Nach dem letztjährigen Klassenerhalt in letzter Sekunde beginnt Anfang Mai für das Herren-Fanionteam des TSV Jona die neue Feldsaison in der Nationalliga A.

herren1 tnDie äusserst knapp verlaufene letztjährige Feldsaison mit dem Ligaerhalt in der letzten Partie sowie der Abstieg in die NLB Hallensaison im Februar hatten direkte Auswirkung auf die diesjährige Vorbereitung. Mit der gewonnen Erkenntnis,. dass man als Mannschaft noch mehr investieren muss um in der immer ausgeglicheneren Meisterschaft bestehen zu können, genehmigte Trainer Christian Schluep der Mannschaft keine Pause und initialisierte direkt nach dem Ende der Hallensaison eine lange Vorbereitungsphase in den Bereichen Kondition und Kraft. Man erhofft sich dadurch besser für die lange und intensive Feldsaison gerüstet zu sein, um einen so nervenaufreibenden Saisonverlauf wie im letzten Jahr idealerweise frühestmöglich zu vermeiden. Anders als zuletzt möchte man dieses Mal besser sowie vor allem konstanter in die Qualifikation starten. Im Verein ist man sich des vorhandenen spielerischen Potenzials durchaus bewusst, doch das grosse Manko des Teams bleibt die eigene Konstanz, welche in grossem Masse vom Selbstbewusstsein und der eigenen Überzeugung der Mannschaft abhängt. In diesem Jahr steht der TSV Jona nur national im Einsatz und nimmt neben dem regulären Meisterschaftsbetrieb auch traditionell am Schweizer Cup teil.

 

Colombi erstmals seit langem wieder im Joner Kader

Wie in den vergangenen Saisons basiert der Kader der von Trainer Christian Schluep gecoachten Mannschaft auf einer relativ stabilen Personaldecke von insgesamt sieben Spielern. Erstmalig seit langem sind zu Saisonbeginn alle Spieler verletzungsfrei, wobei man auf Seiten des TSV Jona hofft diese Saison von schweren Verletzungen verschont zu bleiben, denn der Verein musste die letzten drei Saisons bei den Männern zahlreiche Ausfälle von Schlüsselspielern versuchen zu kompensieren. Anders als in den Vorjahren wird es aller Voraussicht keine Möglichkeit geben, dass Spieler aus der eigenen NLB-Reserve bei Bedarf den Kader verstärken, da die Reservemannschaft auch diese Saison mit einer sehr dünnen Personaldecke zu kämpfen hat. Ein Lichtblick ist die Rückkehr von Nationalangreifer Romano Colombi, der nach seiner langwierigen Knieverletzung endlich wieder aktiv ins Spielgeschehen eingreifen kann. Neben Colombi bilden Fabio Kunz sowie Youngster Yannick Landolt das drei Angreifer umfassende Offensivtrio der Joner. Im Defensivbereich vertraut der TSV Jona auf die bewährten und erfahrenen Stammkräfte um Captain Yves Baeriswyl, Patrick Kuster, Martin Tremp, Cornelius Jäger und Sebastian Kammer. Wie bereits vor Jahresfrist angedeutet sind die Mannschaften im Mittelfeld der Nationalliga A weiter zusammengerückt und die Leistungsdichte gestaltet sich dementsprechend auch immer ausgeglichener. Auf Grund der Tatsache, dass es bei einigen Konkurrenten zu personellen Umbrüchen gekommen ist, wird es gerade abseits der beiden Spitzenpositionen immer schwieriger genaue Prognosen für den nationalen Meisterschaftsverlauf abzugeben. Die diesjährigen Vorbereitungsturniere endeten aus Joner Sicht prinzipiell mit guten Ergebnissen, da man sich im Rahmen der neuen IFA World Tour gegen starke internationale Konkurrenz im vorderen Mittelfeld behaupten konnte. Nun hofft man auf den gezeigten positiven Leistungen aufbauen zu können, wobei jedoch der exakte aktuelle Formstand der NLA-Konkurrenz zum jetzigen Zeitpunkt teilweise noch eine grosse Unbekannte darstellt. Es wird sich weisen, ob die Mannschaft durch seinen Coaching-Staff zum Saisonbeginn hin optimal auf die kommenden Herausforderungen vorbereitet worden ist, denn vom Potenzial her sollte man um die Qualifikation zum Final Four mitspielen können.

 

Wigoltingen erstmals in der Rolle des Gejagten

Neben dem im Vorfeld als haushohen Favoriten bezeichneten letztjährigen Tripple-Gewinner STV Wigoltingen (Meister, Schweizer Cup & EFA Europacup) gilt auch als Hallenmeister Diepoldsau als einer der Favoriten auf den Finaleinzug. Hinter diesen beiden Spitzenteams, welche momentan auch das Gerüst der Nationalmannschaft stellen, sammelt sich ein dicht gedrängtes Mittelfeld um Widnau, Elgg-Ettenhausen, Walzenhausen und eventuell auch Vordemwald. In diesem Bereich ist höchstwahrscheinlich auch der TSV Jona einzugliedern, wobei auch Oberentfelden nicht unterschätzt werden darf. Die Aargauer haben in dieser Saison zwar mit dem Abgang von drei Stammspielern und einem damit einhergehenden Umbruch zu kämpfen, doch man sollte dieses Team niemals abschreiben. Einzig Aufsteiger Olten scheint von Beginn an um den Klassenerhalt kämpfen zu müssen und gilt als der am häufigsten genannte Abstiegskandidat. Der TSV Jona möchte zunächst einmal das primäre Saisonziel, den Klassenerhalt sichern, um anschliessend bei positivem Saisonverlauf auf das sekundäre Ziel, das Erreichen des Final Fours auf heimischer Anlage, anzustreben. Je nach Saisonverlauf wird sich weisen welches der beiden gesteckten Ziele realistischer ist.

 

Kader 2017

Yves Baeriswyl (C), Romano Colombi, Cornelius Jäger, Sebastian Kammer, Fabio Kunz, Yannick Landolt, Martin Tremp, Christian Schluep (Trainer)