Ende November startet das NLA-Damenteam des TSV Jona in der Rolle des letztjährigen Vizemeisters in die neue Hallensaison.

Nach dem neuerlichen äusserst erfolgreichen Saisonverlauf im Sommer als Jona ungeschlagen seinen Feldmeistertitel erstmalig verteidigen konnte, genehmigte Trainer Martin Stoob dem Team eine etwas längere Trainingspause. Die letzte Saison war für die Jonerinnen auf Grund von des Europapokals und der Damen-Weltmeisterschaft neben dem nationalen Spielbetrieb sehr intensiv und es gab kaum Phasen zur Regeneration. Dennoch konnte man auf nationaler Vereinsebene seine Ungeschlagenheit bewahren und bestätigte mit dem erneuten Vorstossen in die Top-Vier der europäischen Damenteams seine spielerische Qualität. Seit Anfang November stehen die Jonerinnen jedoch wieder im Trainingsbetrieb und bestritten ein Vorbereitungsturnier, welches jedoch auf Grund von Absenzen nicht allzu aussagekräftig ist. Nachdem man in der letzten Hallensaison ausgerechnet im Finale gegen Schlieren die einzige Saisonniederlage hinnehmen musste, strebt man auch in diesem Jahr trotz einer leicht veränderten Ausgangslage die Teilnahme am Finale um die Schweizer Meisterschaft an.
 

Jona vertraut auf eingespielten ausgeglichenen und starken Kader
Wie schon in den sehr erfolgreichen letzten drei Jahren kann Trainer Martin Stoob auf seinen bewährten Kader vertrauen, obwohl man im Winter mit einigen gewichtigen Absenzen zu kämpfen haben wird. Zuspielerin Natalie Berchtold unterzog sich nach der Feldmeisterschaft einer notwendigen Fuss-Operation und wird dem TSV Jona bis voraussichtlich Jahresende fehlen. Nach dem erfolgreichen ärztlichen Eingriff hofft man nun, dass sie ab Januar wieder in den Spielbetrieb eingreifen kann. Bis dahin wird das 17-jährige  Nachwuchstalent Renée Saethre, welches seit einem Jahr zum Joner Fanionteam gehört, ihre Rolle auf der Zuspielposition übernehmen. Die sportliche Leitung des Vereins vertraut gänzlich auf ihre spielerischen Fähigkeiten und ist sich sicher, dass sie ein mehr als geeigneter Ersatz für Berchtold sein wird. Zusätzlich muss die Mannschaft zu Beginn des neuen Jahres auf Angreiferin Janine Stoob sowie Abwehrspielerin Katja Winiger verzichten, da sich beide auf einen mehrmonatigen Auslandsaufenthalt begeben. Diese Vakanzen hofft man mit der geplanten Rückkehr von Berchtold im Januar kompensieren zu können, wobei jetzt schon klar ist, dass die Personaldecke extrem dünn sein wird. Je nach Saisonverlauf muss der TSV Jona notfalls Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft temporär von der NLB in die Nationalliga A hochziehen oder das Saisonziel revidieren. dennoch verfügt Jona über ausreichend Potential um bei der Medaillenvergabe ein gewichtiges Wort mitreden zu können auch wenn die Mannschaft in dieser schwierigen Phase noch enger zusammenrücken muss.
 

Kein klarer Top-Favorit aber  mindestens vier bis fünf Medaillenkandidaten
Auch Im Vorfeld ist auch auf Grund der angespannten Joner Personalsituation sicherlich Titelverteidiger Schlieren als der meistgehandelte Favorit für die kommende Saison zu bezeichnen. Aber mit Feld-Vizemeister Oberentfelden-Amsteg, dem letztjährigen Hallen-Dritten und den wiedererstarkten Embracherinnen ergibt sich eine äusserst namhafte und erfahrene Konkurrenz, welche neben Jona dem Titelverteidiger das Leben so schwer wie möglich machen möchte. Es bleibt abzuwarten inwiefern Hochdorf, Rickenbach-Wilen  und Aufsteiger Deitingen-Neuendorf in die Phalanx der etablierten Teams einzudringen vermögen, denn aller Voraussicht nach sind diese Mannschaften auch in der neuen Saison eher in der zweiten Tabellenhälfte zu klassifizieren. Somit ist für eine äusserst spannende Ausgangslage gesorgt und die NLA scheint so ausgeglichen wie schon lange nicht mehr zu sein. Der TSV Jona wird dennoch alles daran setzen den Saisonverlauf erneut in die gewünscht erfolgreichen Bahnen zu lenken.


Kader
Tina Baumann, Natalie Berchtold (verletzt), Nicole Münzing, Renée Saethre, Janine Stoob, Celina Traxler, Katja Winiger