Vorrunde am 07. Juli (11:15) in Schneverdingen

12:30 Uhr: TSV Jona - FBC ABAU Linz Urfahr (AUT)
15:00 Uhr: TSV Jona - TSV Dennach (GER)
17:30 Uhr: TSV Jona - Ahlhorner SV (GER)

Am Wochenende kämpfen die Faustballerinnen des TSV Jona beim EFA 2018 Women's Champions Cup im norddeutschen Schneverdingen um den kontinentalen Meistertitel.

 

frauen1 tnNach fünf aufeinanderfolgenden Schweizer Feldmeistertiteln darf die 1. Damenmannschaft des TSV Jona bereits zum sechsten Mal in Folge am EFA Fistball Women's Champions Cup, dem früheren Europapokal teilnehmen. An diesen Titelkämpfen spielen die besten europäischen Vereinsmannschaften den Kontinentalmeister aus. Das äusserst erfolgreiche Joner Frauenteam spielt in der aktuellen Konstellation seit mehreren Jahren zusammen, wobei es in dieser Saison erstmalig eine Veränderung im Kader gegeben hat. Dennoch kann man mit Stolz erwähnen, dass sich der aktuelle Kader ausschliesslich aus Spielerinnen zusammensetzt, welche bereits in der eigenen Nachwuchsabteilung miteinander auf dem Feld standen. Die Mannschaft wird von Martin Stoob (Trainer) und Michael Schubiger (Co-Trainer) betreut und hat sich in den vergangenen Jahren auch auf internationaler Ebene Respekt erarbeitet. Bereits mehrmals gelang den Jonerinnen der Durchbruch auf europäischer Ebene und konnten dabei sogar zweimal bis ins Finale vordringen. Auch wenn der letztjährige EFA Champions Cup im heimischen Grünfeld eher unter den eigenen Erwartungen verlief, hat die Mannschaft um Captain Natalie Berchtold auch in diesem Jahr durchaus realistische Chancen auf eine Halbfinalqualifikation und der damit einhergehenden Chance auf europäisches Edelmetall. Zwar hat man sich auch diese Feldsaison in erster Linie die erfolgreiche Titelverteidigung auf nationaler Ebene zum Ziel gesetzt aber unabhängig davon stellt der Women's Champions Cup nach den IFA World Tour Finals (ehemals Weltpokal) im April ein weiteres wichtiges Saisonhighlight dar.

 

Europas Faustball-Elite bei den Frauen kämpft um den Medaillen

Beim EFA Fistball Women's Champions Cup, bei welchem turnusgemäss die Meister sowie Zweitplatzierten aus den einzelnen Landesmeisterschaften teilnehmen, findet dieses Jahr turnusgemäss in Deutschland statt. Als Ausrichter fungiert dabei der TV Jahn Schneverdingen (GER), welcher zudem auch gleichzeitig der amtierende Deutscher Meister ist. Aus Deutschland nehmen zudem Titelverteidiger und Vize-Weltpokalsieger TSV Dennach (GER), der Deutsche Vizemeister Ahlhorner SV (GER) sowie erstmalig auch der Weltpokal-Dritte TSV Calw (GER) teil. Zusätzlich zu den vier deutschen Vertretern qualifizierten sich neben dem TSV Jona auch noch der aktuelle österreichische Staatsmeister FBC ABAU Linz Urfahr (AUT), der österreichische Vizemeister Union Haidlmair Schwingenschuh Nussbach (AUT) und als zweiter Schweizer Vertreter der STV Oberentfelden-Amsteg (Schweizer Vizemeister) für den diesjährigen Champions Cup. In diesem starken und ausgeglichen Teilnehmerfeld gehören die Jonerinnen sicherlich zum erweiterten Kreis der Medaillenkandidaten, obwohl man anmerken muss, dass dieses Jahr das Teilnehmerfeld noch ausgeglichener scheint als in der Vergangenheit. Innerhalb dieser spielstarken europäische Konkurrenz darf man keine einzige Mannschaft unterschätzen. Dennoch möchten die Jonerinnen bei ihrem neunten europäischen Wettbewerb mithalten und streben als kommuniziertes Ziel die Halbfinalqualifikation an. Hierfür wird es neben einer geschlossene Mannschaftsleistung und dem Abrufen des eigenen Leistungsmaximum auch das notwendige Wettkampfglück benötigen.

