Im österreichischen Vöcklabruck kämpfen die Nationalteams der weibl. und männl. U18 an diesem Wochenende um die Kontinentalmeisterschaften im Faustball.

Die weiblichen und männlichen Jugend-Nationalmannschaften aus den fünf Nationen Deutschland, Italien, Namibia (nur männl. U18), Österreich und der Schweiz bestreiten am 13./14. Juli ihre Europameisterschaften. Als Ausrichter hat sich der österreichische Verein Union Tigers Vöcklabruck bereit erklärt die Wettkämpfe auszutragen. Mit Selina Danuser, Livia Helbling sowie Renée Saethre sind gleich drei Spielerinnen des TSV Jona fixer Bestandteil des zehnköpfigen Kaders.
 

Erfahrene Jonerinnen wichtiger Team-Bestandteil
Die weibliche U18-Nationalmannschaft geht als Aussenseiter ins Rennen und möchte nach dem dritten Rang bei der Heim-Europameisterschaft vor zwei Jahren nun erstmals seit langem wieder ins Finale vorstossen. Obwohl ambitioniert, geben sich die Jonerinnen vorgängig etwas zurückhaltend, da man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ganz abschätzen könne wie stark die Konkurrenz wirklich ist. „Wir wollen als Mannschaft alles geben, an uns glauben und mindestens einen Podestplatz, bestenfalls gar die Finalteilnahme erreichen.", so die 16jährige EM-Debütantin Selina Danuser. Obwohl das Nationalteam nach der WM in Kolumbien erneut verjüngt werden musste und in dieser Zusammensetzung noch keinen Grossanlass bestritten hat, können die beiden Nationaltrainer Michael Suter und Rahel Schreiber mit Livia Helbling und Renée Saethre auf die Erfahrung zwei Joner WM-Teilnehmern zurückgreifen. Die ebenfalls 16jährige Angreiferin Livia Helbling bestreitet bereits ihren dritten Grossanlass mit der U18-Nationalmannschaft und zählt somit zu den routiniertesten Schweizer Spielerinnen und möchte "mit dem jungen, frechen, dynamischen Team viel Spass haben, denn nur so kann die Europameisterschaft zum Erfolg werden". Für Abwehrspezialistin Renée Saethre, die dritte Spielerin des TSV Jona im aktuellen Swiss Team, ist es der zweite internationale Event und die Trainer vertrauen gänzlich in die spielerischen Fähigkeiten der St. Gallerin. Aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, dass die 17jährige Saethre selbstbewusst auftritt und sich Hoffnungen auf einen Platz in der Starting-Five macht.
 

Starke Konkurrenz aus den Nachbarländern
Wie in der jüngeren Vergangenheit üblich, ist auch in diesem Jahr der Konkurrenzkampf im Hauptfeld der Damen enorm und vor allem die beiden grossen Nationen um Vizeweltmeister und Europameister Deutschland sowie Österreich sind als Topfavoriten zu nennen. Die Alpennachbarinnen aus Österreich möchten erfolgreich Revanche nehmen für das verlorene EM-Finale vor knapp zwei Jahren, wohingegen der amtierende Titelträger Deutschland unbedingt seinen in Jona errungenen Titel verteidigen möchte. Auf Grund dieses starken Teilnehmerfeldes ist davon auszugehen, dass die Eidgenossinnen sich wahrscheinlich über das Halbfinale für das Endspiel qualifizieren müssen. „Wir haben einen super Spirit im Team und sollte es uns gelingen diesen sowie den Spass auf das Spielfeld zu übertragen, dann können wir befreit aufspielen, die notwendigen Erfahrungen sammeln und hoffentlich das vorhandenes Potential abrufen“, zeigt sich Nationaltrainer Michael Suter zuversichtlich in Anbetracht der anstehenden Partien. Neben den Favoritinnen nimmt noch das äusserst junge Team aus Italien teil, welchen diesen europäischen Wettbewerb seit Jahren bereichert. Obwohl die Italienerinnen leistungsmässig noch nicht mit den drei arrivierten Nationen mithalten können, werden diese aber alles daran setzen den Favoriten das Leben so schwer wie möglich zu machen.
 

Titelverteidiger mit Joner Unterstützung an der Seitenlinie
Bei der männlichen U18 hat es in diesem Jahr zwar keine Joner Spieler in den endgültigen Kader des amtierenden Europameisters geschafft, aber mit Fabio Kunz stammt der Co-Trainer der Eidgenossen vom TSV Jona. Seit 2010 fungiert der Joner Angreifer im Betreuerstab des Swiss Teams und coachte zusammen mit Trainer Christian Zbinden das U18-Team bei bisher zwei Weltmeisterschaften (2010 & 2012) und der Heim-EM in Jona (2011). Neben dem Gewinn der Silbermedaille bei der letztjährigen WM in Kolumbien sticht vor allem der Titelgewinn bei der Europameisterschaft im heimischen Grünfeld vor zwei Jahren heraus. Den damals errungenen Titel möchte man nun erstmals verteidigen, wobei das Leistungsniveau der beiden Hauptkonkurrenten aus Deutschland sowie Ausrichter Österreich schwer einzuschätzen ist. „Wir haben einen ausgeglichenen, starken Kader und streben die erneute Qualifikation für das Finale an“, so Kunz zu den Zielen der männlichen U18. Als besonderes Highlight ist zu erwähnen, dass neben den vier europäischen Teams erstmals seit 2001 auch wieder eine Mannschaft Namibias teilnimmt, da es in Afrika keine kontinentalen Meisterschaften gibt.