Vorrunde (04. Juli 2015):
11:15 Uhr vs. Ahlhorner SV (GER)
13:45 Uhr vs. FSC Wels (AUT)
16:15 Uhr vs. Sportunion Raiffeisen Dialog Telekom Arnreit (AUT)


Im deutschen Dennach kämpfen die Faustballerinnen des TSV Jona am kommenden Wochenende beim Frauen-Europapokal um die Medaillen.

Dank des letztjährigen Gewinns des Meistertitels in der Schweizer Meisterschaft gelang der 1. Damenmannschaft des TSV Jona die Qualifikation für ihren dritten Feld-Europapokal der Frauen in Serie. Die aktuelle Mannschaft spielt in dieser Konstellation seit mehreren Jahren zusammen und rekrutiert sich ausschliesslich aus Spielerinnen aus der eigenen Nachwuchsabteilung. Die junge Mannschaft von Trainer Martin Stoob schaffte in den beiden vergangenen Jahren den endgültigen Durchbruch auf nationaler Ebene und konnte 2013 sowohl in der Hallensaison als auch auf dem Feld erstmalig den Schweizer Meistertitel erringen. Im Jahr 2014 gelang nach der Hallen-Silbermedaille auf dem Feld die erstmalige Titelverteidigung. In der abgelaufenen Hallensaison musste das Team verletzungsbedingt sowie auf Grund von Auslandsaufenthalten auf mehrere Teamstützen und blieb somit erstmals seit langem ohne Medaille. Obwohl man sich in dieser Feldsaison erneut vorgängig auf die erfolgreiche Titelverteidigung konzentrieren möchte, stellt der Europapokal in Dennach ein wichtiges Saisonhighlight dar.

Die besten europäischen Frauenteams kämpfen um den Titel
Beim Damen-Europapokal, bei welchem turnusgemäss die Meister sowie Zweitplatzierten aus den einzelnen Landesmeisterschaften teilnehmen, findet in Dennach (Deutschland) statt. Als nationaler Titelträger qualifizierte sich die Mannschaft neben dem STV Oberentfelden-Amsteg (Schweizer Vizemeister) für den diesjährigen Europapokal. Zusätzlich zu diesen zwei Schweizer Teams nehmen noch Titelverteidiger Sportunion Raiffeisen Dialog Telekom Arnreit (AUT), der neue österreichische Meister FBC ASKÖ Linz Urfahr (AUT), der FSC Wels 08 (AUT), der letztjährige Deutsche Meister TSV Dennach (GER), der TV Jahn Schneverdingen (GER) sowie der Ahlhorner SV (GER) teil. In diesem herausragenden Teilnehmerfeld agieren die Jonerinnen nach zuletzt zwei vierten Rängen nicht mehr in der Aussenseiterrolle, obwohl vor allem die deutschen und österreichischen Damenmannschaften als äusserst spielstark einzuschätzen sind und den Europapokal seit Jahrzehnten dominieren. Dennoch möchten die Jonerinnen bei ihrem vierten europäischen Wettbewerb mithalten und erneut für die eine oder andere Überraschung sorgen, zumal man bei den jährlichen Vorbereitungsturnieren gegen einen Teil der Konkurrenz bereits erfolgreich bestehen konnte.

Vorrundengruppe mit einigem Überraschungspotential
Die Auslosung durch die IFA ergab, dass der TSV Jona in einer ausgeglichenen und spielstarken Gruppe mit Ahlhorn, Wels und Arnreit um die Qualifikation für die beiden Halbfinals am Sonntag kämpfen wird. Somit stehen am Samstag drei Partien auf jeweils drei Gewinnsätze auf dem Programm, nach denen der Schweizer Meister mindestens auf dem 2. Gruppenrang platziert sein muss, um weiterhin um die Medaillen kämpfen zu können. Den Auftakt macht die Partie gegen die Deutschen des Ahlhorner SV, welche über einige ehemalige Nationalspielerinnen verfügen und international als erfahren gelten. Ist man gewillt die Vorrunde zu überstehen, dann sollte man diesen Match gewinnen, denn auf dem Papier ist dieser Konkurrent leicht zu favorisieren, jedoch die die Niedersachsinnen in dieser Saison vom Verletzungspech geplagt und müssen auf wichtige Teamstützen im Angriff verzichten. In dem darauffolgenden Gruppenspiel treffen die St. Gallerinnen auf den FSC Wels, welcher am letzten Wochenende den Vizemeistertitel an den Österreichischen Staatsmeisterschaften erringen konnte. Wels verfügt seit jeher über eine erfolgreiche Herrenabteilung und schaffte in den vergangenen Jahren vor allem im Damenbereich den nationalen Durchbruch. Auch dieses Team stellt mehrere aktuelle Nationalspielerinnen. Ein Sieg, welcher nahezu gleichbedeutend mit dem Überstehen der Vorrunden sein könnte, liegt für die Jonerinnen durchaus in Reichweite, denn beide Mannschaften kennen sich aus Vergleichen bei den grossen Frühjahrs- und Sommer-Turnieren. Zum Abschluss des Tages trifft man auf den Titelverteidiger Sportunion Raiffeisen Dialog Telekom Arnreit, welcher erstmalig seit Jahren den nationalen Titel nicht verteidigen konnten. Die Österreicherinnen beklagen diese Saison einige schwerwiegende verletzungsbedingte Ausfälle und mussten dadurch auf die beiden Teamstützen Magdalena Lindorfer im Angriff sowie Karin Azesberger im Zuspiel verzichten. Gemäss Vereinsangaben werde beide Spielerinnen auch beim Europapokal nicht im Einsatz stehen und sollte dies der Fall sein, dann liegt ein Überraschungscoup für die Jonerinnen durchaus im Bereich des möglichen. Dennoch verfügt auch dieses Team über weitere Nationalspielerinnen und ist ebenfalls auf allen Positionen topbesetzt, weshalb es schwierig ist eine Prognose über den Spielverlauf abgeben zu können.

Potential für Exploit vorhanden
Nachdem die Jonerinnen in den letzten Jahren bei ihren Teilnahmen am Damen-Europapokal jeweils den 4. Platz erreichen konnten, möchten die Joner Damen nun erneut durch eine engagierte, kämpferische Leistung auffallen. Allerdings ist man sich bewusst, dass die äusserst starke deutsche und österreichische Konkurrenz beim Kampf um die Medaillen wahrscheinlich zu favorisieren ist und es schwer sein wird erneut in die Halbfinals vorzustossen. Dennoch möchte man so lange wie möglich Paroli bieten. Das erklärte Ziel des Teams ist es beim Vergleich der besten europäischen Damenmannschaften zu bestehen sowie guten Faustballsport zu zeigen. Insgeheim spekuliert man wie im Vorjahr auf einen Überraschungscoup und dem daraus resultierenden Weiterkommen innerhalb der Vorrundengruppe, wobei es dafür neben einer perfekten spielerischen Leistung sicherlich auch die nötige Portion Wettkampfglück bedarf.
 

Im Einsatz stehen
Tina Baumann, Natalie Berchtold, Nicole Münzing, Janine Stoob, Celina Traxler, Katja Winiger