Halbfinale: TSV Jona - Union Arnreit (AUT)
Platzierungsspiel: TSV Jona - Schneverdingen (GER) oder Neusiedl/Zaya (AUT)


Im norddeutschen Schneverdingen kämpfen die Faustballerinnen des TSV Jona am kommenden Wochenende um den Hallen-Europapokal der Damen (Homepage Ausrichter).

Erstmalig in der langjährigen Vereinsgeschichte nimmt eine Damenmannschaft des TSV Jona beim höchsten europäischen Wettbewerb in der Halle teil. Bei ihrer internationalen Premiere am letztjährigen Feld-Europapokal in Kremsmünster verpassten die Jonerinnen mit einem sensationellen vierten Rang nur äusserst knapp die Medaillenplätze.


Realistische Aussenseiterchancen im Kampf um Edelmetall
Durch den verdienten erstmaligen Gewinn des Schweizer Meistertitels qualifizierten sich die Mannschaft von Trainer Martin Stoob als eidgenössischer Landesvertreter für den diesjährigen Hallen-Europapokal. Neben den St. Gallerinnen nehmen noch Titelverteidiger und Österreichische Meister Union Raiffeisen Dialog Telekom Arnreit, der österreichische Vize-Staatsmeister Remeco Reichel SSB TV Neusiedl/Zaya sowie der Deutsche Meister und Ausrichter TV Jahn Schneverdingen an diesem Event teil. Innerhalb dieses hochdekorierten Teilnehmerfeldes ist das Joner Team in der vermeintlichen Position des Aussenseiters – immerhin können alle anderen Vereine Europapokal-Triumphe in jüngster Vergangenheit vorweisen und besitzen zum Teil als Hallenspezialisten über ausgiebige internationale Erfahrung im Gegensatz zum TSV Jona. Gemäss den Einschätzungen der Experten ist Arnreit, welches den Hallen-Europapokal seit 2010 vier Mal in Serie gewinnen konnte, klar gegenüber den Schweizerinnen zu favorisieren. Doch die Jonerinnen streben an diesem Wochenende eine Medaille an und reisen in der Rolle des Spielverderbers nach Schneverdingen.
 

Österreichischer Top-Favorit als schwerstmöglicher Halbfinalgegner
Im November fand unter der Aufsicht eines IFA-Delegierten die Auslosung der Halbfinalpaarungen für den diesjährigen Hallen-Europapokal der Damen statt und dem TSV Jona wurde dabei der amtierende Europapokalsieger (Feld & Halle) und Staatsmeister (Feld & Halle) aus Österreich zugelost. Die jungen Arnreiterinnen konnten in den vergangenen Jahren zahlreiche nationale und internationale Erfolge feiern und entwickelten sich zum non plus ultra des Damen-Faustballs. Dies und die Tatsache, dass zudem wichtige aktuelle Nationalspielerinnen aus Österreich das Gerüst der Mannschaft bilden, bringt die Union Raiffeisen Dialog Telekom Arnreit in die Favoritenrolle gegenüber den Schweizerinnen. Aber die Mannschaft um Captain Natalie Berchtold muss sich nicht verstecken und möchte an die gezeigten Leistungen vom Sommer anknüpfen sowie den hervorragenden Start in der laufenden Nationalliga A Saison auch gegen Arnreit unter Beweis stellen. Wenn es gelingt mit dem eigenen Service die gegnerische Defensive genügend stark unter Druck zu setzen, sodass deren Ausnahmeangreiferin nicht optimal in Szene gesetzt werden kann, dann ergeben sich für die Frauen vom Oberen Zürichsee sicherlich Chancen auf Satzgewinne. Anders als im Ligabetrieb wird beim Pokal der Landesmeister im Modus best-of-seven gespielt und so benötigt ein Team vier Satzgewinne zum Erfolg. Auf diesem internationalen Topniveau und vor allem in der Halle spielen auch die Abwehrreihen eine enorm wichtige Rolle und so wird die Joner Defensive äusserst gefordert sein. Nur wenn es beim TSV Jona sehr gut läuft, liegt die Qualifikation für das Finale am Sonntag drin. Von Joner Seite hat man sich fokussiert auf diesen ersten Saisonhöhepunkt vorbereitet, wobei die gesamte Saisonplanung beim TSV Jona jedoch prioritär auf das Final-Event ausgerichtet ist. Trainer Martin Stoob kann auf den kompletten Spielerkader zurückgreifen und sämtliche Spielerinnen sind fit für diese Herausforderung. Nun bleibt es abzuwarten inwiefern sich die noch mangelnde internationale Hallen-Spielpraxis auf die Partie gegen Arnreit auswirkt.


Internationale Schwergewichte
Der zweite Finalteilnehmer wird zwischen dem Ausrichter und Deutschen Meister TV Jahn Schneverdingen und den Österreicherinnen von Remeco Reichel SSB TV Neusiedl/Zaya ermittelt. Trotz ihrer jungen und international noch ebenfalls unerfahrenen Mannschaft sind die Deutschen in der Favoritenrolle zu sehen, wobei Neusiedl/Zaya sich in der Vergangenheit schon oft als unangenehmer Gegner herausgestellt hat. Sollte beide Partien gemäss den Erwartungen der Experten verlaufen, ist in der Partie um Bronze am Sonntag ein offener Schlagabtausch zwischen Jona und Neusiedl/Zaya zu erwarten. Die Jonerinnen wollen unbedingt ihre erste international Medaille erringen und haben dafür zwei Chancen, wobei das Erreichen von Bronze durchaus realistisch sein sollte. Mit Sicherheit sind spannende und hochstehende Partien beim Kampf um den Titel der besten Hallen-Mannschaft Europas in Schneverdingen zu erwarten.


Im Einsatz stehen
Tina Baumann, Natalie Berchtold, Livia Helbling, Nicole Münzing, Renée Saethre, Janine Stoob, Celina Traxler, Katja Winiger