TSV Jona - FBT Amsteg 3:1 (11:9/11:6/8:11/11:9)
TSV Jona - FB Embrach 3:2 (4:11/11:5/11:7/14:15/12:10)


Mit einer maximalen Punkteausbeute kehren die Spielerinnen des TSV Jona aus Ettenhausen zurück und verbesserten somit ihre Ausgangslage erheblich.

Zwei Monate nach der letzten Runde in Schlieren waren die Jonerinnen am vergangenen Wochenende bei der vorletzten NLA-Qualifikationsrunde zum Siegen verdammt. Ausgehend von der schlechten Position im Tabellenkeller bedurfte es mindestens einen, bestenfalls sogar zwei Siege gegen Amsteg und Embrach. Dank einer mannschaftlich geschlossenen und kämpferischen Leistung konnten beide Konkurrenten erfolgreich bezwungen werden, wodurch sich die St. Gallerinnen etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen konnten. Vor der abschliessenden Runde Anfang September sieht die Ausgangslage nun so aus, dass der nun viertplatzierte TSV Jona es selbst in der Hand hat das Barragespiel gegen den Abstieg zu vermeiden. Auch wenn der Fokus zur Zeit nicht darauf gerichtet ist, wäre es auf Grund der starken Ausgeglichenheit der NLA-Teams in dieser Saison rein theoretisch und mit ein wenig Glück sogar noch möglich die Habfinalqualifikation fürs Final-Event in Jona zu erreichen.
 

Amsteg im Griff gehabt
Bei noch nassen Bodenverhältnissen traf man in der ersten Tagespartie auf den drittplatzierten FBT Amsteg. Trainer Martin Stoob vertraute in der Aufstellung von Beginn an seinen Nationalspielerinnen und diese zeigten sich sofort auf der Höhe des Geschehens. Der Angriff um Celina Traxler und Janine Stoob wusste die äusseren Bedingungen clever zu nutzen und machten dem Gegner das Leben schwer. Man lag immer in Front und konnte trotz den knappen 11:9 den ersten Satz für sich gewinnen. Im zweiten Abschnitt überzeugte vor allem die Joner Defensive um Baumann, Berchtold und Münzing, die nahezu sämtliche gegnerischen Angriffe entschärfte und im Gegenzug die eigene Offensive hervorragend lancierte. Mit einem klaren 11:6 konnte der TSV Jona 2:0 nach Sätzen in Führung gehen. Im dritten Satz fühlte man sich ein wenig zu sicher und man leistete sich zu viel Unkonzentriertheiten bzw. Fehler, was sofort mit dem 8:11 Satzverlust bestraft wurde. Nach mahnenden Worten vom Trainerteam rafften sich die Jonerinnen im vierten Satz auf und riefen wieder ihr ganzes spielerisches Potential ab. Die St. Gallerinnen zwangen die Urnerinnen in die Defensive und behielten gegen Ende der Partie die Nerven, sodass der erneute 11:9 Spielgewinn gleichbedeutend mit einem 3:1 Sieg war.
 

Siegreich im Abstiegskrimi
Das Kellerduell gegen Embrach wurde vom TSV Jona im Auftaktsatz komplett verschlafen und man geriet über einen 1:5 Rückstand mit 4:11 unter die Räder. Martin Stoob reagierte im zweiten Abschnitt und brachte Daniela Späni in der Defensive. Diese Umstellung zeigte prompt seine Wirkung und die Jonerinnen fanden zurück in die Partie. Mit dem Momentum auf der eigenen Seite gelang es Jona die Sätze zwei und drei relativ ungefährdet für sich zu entscheiden. In den beiden abschliessenden Teilabschnitten entwickelte sich nun eine hochklassige, dramatische Partie, welche durch viel Kampf und Engagement auf beiden Seiten geprägt war. Sowohl Embrach als auch die St. Gallerinnen konnten sich nicht nennbar absetzen, weshalb beide Sätze in die Verlängerungen gingen. Im vierten Abschnitt besass der TSV Jona beim Stande von 14:14 einen Matchball, konnte diesen jedoch nicht verwerten und musste im direkten Gegenzug den 2:2 Satzausgleich durch die Zürcherinnen hinnehmen. Im entscheidenden fünften Satz gaben sich die Jonerinnen jedoch nicht auf und steckten diesen Rückschlag weg. Da das Match weiterhin enorm spannend verlief, war der Ausgang ständig auf Messers Schneide. Doch erstmals in dieser Saison gelang es Jona das Momentum in einem Fünf-Satz-Spiel für sich zu gewinnen und die Partie mit 12:10 im letzten Satz zu eigenen Gunsten zu entscheiden.


Im Einsatz standen
Tina Baumann, Natalie Berchtold, Nicole Münzing, Corinne Späni, Daniela Späni, Janine Stoob, Celina Traxler