Im Grünfeld gelingt den Joner Faustballerinnen der erneute Exploit auf internationaler Ebene nicht und man verpasst dadurch den Sprung auf das Podium.

damen1 tnBeim EFA Women’s Champions Cup in der heimischen Grünfeld-Halle verpassen die Faustballerinnen des TSV Jona die angestrebte Medaille und müssen sich nach umkämpften Partien mit dem undankbaren vierten Rang zufrieden geben. Im Vorfeld hatte Captain Natalie Berchtold die Finalteilnahme als Mannschaftsziel ausgegeben da man nach dem bronzenen Medaillengewinn im Vorjahr sich berechtigte Chancen auf einen weiteren Exploit machte. Obwohl die Jonerinnen vor allem im Halbfinale gegen die Titelverteidigerinnen und späteren Gewinnerinnen des TSV Dennach eine durchaus ansprechende sowie kämpferische Leistung abrufen konnten, blieb ihnen der ganz grosse Coup bei der 2:4-Niederlage verwehrt. Auch ein wenig der verpassten Chance vom Samstag nachtrauernd konnte die Mannschaft von Trainer Martin Stoob in der Partie um Bronze nicht mehr an ihr Leistungsoptimum herankommen. Gegen den zweiten deutschen Vertreter, dem amtierenden Meister des Ahlhorner SV, resultierte eine denkbar knappe Niederlage in sieben Sätzen. „Wir wollten gegen Ahlhorn unbedingt gewinnen. Leider sind wir in den letzten beiden Sätzen in allen Bereichen etwas eingebrochen. Insbesondere im entscheidenden Satz waren wir etwas zu verkrampft, weil wir unbedingt gewinnen wollten“, gab Berchtold nach dem Spiel zu Protokoll. „Wir waren am Ende nicht mehr so konzentriert und fanden nicht mehr richtig in den Flow, während sie locker aufgespielt haben. Schade, dass es nicht zur Medaille gereicht hat. Das ist sicher eine Enttäuschung für uns.“ Aus Sicht des Vereins war der EFA Women’s Champions Cup aus organisatorischer Hinsicht jedoch ein Erfolg und das Vereinspräsidium zeigte sich erfreut über das zahlreiche positive Feedback der internationalen Gäste.

 

Trotz perfektem Beginn erneut ohne Fortune im Halbfinale

Die Hoffnungen der St. Gallerinnen auf eine eventuelle Sensation im Qualifikationsspiel gegen den Titelverteidiger schienen sich zunächst zu bewahrheiten, denn im Auftaktsatz lieferte der TSV Jona den Deutschen einen grossartigen Kampf. Den Jonerinnen gelang es einen nahezu perfekten Satz zu spielen denn beim 11:4-Satzgewinn dominierten die Hausherrinnen den Spielverlauf nach Belieben. Nach diesem optimalen aber auch etwas überraschenden Auftakt waren es dann aber die Favoritinnen aus Dennach, welche gleich drei Sätze in Folge gewinnen konnten. Gerade im dritten Spielabschnitt geriet Jona völlig unter die Räder und kassierte mit 1:11 ein wahre Klatsche. „Uns hat nach dem super Start der Mut gefehlt. Wir hatten Angst vor dem Sieg und sind dann phasenweise etwas eingebrochen“, analysierte Natalie Berchtold die Anfangsphase der Partie. Obwohl auch der nächste Satz an die Deutschen ging konnte sich der TSV Jona wieder stabilisieren und von der Leistung her steigern. Dies spiegelte sich zum Einen in den Satzergebnissen wieder aber auch in den für die Zuschauer sehr gut anzuschauenden Spielszenen wieder. Folgerichtig gelang Jona beim 12:10 im fünften Satz der zweite Satzgewinn der Partie und bei allen Beteiligten keimte noch einmal ein wenig Hoffnung für eine Aufholjagd auf. Ganz im Sinne einer wahren Spitzenmannschaft gelang es dem Titelverteidiger aus Dennach jedoch das Joner Aufbäumen im sechsten Durchgang trotz engen Verlauf abzuwehren und damit mussten sich die St. Gallerinnen wieder einmal den Deutschen geschlagen geben. „Wir hatten uns für dieses Spiel sehr viel vorgenommen, konnten aber leider nicht alles abrufen. Trotzdem haben wir eine gute Partie gezeigt und dürfen mit unserer Leistung zufrieden sein. Wir waren definitiv näher am Sieg als noch vor einem Jahr, als wir ebenfalls im Halbfinal gegen Dennach verloren hatten“, so grundlegende Tenor innerhalb der Mannschaft.

 

Ein Satzgewinn fehlt zum Erreichen des Podests

Nachdem auch der letztjährige Deutsche Meister aus Ahlhorn ebenfalls sein Halbfinale gegen die Österreicherinnen der Union Nussbach, allerdings in sieben Sätzen, verloren hatte, kam es am Sonntag zu einem erneuten Duell Schweiz gegen Deutschland im Kampf um Platz 3 des diesjährigen Hallen-Europapokals. Den Jonerinnen gelang bereits wie am Vortag ein Start nach Mass und man konnte von Beginn an den Spielverlauf des ersten Satzes dominieren. Mit zunehmendem Spielverlauf entwickelte sich zwischen beiden Teams ein offener Schlagabtausch, wobei die Führung munter hin und her wechselte. Über die gesamte Partie hinweg konnte jedoch beobachtet werden, dass die Mannschaften den Anstrengungen aber auch der Enttäuschung des Vortages Tribut zollen mussten wodurch die Qualität des Spiels doch erkennbar litt. Nachdem Jona sich die 1:0-Satzführung sichern konnte, gingen die nächsten beiden Durchgänge an Ahlhorn, ehe Jona aufgrund von zwei aufeinanderfolgenden Satzgewinnen mit 3:2 in Führung gehen konnte. Damit fehlte den Gastgeberinnen bloss noch ein Satz zum erneuten Gewinn der Bronzemedaille auf europäischer Ebene. Doch diese letzte und entscheidende Hürde vermochte der TSV Jona nicht zu überwinden, denn mit dem Rücken zur Wand konnte Ahlhorn nach einigen taktischen Umstellungen das Spielgeschehen noch drehen und gewann dadurch die abschliessenden beiden Sätze. „Wir wollten gegen Ahlhorn unbedingt gewinnen. Leider sind wir in den letzten beiden Sätzen in allen Bereichen etwas eingebrochen. Insbesondere im entscheidenden Satz waren wir etwas zu verkrampft, weil wir unbedingt gewinnen wollten“, gab Berchtold nach dem Spiel zu Protokoll. „Wir waren am Ende nicht mehr so konzentriert und fanden nicht mehr richtig in den Flow, während sie locker aufgespielt haben. Schade, dass es nicht zur Medaille gereicht hat. Das ist sicher eine Enttäuschung für uns.“ Im Finale besiegte der routinierte Titelverteidiger TSV Dennach die jungen Vertreterinnen der Union Nussbach in einem sehr unterhaltsamen Endspiel letztendlich verdient mit 4:2-Sätzen und gewinnt somit den Hallen-Europapokal zum vierten Mal in Folge. Für das Team aus Jona gibt es nun eine kleine Verschnaufpause bis in zwei Wochen bereits die letzte NLA-Qualifikationsrunde ansteht und der TSV Jona dort seine gute Tabellenposition verteidigen möchte.

 

Kader: Tina Baumann, Natalie Berchtold, Nicole Münzing, Janine Stoob, Celina Traxler, Katja Winiger, Jacqueline Merk, Martin Stoob (Trainer)