Die Weltmeisterschaften endeten für drei Nachwuchsspielerinnen des TSV Jona mit der weiblichen U18-Nationalmannschaft auf einem enttäuschenden vierten Rang.

Wie bereits im Vorfeld erwartet erwiesen sich die beiden grossen Faustballnationen Deutschland und Österreich als zu stark für das junge Swiss Team, sodass man mit Gastgeber Brasilien um den letzten Halbfinalplatz kämpfen musste. Da die Eidgenossinnen letztendlich auch an der dritten grossen Faustballnation Brasilien scheiterten, verpasste die Mannschaft um die Jonerinnen Selina Danuser, Livia Helbling sowie Renée Saethre das vorgängig definierte Ziel einer Medaille. Bei den männlichen Vertretern konnten die Eidgenossen unter Regie von Co-Trainer Fabio Kunz ihren Vizeweltmeistertitel nicht verteidigen und landete ebenfalls auf dem vierten Schlussrang.
 

Jonerinnen mit guter persönlicher Entwicklung
Die drei Jonerinnen im Schweizer Kader lieferten über die Weltmeisterschaft gesehen eine solide Leistung ab, wobei erneut erkenntlich wurde, dass im Gegenzug zu den anderen Top-Nationen bei sämtlichen Schweizerinnen die Routine und Erfahrung internationalen Vergleich fehlt. Der Grossteil der Spielerinnen aus Deutschland, Österreich und Brasilien spielt in der jeweiligen höchsten Damen-Spielklasse und besitzen deshalb im Ernstkampf einen wichtigen physischen und psychischen Vorteil. Man sei schon ein wenig enttäuscht, dass es nicht für das angestrebte Finale sowie letztendlich eine WM-Medaille gereicht hat, so Abwehrspielerin Saethre. Zu dieser Einschätzung kommt auch Angreiferin Livia Helbling, welche eine Angriffsoption des Swiss Teams für die Weltmeisterschaft gewesen ist. „Wir haben als Team alles gegeben um unser gemeinsames Ziel zu erreichen, jedoch gelang es uns nicht auf dem Punkt unsere beste Leistung abzurufen, wobei vor allem die beiden Finalisten letztendlich ausserhalb unserer Reichweite lagen.", so Helbling rückblickend auf ihren vierten Grossanlass bei der weiblichen U18. WM-Debütantin Selina Danuser, welche in Brasilien ihren zweiten internationalen Grossanlass bestritt, zeigte sich auch nach Abschluss des Events beeindruckt von den gemachten Erfahrungen am Zuckerhut. „Obwohl ich letzten Jahr mein Debüt feiern konnte, bin ich ein wenig aufgeregt gewesen aber schlussendlich entsprach meine gezeigte Leistung den Erwartungen.“, so Danuser rückblickend auf die WM. Abschliessend ist zu erwähnen, dass die Weltmeisterschaften ein genialer Event mit sehr guter Organisation und grossem Zuschauerzuspruch gewesen seien, wodurch die aktive Teilnahme als Spielerin noch eindrücklicher gewesen sei.
 

Schweizer Junioren verpassen ebenfalls Finaleinzug
Die männliche U18 hat es in diesem Jahr verpasst ihren sensationellen Erfolg von Kolumbien 2012 zu widerholen und beendete die Weltmeisterschaft wie schon die Damen auf dem enttäuschenden vierten Platz. An der Seitenlinie des neuformierten Swiss Teams stand der Joner Fabio Kunz, welcher als Co-Trainer der Eidgenossen vor allem für die Defensive zuständig ist. „Dieses Konzept der Aufgabenteilung zwischen uns Coaches hat sich in der Vergangenheit bewährt, weshalb wir auch dieses Mal nicht davon abgesehen haben.“ Allerdings ist es bei diesem Anlass für das Team schwieriger gewesen die gewünschte Maximalleistung abzurufen, zumal die anderen Nationen mit eingespielten Teams auftraten. Über die gesamte Weltmeisterschaft hinweg seien Deutschland und Brasilien die bestimmenden Nationen gewesen und die Eidgenossen verpassten es in den entscheidenden Partien gegen Österreich zu reüssieren. „Ich persönlich sehe die Vorrundenpartie gegen Österreich als entscheidenden Knackpunkt, denn hier lagen wir mit 2:0 Sätzen sowie 8:4 in Führung, konnten den Sieg jedoch nicht realisieren, wodurch unsere junge Mannschaft sehr verunsichert wurde. Dies erklärt eventuell im Anschluss auch die erstmalige Niederlage in der Vorrunde gegen Afrikavertreter Namibia.“, analysiert Kunz den WM-Verlauf. Im nächsten Jahr wird Fabio Kunz das Amt des Nationaltrainers von Christian Zbinden übernehmen und die Mission Titelverteidigung bei der Europameisterschaft in Angriff nehmen.