Final-Event (Wängi)
Halbfinale: TSV Jona - STV SATUS Kreuzlingen 3:0 (11:5/11:1/11:3)
Finale: TSV Jona - SVD Diepoldsau 2:3 (11:9/11:6/10:12/9:11/5:11)

Am vergangenen Sonntag erreichte das Damen-NLA-Team in Wängi souverän das Finale um die Schweizer Meisterschaft, verpasste dort jedoch knapp die Titelverteidigung.

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Direkt nach Spielende stand den Jonerinnen die Enttäuschung über die verpasste Titelverteidigung noch ins Gesicht geschrieben aber mit ein wenig Abstand nach der Siegerehrung hatte man die Niederlage akzeptieren können. „Wir sind natürlich sehr enttäuscht, dass es nicht zum Titel gereicht hat. Wir haben unser Bestes gegeben, müssen aber auch anerkennen, dass Diepoldsau wirklich super gespielt und verdient gewonnen hat. Wir werden in der nächsten Saison wieder angreifen und versuchen, den Titel zurückzuholen.“, fasste Captain Natalie Berchtold die Geschehnisse knapp und sachlich zusammen. Dabei unerwähnt blieb der Umstand das sich der verletzungsbedingte Ausfall von Service-Spezialisten Janine Stoob schlussendlich als schwerwiegender erwies als zunächst erhofft. In ungewohnter Aufstellung agierend, kämpfte der TSV Jona verbissen um gemeinsam mit ihrer verletzten Mitspielerin, welche an der Seitenlinie mitfieberte, das angestrebte Saisonziel doch noch zu erreichen. Dennoch ist es rückblickend auf den bisherigen Saisonverlauf ein wenig bitter, wenn man ausgerechnet im Finale die erste Niederlage kassiert, zumal man in den ersten 2 Sätzen und auch phasenweise im dritten Abschnitt aufgezeigt hat, dass man dieses Finale hätte gewinnen können - mit Hinblick auf den vergebenen Matchball wenn nicht sogar müssen.

Souveräner Finaleinzug gegen Kreuzlingen
Als Qualifikationssieger gingen die Jonerinnen als Favorit in das Halbfinale gegen die junge Überraschungsmannschaft des STV SATUS Kreuzlingen, welche in ihrer ersten NLA-Hallensaison bereits gänzlich zu überzeugen wusste. Von Beginn an präsentierte sich der Titelverteidiger jedoch äusserst konzentriert und bestimmte sofort den Spielverlauf, wobei beide Mannschaften auf Grund des weitläufigen Hallenauslaufs mit zahlreichen kurz gespielten Bällen und taktischen Angriffen auf die jeweilige Hauptangreiferin auf die gleichen taktischen Vorgaben setzten. Dem TSV Jona gelang es recht schnell darauf zu reagieren und diese Bälle reihenweise sauber aufzubauen und die sich bietenden Chancen eiskalt zu verwerten. Einmal in Führung gab man den Vorsprung nicht mehr her und die Thurgauerinnen mussten bereits früh akzeptieren, dass an diesem Tag keine Überraschung im Bereich des Möglichen liegt. Dank des letztendlich klaren 3:0-Erfolges sicherte sich Jona den erneuten Finaleinzug in Folge innerhalb von anderthalb Jahren in der nationalen Meisterschaft.


Dramatischer Spielverlauf im Frauen-Finale
Im diesjährigen Finale um die Schweizer Meisterschaft kam es zur Paarung Jona gegen Diepoldsau, den beiden besten Teams der Qualifikation. Wie schon bereits im Halbfinale agierte der amtierende Meister von Beginn an sehr kompakt und konzentriert und wusste damit die Rheintalerinnen zunächst zu beeindrucken. Obwohl der Startsatz bis zum Schluss eng blieb, geriet der TSV Jona beim initialen 11:9 nie wirklich in Gefahr den Satz zu verlieren. Nachdem man 1:0-Satzführung realisieren konnte, fand der Joner Angriffswirbel um Nationalangreiferin Celina Traxler immer besser ins Spiel und die Jonerinnen übernahmen immer mehr das Spieldiktat. Diepoldsau fand in dieser Phase kein Mittel um die Joner Defensive konsequent vor Probleme zu stellen und dadurch ging der Satz mit 11:6 ebenfalls an die Titelverteidigerinnen. Im dritten und vermeintlich letzten Abschnitt bestimmte Jona weiterhin die Partie, obwohl man mit zunehmendem Satzverlauf vermehrt die Konsequenz im Spielaufbau vermissen liess. Dennoch gelang es beim Stand von 10:9 einen Matchball zu erspielen doch ein äusserst ärgerlicher Eigenfehler leitete schlussendlich die Wende in diesem Match ein. Der SVD Diepoldsau wusste die Gunst der Stunde zu nutzen und rettete sich irgendwie aber sicherlich nicht unverdient mit 10:12 in den vierten Satz. Von nun an wechselte das Momentum dieses Finals die Seiten und die Rheintalerinnen waren von nun an am Drücker. Angeführt von ihrer Nationalangreiferin Tanja Bognar fand Diepoldsau nun vermehrt Lücken im Joner Spiel und im Gegenzug häuften sich die Konzentrationsmängel und daraus resultierende Eigenfehler beim TSV Jona. Obwohl der vierte Abschnitt mit 9:11 ebenfalls bis zum Schluss spannend und umkämpft gewesen ist, könnte Diepoldsau zum 2:2 nach Sätzen ausgleichen. Dies war der Startschuss für ein Feuerwerk der Konkurrentinnen im fünften und entscheidenden Satz. Dem TSV Jona gelang es nicht mehr dem entgegenzuwirken, weshalb man sich im Finale durch das 5:11 doch noch mit 2:3-Sätzen geschlagen geben musste und der SVD Diepoldsau somit seinen ersten Meistertitel bei dem Frauen feiern konnte.


Im Einsatz standen
Natalie Berchtold, Tina Ferrat, Simona Kropf, Jacqueline Merk, Janine Stoob (verletzt), Celina Traxler, Katja Winiger, Martin Stoob (Trainer), Michael Schubiger (Co-Trainer)