Halbfinale:  
TSV Jona - TSV Dennach (GER) 1:4 (13:11/7:11/7:11/5:11/5:11)
   
Spiel um den 3. Rang:  
TSV Jona - FSC Wels 08 (AUT) 4:0 (11:3/11:1/11:4/12:10)


Im deutschen Ahlhorn gelingt den Joner Faustballerinnen bei ihrer zweiten Teilnahme am Hallen-Europapokal erstmalig der Sprung auf das Podium.

2016 17 efa womens champions cup

 

Mit einem deutlichen 4:0-Sieg gegen den Österreichischen Staatsmeister FSC Wels 08 im Spiel um Platz drei und dem daraus resultierenden Gewinn der Bronzemedaille kehrt das Joner Damen-Fanionteam vom EFA Fistball Women's Champions Cup Indoor aus der Region Oldenburg heim. Obwohl man sich am Samstag zunächst trotz ansprechender Leistung der deutschen Top-Mannschaft und Titelverteidiger TSV Dennach geschlagen geben musste, endete die zweite internationale Teilnahme an einem Hallen-Europapokal der Frauen mit dem angestrebten Platz auf dem Podest. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Team. Wir waren technisch stärker und konnten viel mehr Druck erzeugen als unsere Gegnerinnen“, so Trainer Martin Stoob mit Rückblick auf die Partie um Bronze und ergänzte diese Aussage mit „Die Freude über die erste internationale Medaille in der Halle ist bei uns allen riesig.“ 

 

Trotz starkem Beginn schlussendlich chancenlos im Halbfinale
Die Hoffnungen der St. Gallerinnen auf eine eventuelle Sensation im Qualifikationsspiel gegen den Titelverteidiger schienen sich zunächst zu bewahrheiten, denn im Auftaktsatz lieferte der TSV Jona den Deutschen einen grossartigen Kampf. Zunächst gelang es den Jonerinnen mit 7:3 in Führung zu gehen, ehe Dennach mit sechs Punktgewinnen in Folge zum 7:9 kontern konnte. Was nun folgte war ein offener Schlagabtausch, bei welchem beide Defensivreihen über die gesamte Partie hinweg zu überzeugen wusste. In dieser Phase waren es jedoch die beiden Angreiferinnen der Eidgenossinnen, Janine Stoob und Celina Traxler, welche mit taktisch clever gespielten kurzen Angriffsbällen den Satzgewinn (13:11) realisierten. Auch im zweiten Satz gelingt dem Team vom Obersee der bessere Start und man kann mit 7:5 in Führung gehen, ehe Dennach auf Grund einer Umstellung die Wende für diesen Spielabschnitt einleiten kann. Nach vier gegnerischen Punkten in Folge müssen die Jonerinnen den 1:1-Satzausgleich hinnehmen. Dennach und vor allem sein Weltmeisterin im Angriff, Sonja Pfrommer, findet infolgedessen  immer besser ins Spiel und fängt an die Partie zu dominieren. Trotz starker Defensivarbeit in allen Mannschaftsteilen machen die Deutschen die wichtigen Punkte und holen sich mit dem 7:11 die Satzführung. Im vierten Satz schien sich Jona zunächst gefangen zu haben und nachdem es beim Stand von 5:2 zunächst danach aussah, dass der TSV Jona kontern könnte, führten sechs aufeinanderfolgende und unnötige Eigenfehler im Angriff zum dritten Satzverlust (5:11) in Folge. Von diesem Rückschlag konnten sich die St. Gallerinnen nicht mehr erholen und das erhoffte Comeback blieb aus. Der Titelverteidiger aus Dennach erwies sich als zu stark und Jona muss sich nach dem neuerlichen 5:1 mit 1:4 nach Sätzen im Halbfinale geschlagen geben. Dennoch kann die Mannschaft stolz auf die gezeigte Leistung sein, was auch durch das Fazit von Martin Stoob untermauert wurde: „Wir waren Dennach in den ersten beiden Sätzen mindestens ebenbürtig. Danach konnten wir den Druck leider nicht mehr ganz aufrecht halten, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden mit der Leistung. Wir haben Dennach einen offenen Kampf geliefert.“ 

 

Souveräner Auftritt und spielerische Dominanz bringen erhoffte Medaille
Nachdem auch die letztjährigen österreichischen Staatsmeisterinnen von Wels ebenfalls ihr Halbfinale gegen die deutschen Gastgeberinnen aus Ahlhorn, allerdings in vier Sätzen, verloren hatten, kam es am Sonntag zu einem Duell Schweiz gegen Österreich im Kampf um Platz 3 des diesjährigen Hallen-Europapokals. Den Jonerinnen gelang ein Start nach Mass und man konnte von Beginn an den Spielverlauf dominieren. Der Schweizer Meister agierte mannschaftlich geschlossen und wusste mit einem gelungenen Aufbauspiel zu überzeugen, wodurch man mit überlegten Angriffsschlägen auf die Wandseite der Halle schnell mit 8:2 in Führung gehen konnte und diesen Vorsprung sicher zum 11:3-Satzgewinn ins Ziel brachte. Ein noch deutlicheres Bild zeichnete sich im zweiten Abschnitt ab, denn die gegnerischen Angriffsschläge verpufften nahezu in der sehr gut organisierten Joner  Defensive, so dass der österreichische Staatsmeister zu keiner Zeit ernsthaft Druck aufbauen konnte. Dies wurde vom TSV Jona konsequent ausgenutzt und mit dem klaren 11:1 die verdiente 2:0-Satzführung erspielt. Auf Grund der erlangten internationalen Erfahrung liessen die Jonerinnen aus spielerischer Sicht nicht nach und zogen ihr konsequentes, dynamisches Angriffsspiel auch dritten Satz weiterhin durch. Der TSV Jona wusste die speziellen Begebenheiten der Halle in Ahlhorn wesentlich besser auszunutzen und wies zudem ein deutlich besseres Spielkonzept als Wels vor, weshalb auch der dritten Abschnitt mit 11:4 klar an Jona ging. Als sämtliche Zuschauer bereits mit einem glatten Durchmarsch des Schweizer Meisters rechneten, zeigten sich die Österreicherinnen aus Wels plötzlich stark verbessert und konnten folgerichtig im vierten Teilabschnitt von Beginn an Führung gehen. Beim Stand von 7:10 offenbarten die Jonerinnen jedoch grossen Kampfgeist und wehrten alle drei gegnerischen Satzbälle zunächst souverän ab, ehe zwei weitere Punktgewinnen das 12:10 besiegelten, welches gleichbedeutend mit dem vielumjubelten klaren 4:0-Erfolg war. Somit ging die Bronze-Medaille beim diesjährigen EFA Fistball Women's Champions Cup Indoor deutlich und völlig verdient an Jona. Dementsprechend ist man auf Seiten des TSV Jona in der abschliessenden Beurteilung dieses bestens organisierten und von grossem Zuschauerzuspruch geprägten Europapokals mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden. Im Finale besiegte der Titelverteidiger  TSV Dennach den Ahlhorner SV in einem sehr eindeutigen Endspiel verdient mit 4:0-Sätzen und gewinnt somit den Hallen-Europapokal zum dritten Mal in Folge. Für das Team aus Jona gibt es nun jedoch keine Verschnaufpause, da am kommenden Sonntag bereits die letzte NLA-Qualifikationsrunde ansteht und der TSV Jona dort seine Tabellenführung verteidigen möchte. 

 

Im Einsatz standen
Tina Baumann, Natalie Berchtold, Nicole Münzing, Janine Stoob, Celina Traxler, Katja Winiger