Im tschechischen Prelouc kämpfen die Nationalteams der Damen und männl. U21 an diesem Wochenende um die Kontinentalmeisterschaften im Faustball.

Die Damen- und Junioren-Nationalmannschaften aus den fünf Nationen Deutschland, Italien, Österreich, Schweiz und Tschechien bestreiten am 23./24. August ihre Europameisterschaften. Als Ausrichter hat sich der tschechische Verband bereit erklärt die Wettkämpfe in der Nähe von Prag in der Stadt Prelouc auszutragen. Mit Tina Baumann, Natalie Berchtold, Nicole Münzing, Janine Stoob und Celina Traxler sind gleich fünf Spielerinnen des TSV Jona fixer Bestandteil des zehnköpfigen Kaders.
 

Jonerinnen weiterhin integraler Bestandteil des Teams
Die Schweizer Damennationalmannschaft geht als Medaillenanwärter ins Rennen und möchte nach den dritten Rängen bei den Europameisterschaften in den letzten beiden Jahren nun wieder ins Finale vorstossen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich die Jonerinnen zuversichtlich zeigen mit dem jungen Swiss Team, welches durch seine Homogenität und einen sehr guten Teamspirit besticht, die arrivierten Mannschaften aus Österreich und Deutschland fordern zu können: „Wir durch unseren mannschaftlichen Zusammenhalt überzeugen und uns so gemeinsam zu Höchstleistungen anspornen.“ so EM-Debütantin Janine Stoob. Obwohl das Nationalteam noch einmal verjüngt wurde und in dieser Zusammensetzung erstmalig einen Grossanlass bestreitet, können die beiden Nationaltrainer Stephan Jundt und Dieter Back mit Natalie Berchtold und Nicole Münzing auf die langjährige Erfahrung zwei Joner Europameisterinnen zurückgreifen, welche bei der Heim-EM 2009 in Zofingen eine prägende Rolle gespielt haben. Die 27jährige Abwehrspezialistin Nicole Münzing steht bereits seit 11 Jahren im Nationalkader der Damen und war an allen grossen Erfolgen in dieser Zeit beteiligt, weshalb sie auf Grund ihrer Erfahrung zum neuen Captain benannt wurde. Als routinierteste Schweizer Spielerin und möchte "sie 110% Einsatz und Konzentration zeigen um gemeinsam mit dem Team den Top-Nationen ein Bein stellen zu können". Für Zuspielerin Natalie Berchtold ist es bereits der fünfte grosse internationale Damen-Event, womit sie trotz ihres jungen Alters von 23 Jahren bereits die dritterfahrenste Spielerin ist. Aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, dass Berchtold selbstbewusst auftritt, auf einen Stammplatz hofft und „mit dieser «jungen» Mannschaft, welche noch keinen internationalen Titel feiern konnte, die Goldmedaille gewinnen“ möchte. Auf der Hauptangreiferin des TSV Jona, Celina Traxler, lastet im neu aufgestellten Swiss Team erneut der Druck als Hauptangreiferin, doch die Bülacherin weiss mit dieser Situation umzugehen und konnte dies beim diesjährigen Europapokal der Vereinsmannschaften bereits unter Beweis stellen. Tina Baumann als eine der jüngsten Spielerinnen im Schweizer Kader komplettiert das Joner Quintett und auch sie möchte „Voll-Gas geben und nie aufgeben“ um bei der EM den gewünschten Teamerfolg zu haben.
 

Etablierte Nationen erneut in Favoritenrolle
Auch in diesem Jahr der Konkurrenzkampf bei den Damen sehr ausgeprägt und vor allem Titelverteidiger Österreich sowie Vizeweltmeister Deutschland sind in der Favoritenrolle anzusiedeln. Auf Grund dieser beiden spielstarken Nationen ist davon auszugehen, dass die Eidgenossinnen sich wahrscheinlich über das Halbfinale für das Endspiel qualifizieren müssen. „Es braucht deshalb von uns eine absolute Topleistung, um Deutschland oder Österreich zu schlagen. Nicht nur im Angriff muss alles stimmen, es braucht auch eine sehr gute Defensive.“, blickt das Trainer Stephan Jundt auf die bevorstehende Europameisterschaften. Neben den Favoritinnen nehmen noch die Teams der kleinen Nationen wie Italien und Gastgeber Tschechien teil, welche diese europäischen Titelkämpfe bereichern. Diese Nationen sind leistungsmässig noch nicht auf dem Niveau der drei arrivierten Nationen, werden aber alles daran setzen die Favoriten das Leben so schwer wie möglich zu machen.
 

U21-EM ebenfalls mit zweifacher Joner Beteiligung
Bei der männlichen U21 haben es mit Romano Colombi sowie erstmalig Yves Baeriswyl zwei Joner Spieler in den definitiven zehnköpfigen Kader der Schweiz geschafft. Debütant Yves Baeriswyl, welcher in der NLB-Mannschaft des TSV Jona als Zuspieler agiert, freut sich erstmalig die Schweizer Farben vertreten zu dürfen und fiebert dem Event mit grosser Vorfreude entgegen. Angreifer Colombi gehört zu den Teamstützen und versucht mit dem Swiss Team erstmalig nach 2002 (Waldkirch) wieder einen Junioren-Europameistertitel zu erringen. Im dieses Ziel realisieren zu können, müssen die Eidgenossen allerdings Top-Favorit Deutschland bezwingen, welches diesen Wettbewerb zuletzt neun Mal in Folge gewinnen konnte und in diesem Jahr auf die Dienste von Ausnahmeangreifer und World Games Sieger Patrick Thomas zurückgreifen kann. Aus diesem Grund lautet das Ziel des jungen Schweizer Kaders die Vorrunde erfolgreich zu bestehen und sich mindestens über das Halbfinale für das Endspiel qualifizieren zu können. Sollte dieser Meilenstein erreicht werden, dann wird die motivierte und siegeshungrige Mannschaft von Nationaltrainer Elmar Bonetti alles daran setzen die Sensation zu schaffen. Es ist davon ausgehen, dass attraktive und umkämpfte Partien geboten werden, zumal bei nahezu sämtlichen Nationen arrivierten Bundeliga- oder NLA-Spieler im Einsatz stehen werden.