Vorrunde am 08. Juli (10:00) in Jona

12:30 Uhr: TSV Jona - FBC ABAU Linz Urfahr (AUT)
15:00 Uhr: TSV Jona - TV Jahn Schneverdingen (GER)
17:30 Uhr: TSV Jona - Ahlhorner SV (GER)

Wie bereits im vergangenen Jahr kämpfen die Faustballerinnen des TSV Jona am kommenden Wochenende beim EFA 2017 Women's Champions Cup im heimischen Grünfeld um den kontinentalen Meistertitel.

 

20170504 frauen nla runde1Aufgrund des vierten nationalen Feldmeistertitels in Folge qualifizierte sich die 1. Damenmannschaft des TSV Jona zum fünften Mal in Folge für den EFA Fistball Women's Champions Cup, dem früher als Frauen-Europapokal bezeichneten kontinentalen Titelkämpfen für Vereinsmannschaften. Das äusserst erfolgreiche Joner Frauenteam spielt in der aktuellen Konstellation seit mehreren Jahren zusammen und mit Stolz kann erwähnt werden, dass sich der aktuelle Kader ausschliesslich aus Spielerinnen zusammensetzt, welche bereits in der eigenen Nachwuchsabteilung miteinander auf dem Feld standen. Die mittlerweile auch international respektierte Mannschaft von Trainer Martin Stoob schaffte die letzten beiden Jahre den endgültigen Durchbruch auf europäischer Ebene und konnte zwei Mal in Folge bis in das Europapokal-Finale vordringen, in welchem man sich jeweils nach harten Kampf dem TSV Dennach geschlagen geben musste. Auch in der vergangenen Hallensaison konnte man erstmalig in der Vereinsgeschichte am Hallen-Europapokal Edelmetall gewinnen, weshalb der TSV Jona auch dieses Jahr als heisser Anwärter auf einen Podestplatz gehandelt wird. Zwar hat man sich auch diese Feldsaison in erster Linie die erfolgreiche Titelverteidigung auf nationaler Ebene zum Ziel gesetzt aber unabhängig davon stellt der Women's Champions Cup im heimischen Grünfeld ein wichtiges Saisonhighlight dar. Der TSV Jona richtet nach 2005 und 2016 bereits zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte diesen Event aus und in diesem Jahr kommt es zu einer weiteren Premiere, denn am Sonntag werden die Halbfinal- und Finalpartie mit Hilfe eines Kamerateams via Live-Stream in Internet übertragen.

 

Europas Elite im Frauen-Faustball kämpft um den Medaillen

Beim EFA Fistball Women's Champions Cup, bei welchem turnusgemäss die Meister sowie Zweitplatzierten aus den einzelnen Landesmeisterschaften teilnehmen, findet dieses Jahr aufgrund des Umstandes, dass sich in Österreich kein Ausrichter finden liess, erneut in Jona statt. Als nationaler Titelträger sowie Ausrichter qualifizierte sich das Heimteam neben dem STV Oberentfelden-Amsteg (Schweizer Vizemeister) für den diesjährigen Champions Cup. Auf Grund der Tatsache, dass Italien in diesem Jahr erneut keine Mannschaft entsendet, ist zudem der STV Schlieren als Dritter der Schweizer Meisterschaft ebenfalls teilnahmeberechtigt. Zusätzlich den drei Schweizer Teams nehmen noch Titelverteidiger TSV Dennach (GER), der Deutsche Meister TV Jahn Schneverdingen (GER), der Deutsche Vizemeister Ahlhorner SV (GER), der neue österreichische Meister FBC ABAU Linz Urfahr (AUT) sowie der Vizemeister Österreichs Union Raiffeisen Haidlmair Nussbach (AUT) teil. In diesem starken und ausgeglichen Teilnehmerfeld gehören die Jonerinnen auf Grund der gezeigten Leistungen in den vergangenen Jahren zu den Medaillenkandidaten, obwohl man die spielstarken europäische Konkurrenz nie unterschätzen darf. Diese Einschätzung wurde in den letzten Jahrzehnten durch die Dominanz dieser beiden Nationen im Europapokal immer wieder bestätigt. Dennoch möchten die Jonerinnen bei ihrem siebten europäischen Wettbewerb, dem zweiten auf heimischer Anlage, mithalten und streben als Minimalziel die erneute Halbfinalqualifikation. Insgeheim erhofft sich das Team um Captain Natalie Berchtold aber erneut ein Platzierung auf dem Podium, doch hierfür wird es neben einer geschlossene Mannschaftsleistung und dem Abrufen des eigenen Leistungsmaximum auch das notwendige Wettkampfglück benötigen.