 

Jonerinnen zum widerholten Male ohne Losglück in der Vorrunde

Die im Vorfeld durchgeführte Auslosung durch die EFA ergab, dass der TSV Jona in einer sehr starken, ausgeglichenen Gruppe mit Linz, Dennach und Ahlhorn um die Qualifikation für die beiden Halbfinals am Sonntag kämpfen wird. Folgerichtig stehen am Samstag drei äusserst schwierige Partien auf jeweils drei Gewinnsätze auf dem Programm, nach denen der Schweizer Meister mindestens auf dem 2. Gruppenrang platziert sein muss, um weiterhin um die Medaillen kämpfen zu können. Den Auftakt macht dabei der neuerliche Vergleich gegen den aktuellen österreichische Staatsmeister FBC ABAU Linz Urfahr, welcher mit seinen zahlreichen aktuellen Nationalspielerinnen am vergangenen Wochenende gerade erst seinen nationalen Titel verteidigen konnte. Diese Auftaktpartie könnte sich bereits als wichtiger Schlüsselmoment für den weiteren Turnierverlauf erweisen, denn in der Vergangenheit bewiesen die Jonerinnen, dass man Linz bezwingen kann und dies war in den beiden Jahren als man bis ins Final vorstossen konnte auch jeweils der Fall. Allerdings haben ärgerliche und bittere Niederlagen gegen die Linzerinnen zum Beispiel letztes Jahr auch dazu geführt, dass der TSV Jona die Halbfinalqualifikationen verpasste. Im darauffolgenden Gruppenspiel treffen die St. Gallerinnen auf den TSV Dennach, welcher in den vergangenen Jahren auf europäischer Bühne das Non-Plus-Ultra gewesen ist. Obwohl die Mannschaft aus dem Schwarzwald im vergangenen Jahr bei den Deutschen Meisterschaften für ihre Verhältnisse enttäuschend abschnitt, überzeugte Dennach im April bei den World Tour Finals mit dem Gewinn der Silbermedaille. Ein Sieg liegt für die Jonerinnen auch hier in Reichweite, auch wenn man in der Vergangenheit des Öfteren teilweise bittere Niederlagen hinnehmen musste. Allerdings kennen sich beide Teams aus zahlreichen Partien bestens und lieferten sich in der Vergangenheit häufig hartumkämpfte Matches. Zum Abschluss der Vorrunde trifft Jona auf den momentan in bestechender Form agierenden Ahlhorner SV, welcher nach dem Vize-Feldmeister im letzten Jahr diese Saison nach dem nationalen Titelgewinn strebt. Die Norddeutschen haben sich dafür extra mit einer brasilianischen Nationalangreiferin verstärkt und führt logischerweise souverän die 1. Bundesliga Nord an. Bedingt durch den Umstand, dass zwei von drei aktuellen nationalen Titelträgern sowie der Titelverteidiger in die gleiche Vorrundengruppe gelost wurden, können die Zuschauer einen wahren Abnützungskampf erwarten, denn im Prinzip kann jeder jeden schlagen. Folgerichtig ist es schwierig eine genaue Prognose über den Verlauf der Vorrunde abgeben zu können.

 

Potential für erneuten Exploit vorhanden

Nach einem eher nicht zufriedenstellendem Verlauf beim letztjährigen EFA Women’s Champions Cup, wollen die Jonerinnen nun wieder an die vergangenen Auftritte auf internationaler Ebene anknüpfen und streben die Halbfinalqualifikation an. Damit dieses Vorhaben sich auch in die Tat umsetzen lässt, müssen die Joner Frauen erneut durch eine engagierte, kämpferische Leistung auffallen. Gerade mit Hinblick auf die kniffelige Vorrundengruppe ist man sich jedoch bewusst, dass man gegen die äusserst starke deutsche und österreichische Konkurrenz beim Kampf um die Medaillen jederzeit mit einer Niederlage rechnen muss. Mit dieser Drucksituation sollte das Team des TSV Jona mit seinen zahlreichen, international erfahrenen Nationalspielerinnen jedoch umzugehen zu wissen. Das erklärte Ziel des Teams ist es beim Vergleich der besten europäischen Damenteams zu bestehen sowie guten, attraktiven Faustballsport zu zeigen. Das Team freut sich auf den Event und hofft zahlreiche Besucher und eine gelungenen Veranstaltung in Schneverdingen.

 

 

Kader: Tina Ferrat, Natalie Berchtold (C), Jacqueline Merk, Janine Stoob, Celina Traxler, Katja Winiger, Martin Stoob (Trainer), Michael Schubiger (Co-Trainer)