Die Faustballerinnen des TSV Jona starten am letzten November-Wochenende in die neue NLA-Saison und streben die erstmalige Titelverteidigung in der Halle an.

Nach der äusserst erfolgreichen letztjährigen Feldsaison, welche für die Spielerinnen des TSV Jona mit dem vierten Schweizer Feldmeistertitel in Folge, dem zweiten Vize-Europapokalsieg hintereinander sowie für einen Grossteil der Mannschaft mit Bronze bei der Frauen-Weltmeisterschaft in Brasilien endete, besass die Mannschaft von Trainer Martin Stoob nur eine kurze gemeinsame Vorbereitungszeit um sich auf die Bedingungen in der Halle einzustellen. Auch in der bevorstehenden Hallensaison, welche für die Jonerinnen erneut nationale und internationale Highlights bereithält, gilt man als einer der Topfavoriten auf den Meistertitel und die St. Gallerinnen wollen in diesem Jahr erstmalig auch in der Halle ihren Titel verteidigen.

Kader auch in der neuen Saison unverändert

Ohne personelle Änderungen geht der TSV Jona auch in die neue Hallensaison, womit Trainer Martin Stoob auch weiterhin auf sein bewährtes sechsköpfiges Kader bestehend aus zahlreichen aktuellen und ehemaligen Schweizer Nationalspielerinnen vertrauen kann. Bei Bedarf könnte man den Kader jedoch jederzeit mit Spielerinnen aus der eigenen NLB-Reserve aufstocken oder ergänzen. Die erfolgsverwöhnten Jonerinnen sind in der nationalen Meisterschaft auf dem Feld seit knapp vier Jahren unbesiegt und nimmt deshalb auch gerade als amtierender Titelverteidiger auch in der Halle eine Favoritenrolle ein. Dieser Situation sind sich die Spielerinnen bewusst auch wenn das Trainerteam im Vorfeld die eigenen Ambitionen etwas zurückhaltender formuliert. Obwohl das offiziell angestrebte Ziel eine Medaille ist, kann es für die talentierte und erfolgreiche Mannschaft des TSV Jona in der aktuellen Hallensaison eigentlich nur um die erstmalige gehen.

Oberentfelden-Amsteg als härtester Herausforderer

Auch in diesem Jahr werden Hallen-Vizemeister Oberentfelden-Amsteg sowie Titelverteidiger Jona als aussichtsreichste Kandidaten für einen Platz beim Final-Event gehandelt. Allerdings wird auch den starken Zürcher Teams aus Schlieren und dem widererstarkten Embrach zugetraut ein gewichtiges Wort bei der Vergabe der Medaillen mitreden zu können. Das junge und ambitionierte Team aus Diepoldsau besitzt theoretisch das Potenzial in die Phalanx der etablierten Mannschaften einzubrechen, jedoch bedarf es dafür den seit längerem erwarteten Exploit. Rickenbach-Wilen sowie Neuendorf werden aller Voraussicht nach gegen den Abstieg aus der NLA kämpfen, weshalb ihnen eher geringe Chancen auf eine vordere Platzierung zugesprochen werden. Der TSV Jona ist als nationaler Titelträger zudem berechtigt die Schweizer Farben beim EFA Women´s Champions Cup Indoor zu vertreten. Die diesjährige Ausgabe des kontinentalen Pokalwettbewerbs findet im deutschen Ahlhorn statt und die Jonerinnen wollen sich nun auch in der Halle gegen die starke Konkurrenz aus Deutschland und Österreich beweisen.

Kader

Tina Baumann, Natalie Berchtold (C), Nicole Münzing, Janine Stoob, Celina Traxler, Katja Winiger, Martin Stoob (Trainer)