseinbrüche gegen Satzende führen zu Niederlage

Zunächst traf der TSV Jona auf das Appenzeller Heimteam, den STV Walzenhausen, welcher auch in dieser Saison die Teilnahme am Final Four anstrebt. Das Hinspiel vermochte Walzenhausen dank einer überragenden Angriffsleistung ihres Hauptangreifers Cyrill Schreiber bereits in vier Sätzen für sich entscheiden und dementsprechend motiviert gingen die Gastgeber in die Partie. Jona fand jedoch sehr gut in die Partie und vermochte zu Beginn des ersten Satz das Spielgeschehen zu dominieren. Folgerichtig gingen die Gäste verdient mit 7:3 in Führung ehe es zu einem Bruch im Joner Spiel kam. Etwas verunsichert kamen die St. Galler von ihrem druckvollen Spiel ab und produzierten vermehrt Eigenfehler welche Walzenhausen seinerseits nach der Abwehr eines Satzballs zum 10:10-Ausgleich ummünzen konnte. Leider gingen auch die nächsten beiden Punktgewinne an das Heimteam und Jona musste einen schon sichergeglaubten Satz verloren geben. Ein ähnliches Bild zeichnete sich auch in den Spielabschnitten zwei und drei, denn der TSV Jona lag jeweils über weite Strecken des Satzes in Front, doch gelang es in beiden Fällen nicht beim Stand 8:6 bzw. 8:7 die wichtigen Punktgewinne zu realisieren. Walzenhausen konnte dies im Gegenzug und drehte auch diese beiden Teilabschnitte jeweils gegen Satzende zu seinem Gunsten. Hierbei war mitentscheidend, dass erstmals in dieser Saison das Joner Service nicht so effizient und zudem etwas fehleranfälliger funktionierte als in der Hinrunde.

 

Zittersieg nach hartem Abnützungskampf

Direkt im Anschluss trafen die beiden Gästeteams aus Jona und dem STV Oberentfelden auf der Franzenweid aufeinander. Die Aargauer befinden sich nach der Hinrunde und nur einem Erfolg in akuter Abstiegsgefahr, weshalb die Spieler des TSV Jona bereits im Vorfeld eine heiss umkämpfte Partie zu erwarten hatten. Noch etwas enttäuscht auf Grund der vorherigen Partie agierte Jona zu Beginn äusserst unkonzentriert und fehleranfällig, wodurch man trotz 3:0-Führung mit 3:5 ins Hintertreffen geriet. Oberentfelden erwies sich als der erwartet hartnäckige Gegner und steckte zu keinen Zeitpunkt auf. Beim Stand von 8:7 gelang es Oberentfelden mit drei Punktgewinnen in Folge zu kontern und dadurch den ersten Satzball zu realisieren. Glücklicherweise nahm der Oberentfeldner Trainer bei 8:10 gegen Jona ein Timeout, welches den Joner Spielern noch einmal die Chance zum Fokussieren gab. Dies erwies sich als als Glücksfall für den TSV Jona, denn die nächsten drei Punkte gingen allesamt an Jona. Mit der 1:0-Satzführung im Rücken hätten man glauben können das Joner Spiel beruhige sich einigermassen aber leider erwies sich dies als Trugschluss. Erneut verpassten es die St. Galler beim 9:8 den Sack zuzumachen und dieses Mal musste Jona den unnötigen Satzverlust hinnehmen. In den beiden darauffolgenden Spielabschnitten verpassten beide Mannschaften jeweils den Anfang und gerieten schnell in Rückstand, weshalb es nicht verwunderlich war, dass sowohl Jona als auch Oberentfelden je einen Satz mit 11:4 gewinnen konnten. Im alles entscheidenden fünften Teilabschnitt gelang den Jonern der bessere Start und man konnte früh mit 5:2 in Front gehen. Obwohl es beim Seitenwechsel nur 6:5 stand, gab der TSV Jona das Zepter nun nicht mehr aus der Hand. Ein mannschaftlicher Kraftakt gegen Satzende führte dazu, dass man dieses Mal in den Schlüsselphasen die richtigen Entscheidungen traf und durch das 11:8 den wichtigen, wenn auch knappen, 3:2-Erfolg in trockenen Tücher bringen konnte.

 

Im Einsatz: Yves Baeriswyl (C), Romano Colombi, Cornelius Jäger (Auslandsaufenthalt), Sebastian Kammer, Fabio Kunz (verletzt), Patrick Kuster, Yannick Landolt, Martin Tremp, Christian Schluep (Trainer)