TSV Jona - Union Arnreit (AUT) 0:4 (5:11/3:11/10:12/5:11)
TSV Jona - Neusiedl/Zaya (AUT) 3:4 (11:5/11:7/9:11/8:11/10:12/11:2/7:11)


Die Joner Faustballerinnen müssen sich bei ihrem ersten Hallen-Europapokal der internationalen Konkurrenz beugen und bleiben im deutschen Schneverdingen ohne Medaillengewinn (Homepage Ausrichter).

Mit einer deutlichen Halbfinalniederlage gegen die österreichische Top-Mannschaft und Titelverteidiger Union Raiffeisen Dialog Telekom Arnreit sowie einer unglücklichen 3:4-Niederlage gegen den Österreichischen Vize-Staatsmeister Remeco Reichel SSB TV Neusiedl/Zaya im Spiel um Platz drei und dem daraus resultierenden vierten Schlussrang kehrt das Joner Damen-Fanionteam aus der Lüneburger Heide heim. Somit endet die erste internationale Teilnahme am Hallen-Europapokal der Frauen ohne den erhofften Platz auf dem Podest.


Chancenlos im Halbfinale
Die Hoffnungen der St. Gallerinnen auf eine eventuelle Sensation im Qualifikationsspiel gegen den Titelverteidiger wurden sehr schnell getrübt und das Team von Martin Stoob musste den Traum vom Finaleinzug in knapp einer Stunde begraben. Obwohl die Mannschaft des TSV Jona prinzipiell auf einem guten spielerischen Niveau agierte, bewies Arnreit auf beeindruckende Art und Weise, weshalb man in den letzten vier Jahren jeweils den Hallen-Europapokal für sich gewinnen konnte. Die deutliche Vier-Satz-Niederlage spiegelt diesen Umstand auch relativ klar wider, zumal schon im Voraus klar gewesen ist, dass man nur mit einer Top-Leistung und dem nötigen Quäntchen Glück die Chance auf einen Sensation gehabt hätte. Im dritten Satz gelang es den Jonerinnen den Spielverlauf offen zu gestalten und hatten bis zum Schluss realistische Chancen auf einen Satzgewinn. Angreiferin Celina Traxler und ihre Kameradinnen war nach den Match auch recht schnell klar, dass man dieses Spiel auf Grund der herausragenden Klasse der Österreicherinnen sofort abhaken musste, allfällige Lehren daraus ziehen sollte und möglichst zuversichtlich auf das Match um den dritten Platz schauen sollte.
 

Eigene Unkonstanz sowie fehlende Erfahrung kosten Medaille
Nachdem auch der letztjährige österreichische Vize-Staatsmeisterinnen von Neusiedl/Zaya ebenfalls ihr Halbfinale gegen die deutschen Gastgeberinnen aus Schneverdingen, ebenfalls in vier Sätzen, verloren hatten, kam es am Sonntag zu einem erneuten Duell Schweiz gegen Österreich im Kampf um Platz 3 des diesjährigen Hallen-Europapokals. Den Jonerinnen gelang ein Start nach Mass und man konnte von Beginn an den Spielverlauf dominieren. Der Schweizer Meister agierte mannschaftlich geschlossen und wusste mit einem gelungenen Aufbauspiel zu überzeugen, wodurch man sich Dank des 11:5 und 11:7 eine verdiente 2:0-Satzführung erspielen konnte. In dieser Phase der Partie steigerte sich Neusiedl/Zaya erheblich und konnte den Match auch auf Grund zahlreicher Rotationen im Angriff nun deutlich ausgeglichener gestalten. Da der TSV Jona in den Sätzen drei und vier zudem etwas an der anfänglichen Konstanz und Konzentration vermissen liess, musste man dem Gegner den 2:2-Satzausgleich zugestehen. Im Anschluss entwickelte sich ein ausgeglichenes Match, indem einige schöne Aktionen auf beiden Seiten zu sehen waren, jedoch auch immer wieder unerzwungene Eigenfehler den Spielfluss unterbrachen. Beim Stand von 10:4 im fünften Spielabschnitt führten fünf unnötige Eigenfehler des TSV Jona letztendlich dazu, dass man diesen sichergeglaubten Satzgewinn doch noch mit 10:12 aus der Hand gab. Dieser Satzverlust war aus Sicht von Trainer Martin Stoob total unnötig und kostete die Mannschaft schlussendlich wahrscheinlich die Bronze-Medaille. So ärgerlich der vorgehende Satz auch verlaufen ist, umso beeindruckender war die Reaktion der Jonerinnen im darauffolgenden sechsten Satz. Als wäre zuvor nichts geschehen dominierte man Neusiedl/Zaya nach Belieben und realisierte mit einem beeindruckenden 11:2 den 3:3-Satzausgleich. Somit musste Kampf um den dritten Schlussrang beim diesjährigen Hallen-Europapokal der Entscheidungssatz bestritten werden, um den Bronze-Medaillengewinner zu bestimmen. In diesem siebten Satz rannte Jona von Beginn an einem eigenverschuldeten Rückstand hinterher und konnte diesen auch nicht mehr umkehren. Neusiedl agierte jetzt sehr sicher und abgezockt, wohingegen bei den Eidgenossinnen nun in einzelnen Aktionen auch noch Pech hinzukam und das nötige Glück des Tüchtigen fehlte. Somit ging die Bronze-Medaille letztendlich knapp an die Österreicherinnen und Jona musste sich wie auch schon auf dem Feld mit dem undankbaren vierten Rang beim Europapokal begnügen. Dennoch kann man in der abschliessenden Beurteilung dieses bestens organisierten und von grossem Zuschauerzuspruch geprägten Europapokals mit der gezeigten Leistung grösstenteils zufrieden sein und gelangte zu wichtigen Erkenntnissen sowie Erfahrungswerten, welche sich in Zukunft als hilfreich erweisen sollten. Im Finale besiegte der Titelverteidiger  Union Raiffeisen Dialog Telekom Arnreit den TV Jahn Schneverdingen in einem packenden Endspiel verdient mit 4:2 Sätzen und gewinnt somit den Hallen-Europapokal zum fünften Mal in Folge. Für das Team aus Jona gibt es nun jedoch keine Verschnaufpause, da am kommenden Sonntag bereits die letzte NLA-Qualifikationsrunde ansteht und der TSV Jona dort seine Tabellenführung verteidigen möchte.


Im Einsatz standen
Tina Baumann, Natalie Berchtold, Livia Helbling, Nicole Münzing, Renée Saethre, Janine Stoob, Celina Traxler, Katja Winiger