Vorrunde (02. Juli 2016):
11:15 Uhr vs. STV Schlieren (SUI)
13:45 Uhr vs. SV Moslesfehn (GER)
16:15 Uhr vs. FSC Wels 08 (AUT)


Im heimischen Grünfeld kämpfen die Faustballerinnen des TSV Jona am kommenden Wochenende beim EFA 2016 Women's Champions Cup den kontinentalen Meistertitel.

Dank des neuerlichen Gewinns des Schweizer Meistertitels im vergangenen Jahr qualifiziert sich 1. Damenmannschaft des TSV Jona zum vierten Mal in Folge für den Feld-Europapokal der Frauen, welcher neuerdings als EFA Fistball Women's Champions Cup bezeichnet wird. Die Jonerinnen, welche zuletzt drei nationale Titel in Serie für sich entscheiden konnten, spielen seit mehreren Jahren in der aktuellen Konstellation zusammen, wobei sich der Kader ausschliesslich aus Spielerinnen aus der eigenen Nachwuchsabteilung rekrutiert. Die mittlerweile auch international erfahrene Mannschaft von Trainer Martin Stoob schaffte letzten Jahr den endgültigen Durchbruch auf europäischer Ebene und konnte sensationell bis in das Europapokal-Finale vordringen, in welchem man sich nach harten Kampf den gastgebenden Dennacherinnen geschlagen geben musste. Nach zunächst zahlreichen vierten Plätzen bei internationalen Events, stellte diese Silbermedaille bei den Frauen eine Premiere für den Verein dar. Obwohl man sich in dieser Feldsaison erneut vorgängig auf die erfolgreiche Titelverteidigung konzentrieren möchte, stellt der Women's Champions Cup im heimischen Grünfeld ein wichtiges Saisonhighlight dar. Der TSV Jona richtet nach 2005 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte diesen Event aus, aber anders als vor elf Jahren nimmt einer Joner Mannschaft aktiv daran teil.

Die besten Frauenteams aus Europa kämpfen um den Medaillen
Beim EFA Fistball Women's Champions Cup, bei welchem turnusgemäss die Meister sowie Zweitplatzierten aus den einzelnen Landesmeisterschaften teilnehmen, findet dieses Jahr gemäss der jährlichen Rotation in der Schweiz statt. Als nationaler Titelträger sowie Ausrichter qualifizierte sich das Heimteam neben dem STV Schlieren (Schweizer Vizemeister) für den diesjährigen Champions Cup. Auf Grund der Tatsache, dass Italien in diesem Jahr keine Mannschaft entsendet, ist zudem der STV Oberentfelden-Amsteg als dritter der Schweizer Meisterschaft ebenfalls teilnahmeberechtigt. Zusätzlich den drei Schweizer Teams nehmen noch Titelverteidiger TSV Dennach (GER), der MTSV Selsingen (GER), der SV Moslesfehn (GER), der neue österreichische Meister FBC ABAU Linz Urfahr (AUT) sowie der FSC Wels 08 (AUT) teil. In diesem starken und ausgeglichen Teilnehmerfeld gehören die Jonerinnen auf Grund der gezeigten Leistungen in den vergangenen Jahren zu den Medaillenkandidaten, obwohl man die spielstarken deutschen und österreichischen Frauenmannschaften nie unterschätzen darf. Diese Einschätzung wurde in den letzten Jahrzehnten durch die Dominanz dieser beiden Nationen im Europapokal immer wieder bestätigt. Dennoch möchten die Jonerinnen bei ihrem fünften europäischen Wettbewerb, dem ersten auf heimischer Anlage, mithalten und streben die erneute Halbfinalqualifikation. Insgeheim erhofft sich das Team um Captain Natalie Berchtold erneut ein Platzierung auf dem Podium, doch hierfür wird es neben einer geschlossene Mannschaftsleistung und dem Abrufen des eigenen Leistungsmaximum auch das notwendige Wettkampfglück benötigen.

