Ende November beginnt für das Herren-Fanionteam des TSV Jona traditionell die knapp dreimonatige Hallensaison in der Nationalliga A.

Die für den TSV Jona mit dem "Last Minute" Ligaerhalt schlussendlich doch noch versöhnlich verlaufene Feldsaison, bei welcher man nach einem sehr durchwachsenen  Saisonverlauf am letzten Spieltag doch noch den so wichtigen Verbleib in der NLA realisieren konnte, beeinflusste mit ihren Nachwehen auch die Vorbereitungen auf die bevorstehende Spielzeit in der Halle. Diese Saison bringt für etablierten NLA-Mannschaften einige gewichtige Veränderungen in Hinblick auf den Spielmodus. Während die Zusammensetzung der Teams mit Meister Oberentfelden, Wigoltingen, Elgg-Ettenhausen, Diepoldsau, Widnau sowie Jona seit Jahren stabil bleibt, ist die Hallensaison seitens Swiss Faustball aufgewertet worden. Ab diesem Winter wird die Qualifikation mit einem geänderten Modus durchgeführt, welcher dazu führt, dass alle Mannschaften neuerdings ein Hin- und Rückspiel gegen die Konkurrenz austragen. Auf Grund der Tatsache, dass man die Anzahl der effektiven Betroffenen Wochenenden nicht verdoppeln wollte, gibt es nun jeweils zwei Partien auf drei Gewinnsätze pro Spieltag. Zusätzlich gibt es jetzt auch Doppelspieltage am Samstag und Sonntag, wodurch in der Regel vier Partien pro Wochenende auf der Agende stehen. Zusätzlich hat jede NLA-Mannschaft ab sofort nur noch eine Heimrunde, bei der jedoch die ganze Liga anwesend sein wird und jeweils insgesamt fünf Partien auf der Agende traktiert sind.

Zahlreiche Medaillenanwärter neben Hauptfavorit Diepoldsau

Auch in der Hallensaison müssen die Joner auf die Dienste von Hauptangreifer Romano Colombi verzichten, denn dieser kuriert immer noch seine schwere Knie-Verletzung vom letzten Winter aus und hofft mit Blick auf die nächste Feldsaison so langsam wieder ins Mannschaftstraining einsteigen zu können. Zusätzlich gab der langjährige Hauptangreifer Cyril Jäger nach 13 Jahren NLA-Zugehörigkeit aus beruflichen und schulischen Gründen seinen Rücktritt aus dem Leistungssport bekannt. Somit stehen in dieser Spielzeit zwei offensive Stammkräfte der letzten fünf Jahre nicht zur Verfügung. Um den beiden verbliebenen Angreifern Fabio Kunz sowie Youngster Yanick Landolt eine nicht zu grosse Last aufzubürden, nach die Vereinsführung die Gelegenheit wahr und verständigte sich mit Italiens Hauptangreifer Armin Runer auf ein Engagement für den Winter. Der Bozner absolviert gerade ein Arztpraktikum in Zürich und hatte beim TSV Jona bezüglich einer Spielmöglichkeit angefragt. Gerade mit Hinblick auf die momentan im Verein vorherrschende Verletzungsmisere im Offensivbereich - drei Nationalliga-Angreifer fallen mittel- bis längerfristig verletzungsbedingt aus - erhofft man sich von der internationalen Erfahrung des Südtirolers profitieren zu können. Im Defensivbereich vertraut der TSV Jona wie schon in der abgelaufenen Feldsaison weiterhin auf die bewährten Stammkräfte Martin Tremp, Cornelius Jäger, Captain Yves Baeriswyl, Patrick Kuster und Sebastian Kammer. Auf Grund der personellen Veränderungen bleibt abzuwarten wie schnell sich das Team in dieser neuen Konstellation finden wird, um gegen die direkte Konkurrenz in der Liga bestehen zu können. Die Teams in der Nationalliga A sind auch dieses Jahr vom Leistungsniveau sehr eng beieinander, weshalb man sich zunächst den Klassenerhalt als Zielsetzung gesetzt hat, wobei theoretisch das Potenzial für höhere Aufgaben innerhalb der Mannschaft vorhanden ist. Die diesjährigen Hallen-Vorbereitungsturniere in Waldkirch und Rotkreuz endeten aus Joner Sicht auf Grund des relativ späten Trainingsbeginns in der H alle sowie einiger Absenzen durchwachsen, wobei sich zeigen wird wo man zur Zeit im Hinblick auf den aktuellen Formstand im Vergleich mit der NLA-Konkurrenz steht.

Wigoltingen und Diepoldsau wohl in der Favoritenrolle

In diesem Jahr ist es zu Saisonbeginn äusserst schwierig einen klaren Favoriten auf den Titelgewinn auszumachen, wobei der SVD Diepoldsau in der Vorbereitung den mit Abstand besten Eindruck machte. Allerdings sind auch die Rheintaler wie viele anderen Mannschaften von personellen Änderungen betroffen, weshalb es schwierig ist ein genaue Prognose zu treffen. Das dominierende Team der Feldsaison, der STV Wigoltingen, wird sicherlich nach dem erstmaligen Medaillengewinn im letzten Jahr wieder eine Medaille anstreben. Die Titelverteidiger des STV Oberentfelden sind in der Schweiz allgemein als Hallenspezialisten bekannt und die Aargauer wollen auch in diesem Jahr bei der Vergabe um die Podestplätze ein gewichtiges Wort mitreden. Aber auch das traditionell starke Team aus Widnau zeigt sich trotz Trainerwechsel und Kaderverjüngung gewohnt ambitioniert. Auf den Durchbruch hofft in diesem Jahr die Spielgemeinschaft der FG Elgg-Ettenhausen, welche vom Potenzial her jedem Ligakonkurrenten gefährlich werden kann aber in der letzten Saison nur knapp den Abstieg verhindern konnte. In dieser äusserst ausgeglichenen Liga muss der TSV Jona seine Position finden und gilt im Vorfeld der Saison ein wenig als die Wundertüte innerhalb der NLA, da vom Abstieg bis zur Qualifikation zum Final-Event im Februar alles realistisch erscheint.

Kader

Yves Baeriswyl (C), Romano Colombi (verletzt), Cyril Jäger (Rücktritt), Cornelius Jäger, Sebastian Kammer, Fabio Kunz, Patrick Kuster, Yanick Landolt, Armin Runer (neu, SSV Bozen), Martin Tremp, Christian Schluep (Trainer)