Halbfinale: TSV Jona - TSV Dennach (GER)
Platzierungsspiel: TSV Jona - Ahlhorner SV (GER) oder FSC Wels 08 (AUT)


Im norddeutschen Ahlhorn kämpfen die Faustballerinnen des TSV Jona am kommenden Wochenende beim EFA 2017 Women's Champions Cup Indoor den kontinentalen Meistertitel (Homepage Ausrichter).

Dank des letztjährigen Gewinns des Meistertitels in der Schweizer Hallenmeisterschaft gelang der 1. Damenmannschaft des TSV Jona die Qualifikation für ihren zweiten Hallen-Europapokal der Frauen, welcher neuerdings als „EFA Fistball Women's Champions Cup Indoor“ bezeichnet wird. Bei ihrer internationalen Hallenpremiere im Jahre 2014 verpassten die Jonerinnen in Schneverdingen nach einer dramatischen 3:4-Niederlage mit dem vierten Schlussrang nur äusserst knapp eine Medaille.


Trotz Aussenseiterrolle realistische Chance auf Edelmetall
Durch den verdienten zweiten Gewinn des Schweizer Meistertitels qualifizierte sich die Mannschaft von Trainer Martin Stoob als eidgenössischer Landesvertreter für den diesjährigen EFA Fistball Women's Champions Cup Indoor. Neben den St. Gallerinnen nehmen noch Titelverteidiger und Deutscher Meister TSV Dennach, der deutsche Vizemeister und Ausrichter Ahlhorner SV sowie der österreichische Staatsmeister FSC Wels 08 an diesem Event teil. Innerhalb dieses hochdekorierten Teilnehmerfeldes ist das Joner Team wie auch der österreichische Vertreter eher in der Rolle des Aussenseiters zu sehen, denn beide Teams aus Deutschland können bereits mehrere Europapokal-Triumphe in ihrem Palmares vorweisen und besitzen zum Teil als Hallenspezialisten über ausgiebige internationale Erfahrung im Gegensatz zum TSV Jona. Gemäss den Einschätzungen der Experten ist Dennach, welches den Hallen-Europapokal die letzten beiden Jahre in Serie gewinnen konnte, klar gegenüber den Schweizerinnen zu favorisieren. Doch die Jonerinnen streben an diesem Wochenende eine Medaille an, kennen den Konkurrenten aus dem Schwarzwald von zahlreichen Partien auf dem Feld bestens und reisen in der Rolle des Spielverderbers nach Ahlhorn.
 

Deutscher Top-Favorit als schwerstmöglicher Halbfinalgegner
Im November fand unter der Aufsicht eines IFA-Delegierten die Auslosung der Halbfinalpaarungen für den diesjährigen EFA Fistball Women's Champions Cup Indoor statt und dem TSV Jona wurde dabei der amtierende Europapokalsieger (Feld & Halle) und Deutsche Meister (Halle) aus Deutschland zugelost. Die erfolgsverwöhnten Dennacherinnen konnten in den vergangenen Jahren zahlreiche nationale und internationale Erfolge feiern und entwickelten sich zum non plus ultra des Damen-Faustballs. Dies und die Tatsache, dass zudem vier aktuelle Weltmeisterinnen im Dennacher Kader stehen, bringt den TSV Dennach in die Favoritenrolle gegenüber den Schweizerinnen. Aber die Mannschaft von Trainer Martin Stoop muss sich nicht verstecken und möchte an die gezeigten Leistungen vom Sommer anknüpfen sowie den hervorragenden Start in der laufenden Nationalliga A Saison auch gegen Dennach unter Beweis stellen. Mit ebenfalls vier aktuellen Nationalspielerinnen und WM-Bronzemedaillengewinnerinnen im Kader konnte der TSV Jona mit dem zweimaligen Gewinn der Silbermedaille beim Feld-Europapokal seine internationale Klasse untermauern, wobei man sich nur zu gerne für die beiden erlittenen Finalniederlagen gegen Dennach revanchieren würde. Allerdings ist man sich bewusst, dass die äusserst starke deutsche und österreichische Konkurrenz in der Halle beim Kampf um die Medaillen wahrscheinlich zu favorisieren ist und es schwer sein wird den angestrebten Sieg und damit einhergehenden Podestplatz zu erreichen. Ausschlaggebend wird hierbei vor allem das eigen Service sein, denn nur wenn es damit gelingt die gegnerische Defensive genügend stark unter Druck zu setzen, sodass deren Ausnahmeangreiferin nicht optimal in Szene gesetzt werden kann, dann ergeben sich für die Frauen vom Oberen Zürichsee sicherlich Chancen auf Satzgewinne. Anders als im Ligabetrieb wird beim Pokal der Landesmeister im Modus best-of-seven gespielt und so benötigt ein Team vier Satzgewinne zum Erfolg. Auf diesem internationalen Topniveau und vor allem in der Halle spielen auch die Abwehrreihen eine enorm wichtige Rolle und so wird die Joner Defensive äusserst gefordert sein. Nur wenn es beim TSV Jona sehr gut läuft, liegt die Qualifikation für das Finale am Sonntag drin. Von Joner Seite hat man sich trotz der durch die Weltmeisterschaft bedingt verspätetet gestarteten Vorbereitung bestmöglich auf diesen ersten Saisonhöhepunkt fokussiert, weshalb man so lange wie möglich Paroli bieten möchte um aufzeigen wieso sich Jona in den vergangenen zwei Jahren auch international etabliert hat. Trainer Martin Stoob kann auf den kompletten Spielerkader zurückgreifen und sämtliche Spielerinnen sind fit für diese Herausforderung. Nun bleibt es abzuwarten inwiefern sich die noch mangelnde internationale Hallen-Spielpraxis auf die Partie gegen Dennach auswirkt.


Internationale Schwergewichte
Der zweite Finalteilnehmer wird zwischen dem Ausrichter und Deutschen Vizemeister Ahlhorner SV und den Österreicherinnen des FSC Wels 08 ermittelt. Auf Grund ihrer jungen und international noch unerfahrenen Mannschaft sind die Österreicherinnen in einer leichten Aussenseiterrolle zu sehen, wobei Wels ebenfalls über zahlreiche Nationalspielerinnen im Kader verfügt. Das Heimteam hingegen weist eine gute Mischung aus routinierten Spielerinnen und jungen Talenten auf und konnte schon mehrere internationale Vereinstitel gewinnen. Sollte beide Partien gemäss den Erwartungen der Experten verlaufen, ist in der Partie um Bronze am Sonntag ein offener Schlagabtausch zwischen Jona und Wels zu erwarten. Die Jonerinnen wollen unbedingt ihre erste international Medaille in der Halle erringen und haben dafür zwei Chancen, wobei das Erreichen von Bronze durchaus realistisch sein sollte. Mit Sicherheit sind spannende und hochstehende Partien beim Kampf um den Titel der besten Hallen-Mannschaft Europas in Ahlhorn zu erwarten.


Im Einsatz stehen
Tina Baumann, Natalie Berchtold, Nicole Münzing, Janine Stoob, Celina Traxler, Katja Winiger