Lösbare Vorrundengruppe mit Stolpersteinpotenzial
Die Auslosung durch die EFA ergab, dass der TSV Jona als leichter Favorit in einer ausgeglichenen Gruppe mit Moslesfehn, Wels und Schlieren um die Qualifikation für die beiden Halbfinals am Sonntag kämpfen wird. Somit stehen am Samstag drei Partien auf jeweils drei Gewinnsätze auf dem Programm, nach denen der Schweizer Meister mindestens auf dem 2. Gruppenrang platziert sein muss, um weiterhin um die Medaillen kämpfen zu können. Den Auftakt macht die Partie gegen den Schweizer Vizemeister STV Schlieren, welcher mit einer Mischung aus ehemalige Nationalspielerinnen und jungen Talenten antritt. Ist man gewillt die Vorrunde zu überstehen und zudem im weiteren Verlauf um die Podestplätze zu kämpfen, dann muss man diesen Match gewinnen, zumal man in der nationalen Meisterschaft Schlieren zweimal diskussionslos mit 3:0-Sätzen. In dem darauffolgenden Gruppenspiel treffen die St. Gallerinnen auf den SV Moslesfehn, welcher am vergangenen Wochenende die vorzeitige Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften im August realisieren konnte. Die Norddeutschen gehören zu den Traditionsvereinen in Deutschland und verfügen über einen breiten und ausgeglichenen Kader. Zu den Highlights in der Vereinsgeschichte zählt sicherlich der Gewinn der Bronzemedaille beim Frauen-Europapokal 2009. Ein Sieg, welcher nahezu gleichbedeutend mit dem Überstehen der Vorrunden sein könnte, liegt für die Jonerinnen durchaus in Reichweite, auch wenn diese Mannschaft aus Sicht des TSV Jona zu den grossen Unbekannten zählt. Zum Abschluss des Tages trifft man auf die Österreicherinnen des FSC Wels 08, welche nach dem Vize-Staatsmeister im letzten Jahr am letzten Wochenende die nationale Meisterschaft auf dem dritten Schlussrang beendeten. Die kampfstarken Welserinnen, welche im letzten Jahr hinter Jona Bronze beim Europapokal gewannen, sind auf keinen Fall zu unterschätzen. Bereits damals lieferten sich beide Teams einen wahren Abnützungskampf, wobei die Jonerinnen knapp mit 3:2 die Oberhand behalten konnten. Dementsprechend ist eine spannende Partie zu erwarten, welche im Idealfall zugleich das Topspiel im Kampf um den Gruppensieg darstellen könnte. Sollte beide Team ihre Bestleistung abrufen können, wird es höchstwahrscheinlich schwierig ist eine Prognose über den Spielverlauf abgeben zu können.

Potential für erneuten Exploit vorhanden
Nachdem die Jonerinnen in der Vergangenheit bei ihren ersten Teilnahmen am Damen-Europapokal zunächst jeweils immer nur den undankbaren vierten Platz erreichen konnten, gelang dem Team im letzten Jahr der erstmalige Medaillengewinn. Dieser Erfolg bestätigte die positive Entwicklung der Mannschaft, welche sich in den vergangenen Jahren in der europäischen Spitze etablieren konnte und deshalb auch in dieser Saison zum erweiterten Favoritenkreis zu zählen ist. Vordergründig möchten die Joner Frauen bei ihrer europäischen Heimpremiere erneut durch eine engagierte, kämpferische Leistung auffallen. Allerdings ist man sich bewusst, dass man gegen die äusserst starke deutsche und österreichische Konkurrenz beim Kampf um die Medaillen erstmalig nicht mehr als Aussenseiter angesehen wird. Mit dieser neuen Situation muss das Team von Trainer Martin Stoob umzugehen zu wissen, wenn man erneut in die Halbfinals vorzustossen möchte. Das erklärte Ziel des Teams ist es beim Vergleich der besten europäischen Damenmannschaften zu bestehen sowie guten, attraktiven Faustballsport zu zeigen. Insgeheim spekuliert man wie im Vorjahr auf die Qualifikation für die Halbfinals und der damit einhergehenden Chance auf den Gewinn einer Medaille. Das Team freut sich auf den Event und hofft zahlreiche Besucher und Fans auf der heimischen Sportanlage Grünfeld begrüssen zu dürfen.
 

Im Einsatz stehen
Tina Baumann, Natalie Berchtold, Nicole Münzing, Janine Stoob, Celina Traxler, Katja Winiger