Halbfinale: TSV Jona - STV Oberentfelden-Amsteg
Platzierungsspiel: TSV Jona - ??? (Finale oder Spiel um Platz 3)

Die Faustballerinnen des TSV Jona bestreiten am Samstag in Widnau als Qualifikationsvierter das Halbfinale um die Schweizer Hallenmeisterschaft.

Anders als in den vergangenen beiden Jahren konnten die Damen des TSV Jona den ungeschlagenen Qualifikationssieg nicht bestätigen. Wie im Vorfeld der Saison befürchtet konnten die verletzungs- und abwesenheitsbedingten Ausfälle nicht gänzlich kompensiert werden. Obwohl sich der Feldmeister dennoch souverän für die Teilnahme am Final-Event qualifizieren konnte, musste man gegen die drei anderen vor Jona klassifizierten Top-Teams Niederlagen hinnehmen. Ausgehend von diesem Umstand bleibt das vorgängig definierte Ziel eines Medaillengewinns bzw. die allfälligen Final-Teilnahme auch weiterhin ein ambitiöses und dennoch realistisches Ziel der Jonerinnen. Nun liegt es jedoch an den St. Gallerinnen aufzuzeigen, dass die in der Vergangenheit gemachten internationalen Erfahrungen hilfreich sind, um in den entscheidenden Situationen das vollständige spielerische Potential abzurufen.

Jona mit Personalproblemen nur Aussenseiter
Im ersten Damen-Halbfinale trifft das Joner Team auf die Qualifikationssiegerinnen des TSV Oberentfelden-Amsteg, dem aktuellen Vizemeister im Feld. Die Aargauerinnen haben sich in den vergangenen Jahren mit mehreren Finalteilnahmen sowie Titelgewinnen nachhaltig unter den Spitzenteams der Nationalliga A etabliert und stellen zudem neben Jona den Grossteil der aktuellen Schweizer Nationalspielerinnen. In der aktuellen Saison musste sich Jona zu Hause deutlich mit 0:3 geschlagen geben, weshalb Oberentfelden-Amsteg in dieser Partie klar in der Favoritenrolle zu sehen ist. Zudem kommt der Umstand, dass der TSV Jona neben den im Ausland befindlichen Spielerinnen Janine Stoob und Katja Winiger an diesem Wochenende aus schulischen Gründen auch auf Renée Saethre verzichten muss. Aus diesem Grund ergänzt nicht nur erneut Tamara Kuster den NLA-Kader, sondern Trainer Martin Stoob reaktivierte für das Final-Event die ehemalige Spielerin Daniela Späni, welche mit ihrer langjährigen Erfahrung das Team in der Defensive unterstützen soll. Nathalie Berchtold befindet sich seit Jahresbeginn wieder im Trainingsbetrieb und wird nach ihrer Verletzungspause am Wochenende ebenfalls im Einsatz stehen. Im Kampf um den angestrebten Finaleinzug muss die Mannschaft trotz der ungewohnten Zusammensetzung über sich hinauswachsen, um die starke Konkurrenz eventuell überraschen zu können. Grosse Verantwortung lastet bei diesem Unterfangen auf den Schultern von Angreiferin Celina Traxler, welche momentan die einzige Offensivakteurin im Kader der Jonerinnen ist.

Ausgeglichenes Anwärterfeld auf die Medaillen
Je nach Ausgang der zu bestreitenden Halbfinalpartie treffen die Jonerinnen am Sonntag im Rahmen der Platzierungsspiele auf unterschiedliche potentielle Gegner, da das zweite Halbfinale zwischen dem Qualifikationszweiten Schlieren und den widererstarkten Embracherinnen als sehr offene Partie betrachtet werden kann. Es schwierig eine vorgängige Prognose zu wagen, da alle Mannschaften auf einem ähnlichen Niveau agieren und schlussendlich wie im vergangenen Jahr die Tagesform die Entscheidung über die Medaillenvergabe herbeiführen wird. Die Zuschauer können also von umkämpften und spannend geführten Partien ausgehen.


Im Einsatz stehen
Tina Baumann, Natalie Berchtold, Tamara Kuster, Nicole Münzing, Renée Saethre (abwesend), Daniela Späni, Janine Stoob (abwesend), Celina Traxler, Katja Winiger (abwesend)