TSV Jona - Faustball Widna
TSV Jona - FG Rickenbach-Wilen

Nach der bisher äusserst enttäuschend verlaufenen NLA-Saison sind die Faustballer des TSV Jona an der Heimrunde im Joner Grünfeld zum Siegen verdammt.

Vor knapp zwei Monaten bestritt das Joner Herren-Fanionteam seinen letzten Ernstkampf innerhalb der Nationalliga A und auf Grund der bisher sehr mageren Punkteausbeute von zwei Siegen befindet man sich mitten im Abstiegskampf.  In den verbleibenden sechs Saisonpartien – die fünfte Qualifikationsrunde musste witterungsbedingt verschoben werden – trifft das Team von Trainer Christian Schluep auf drei ebenfalls abstiegsbedrohte Konkurrenten sowie drei Medaillenkandidaten. Vor allem in den drei Partien gegen die Teams aus der unteren Tabellenhälfte muss der TSV Jona unbedingt punkten, um dem Abstieg aus der NLA zu entgehen, welcher einen wahrhaftigen Ketteneffekt auslösen würde, da sowohl die zweite als auch die dritten Herrenmannschaften in Folge zwangsabsteigen müssten. Mit Hinblick auf diese prekäre Ausgangslage muss man unbedingt die zweite Tagespartie gegen das mit nur zwei Punkten vor Jona klassifizierte Rickenbach-Wilen gewinnen. Beide Teams nutzten die Sommerpause mit den internationalen Turnieren in Jona und Widnau intensiv um sich auf diesen Showdown vorzubereiten und es bleibt abzuwarten, ob der TSV Jona die bisher vorherrschenden Unsicherheiten in sämtlichen Mannschaftsteilen ablegen kann. Zum Spieltagsauftakt treffen die Gastgeber zunächst auf Widnau.

Widnaus personellen Absenzen als Chance nutzen

Zunächst kommt es zum Aufeinandertreffen von Jona und Faustball Widnau, wobei der amtierende Titelverteidiger und Weltpokalsieger auch nach dem Abgang von Ex-Nationalangreifer Cyrill Schreiber um den Einzug ins Halbfinale kämpft. Im Hinspiel setzten sich die Rheintaler nach anfänglichen Satzrückstand in vier Sätzen gegen Jona durch. Allerdings muss Widnau bis Saisonende verletzungsbedingt auf Angreifer Jan Meier  sowie den Brasilianer Alfredo Becker, welcher bereits wieder in seine Heimat zurückgekehrt ist, verzichten. Dementsprechend obliegt die alleinige Verantwortung in der Offensive auf den Schultern von Routinier und Spielertrainer Juliano Fontoura. Eben dieser war es, welcher zum Saisonauftakt die Joner vor zahlreiche Probleme stellte und so den Sieg für Widnau sichern konnte. In diesem Match wird alles davon abhängen, ob Jona dieses Mal den gegnerischen Hauptangreifer in den Griff bekommt.

Partie gegen Rickenbach-Wilen unter dem Motto „Siegen oder Fliegen“

Einen wahrhaftigen Abstiegs-Showdown mit eventuell vorentscheidendem Charakter hat die dritte Tagespartie, wenn das Heimteam des TSV Jona auf die FG Rickenbach-Wilen trifft. Die Thurgauer mussten sich im Hinspiel zwar mit 0:3 den Jonern geschlagen geben, zeigten aber währen den letzten Wochen einen klar erkennbaren Leistungsanstieg. Gerade mit Hinblick auf die aktuelle Ausgangssituation ist für beide Mannschaften eine Sieg Pflicht und es ist dementsprechend ein spannender, nervenaufreibender Abstiegskampf zu erwarten. Für die Jona gilt es diesen Match irgendwie zu gewinnen, denn dann würde man wahrscheinlich nach Punkten gleichziehen und hätte zudem das so wichtige Direktduell für sich entschieden. Auf Grund der Tatsache, dass in der unteren Tabellenhälfte zahlreiche Mannschaften eng beieinander liegen, zählte jeder Punktgewinn gegen direkte Konkurrenten doppelt und kann gravierende Auswirkungen auf die Tabellenposition haben. Die gewonnen Erkenntnisse aus den vergangenen Wochen sowie den bisherigen Partien haben dazu geführt, dass man auf Seiten des TSV Jona in der Vorbereitung sowie dem Training nahezu nichts unversucht liess, um die mentale Blockade innerhalb der Mannschaft zu lösen. Es bleibt abzuwarten, ob die St. Galler mit dem vorherrschenden Druck umzugehen vermögen, denn nur so kann es dem Team gelingen die bisher so katastrophale Saison zumindest noch einigermassen zu retten indem man den direkten Abstieg irgendwie vermeidet.

Kader

Yves Baeriswyl (C) (verletzt), Romano Colombi (verletzt), Cyril Jäger, Cornelius Jäger, Sebastian Kammer, Fabio Kunz, Patrick Kuster, Yanick Landolt, Martin Tremp