Anfangs Mai beginnt traditionell nach einer knapp dreimonatigen Spielbetriebspause für das Herren-Fanionteam des TSV Jona die neue NLA-Feldsaison.

Die aus Joner Sicht äusserst unglücklich verlaufene Hallensaison, bei welcher man die Teilnahme am Final-Event verpasste und zudem eine schwere Knieverletzung von Haupangreifer Romano Colombi hinnehmen musste, beeinflusste folgerichtig die Vorbereitungen der aktuellen Saison. Die während der Saison immer wieder aufkommenden Phasen an Unkonzentriertheiten sowie der unbefriedigende Verlauf der letztjährigen Feldsaison bestätigten Trainer Christian Schluep in der Ansicht, dass man auch weiterhin viel investieren müsse um in einer intensiven Vorbereitungsphase die notwendigen Grundlagen für die lange Saison zu schaffen. In den vergangenen beiden Feldsaisons startete man jeweils sehr gut in die Qualifikation, jedoch offenbarte man jedes Mal gegen Saisonende in der entscheidenden Phase beim Kampf um die Medaillen einen nahezu unerklärlichen Leistungseinbruch, welcher eine entsprechende Platzierung auf dem Podium verhinderte. Unglücklicherweise war der vierte Schlussrang nicht ausreichend für die Qualifikation zum EFA-Pokal, wodurch der TSV Jona in diesem Jahr nur in der nationalen Meisterschaft sowie dem Schweizer Cup im Einsatz sein wird.

Joner Herren erstmalig mit stark verändertem Kader

Anders als in den vergangenen drei Jahren treten die Joner NLA-Faustballer in dieser Saison erstmalig mit einem achtköpfigen Kader an um zukünftig besser auf Verletzungen sowie Leistungsschwankungen reagieren zu können. Wahrscheinlich muss man die gesamte Feldsaison auf die Dienste von Romano Colombi verzichten, welcher nach seiner Knie-Operation wohl erst wieder im Winter in den Spielbetrieb eingreifen kann. Dennoch kann man diese Meisterschaftssaison erstmalig mit drei nominellen Angreifern agieren, da neben Cyril Jäger sowie Fabio Kunz (aus der eigenen NLB-Reserve) neu auch der U18-Nationalspieler Yannick Landolt (ehemals TV Rüti) für den TSV Jona auflaufen wird. Im Defensivbereich vertraut der TSV Jona auf die bewährten Stammkräfte Martin Tremp, Cornelius Jäger, Captain Yves Baeriswyl, Sebastian Kammer sowie neu auch Patrick Kuster, welcher ebenfalls aus der zweiten Herrenmannschaft ins Fanionteam beordert wurde. Auf Grund der zahlreichen personellen Veränderungen bleibt abzuwarten wie schnell sich das Team in dieser neuen Konstellation finden wird, um gegen die direkte Konkurrenz in der Liga bestehen zu können. Die Teams in der Nationalliga A sind dieses Jahr noch weiter zusammengerückt und die Tatsache, dass nahezu alle Mannschaften berechtigte Hoffnungen auf die Teilnahme am Final-Event haben, macht eine genaue Prognose für den nationalen Meisterschaftsverlauf äusserst schwierig. Die diesjährigen Vorbereitungsturniere in Deutschland endeten aus Joner Sicht auf Grund des relativ späten Trainingsbeginns auf Rasen sowie einiger Absenzen durchwachsen, wobei jedoch ein klar positiver Trend erkennbar gewesen ist. Der aktuelle Formstand der NLA-Konkurrenz stellt momentan eine grosse Unbekannte dar, jedoch erwiesen sich die eigenen Leistungsschwankungen in der Vergangenheit oft als grösste Hürde.

Wigoltingen und Diepoldsau wohl in der Favoritenrolle

Neben Feld-Vizemeister Wigoltingen, welches im Winter ebenfalls die Silbermedaille erringen konnte, gelten auch in diesem Jahr die spielstarken Rheintaler des SVD Diepoldsau als gewichtiger Titelkandidat. Dahinter sind neben Hallenmeister STV Oberentfelden, dem stark ambitionierten Team Elgg-Ettenhausen sowie Titelverteidiger und Weltpokalsieger Faustball Widnau anzusiedeln. Zum Kreis der erweiterten Medaillenanwärter ist bei optimalem Verlauf auch der TSV Jona zu zählen. Hinter den etablierten Teams sind die Mannschaften aus Rickenbach-Wilen, Vordemwald sowie Aufsteiger Walzenhausen zu erwarten, wobei das Leistungspotential dieser Teams auf Grund von gewichtigen Personalrochaden im Angriff schwierig einzuschätzen ist. Gerade Walzenhausen wird mit Cyrill Schreiber im Angriff eine unangenehme Prüfung für alle Teams werden. Der TSV Jona möchte nach je nach Saisonverlauf auch in diesem Jahr einen Platz unter den ersten Fünf anstreben und sich somit für das Final Event qualifizieren.

Kader

Yves Baeriswyl (C), Romano Colombi (verletzt), Cyril Jäger, Cornelius Jäger, Sebastian Kammer, Fabio Kunz (NLB), Patrick Kuster (NLB), Yanick Landolt (TV Rüti), Martin Tremp