 

Losentscheid bringt alle aktuellen Landesmeister in die Joner Vorrundengruppe

Die Auslosung durch die EFA ergab, dass der TSV Jona in einer sehr starken, ausgeglichenen Gruppe mit Linz, Schneverdingen und Ahlhorn um die Qualifikation für die beiden Halbfinals am Sonntag kämpfen wird. Somit stehen am Samstag drei schwierige Partien auf jeweils drei Gewinnsätze auf dem Programm, nach denen der Schweizer Meister mindestens auf dem 2. Gruppenrang platziert sein muss, um weiterhin um die Medaillen kämpfen zu können. Den Auftakt macht die Partie gegen den aktuellen österreichische Staatsmeister FBC ABAU Linz Urfahr, welcher mit seinen zahlreichen Nationalspielerinnen am vergangenen Wochenende gerade erst seinen nationalen Titel verteidigen konnte. Dementsprechend motiviert werden die Linzerinnen nach Jona reisen zumal in den vergangenen beiden Jahren immer der enttäuschende 4. Schlussrang als Endergebnis resultierte. Im Vorjahr konnte der TSV Jona das Halbfinale in drei Sätzen für sich entscheiden und es wäre ideal, wenn man erneut einen Erfolg gegen die starken Österreicherinnen realisieren könnte. Im darauffolgenden Gruppenspiel treffen die St. Gallerinnen auf den TV Jahn Schneverdingen, welcher im vergangenen Jahr den Deutschen Meistertitel erringen konnte. Die Mannschaft aus der Lüneburger Heide tritt bei diesem EFA Women's Champions Cup zwar mit einer auf mehreren Positionen veränderten und vor allem sehr jungen Mannschaft an, doch Schneverdingen darf auf keinen Fall unterschätzt werden, denn immerhin stehen zwei aktuelle Weltmeisterinnen auf Schlüsselpositionen im Kader. Ein Sieg liegt für die Jonerinnen durchaus in Reichweite, auch wenn diese Mannschaft aus Sicht des TSV Jona zu den grossen Unbekannten zählt da man einzige Schneverdingens Nationalspielerinnen von internationalen Wettkämpfen kennt. Auf dem Papier bzw. gemessen am aktuellen Saisonverlauf aller Gruppengegner ist dies theoretisch der am ehesten zu bezwingende Konkurrent doch die Jonerinnen dürfen Schneverdingen auf keinen Fall auf die leichte Schulter nehmen, denn ansonsten wird man eine böse Überraschung erleben. Zum Abschluss des Tages trifft man auf die Mannschaft des Ahlhorner SV, welche nach dem Vize-Feldmeister im letzten Jahr in der Halle die nationale Meisterschaft gewinnen konnte. Das kampfstarke Ahlhorn führt auch in der aktuellen Saison souverän die 1. Bundesliga Nord an und hat ebenfalls aktuelle und ehemalige Weltmeisterinnen in seinen Reihen. Bedingt durch den Umstand, dass alle drei aktuellen nationalen Titelträger aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in die gleiche Vorrundengruppe gelost wurden, können die Zuschauer einen wahren Abnützungskampf erwarten, denn im Prinzip kann jeder jeden schlagen. Folgerichtig ist es schwierig eine genaue Prognose über den Verlauf der Vorrunde abgeben zu können

 

Potential für erneuten Exploit vorhanden

Am Anfang ihrer internationalen Wettkampfkarriere mussten die Jonerinnen zunächst jeweils immer mit dem undankbaren vierten Platz vorlieb nehmen doch in den beiden vergangenen Jahren gelang dem Team mit dem Erreichen des Finals jeweils der Exploit. Unglücklicherweise musste man letztes Jahr trotz Matchbällen den Titel erneut Dennach überlassen, weshalb der TSV Jona insgeheim weiterhin vom ganz grossen Erfolg träumt. Folgerichtig konnte sich die Mannschaft von Trainer Martin Stoob in den vergangenen Jahren in der europäischen Spitze etablieren und zählt somit zum erweiterten Favoritenkreis. Vordergründig möchten die Joner Frauen bei ihrem zweiten europäischen Heimspiel erneut durch eine engagierte, kämpferische Leistung auffallen. Gerade mit Hinblick auf die kniffelige Vorrundengruppe ist man sich jedoch bewusst, dass man gegen die äusserst starke deutsche und österreichische Konkurrenz beim Kampf um die Medaillen jederzeit mit einer Niederlage rechnen muss. Mit dieser Drucksituation sollte das Team des TSV Jona jedoch umzugehen zu wissen. Das erklärte Ziel des Teams ist es beim Vergleich der besten europäischen Damenteams zu bestehen sowie guten, attraktiven Faustballsport zu zeigen. Das Team freut sich auf den Event und hofft zahlreiche Besucher und Fans auf der heimischen Sportanlage Grünfeld begrüssen zu dürfen.

 

 

Kader: Tina Baumann, Natalie Berchtold (C), Tamara Kuster, Jacqueline Merk, Nicole Münzing, Renée Saethre, Janine Stoob, Celina Traxler, Katja Winiger, Martin Stoob (Trainer)