Im schweizerischen Diepoldsau kämpfen die Nationalteams der Damen und männl. U21 an diesem Wochenende um die Kontinentalmeisterschaften im Faustball.

Die Damen- und Junioren-Nationalmannschaften aus den sechs Nationen Deutschland, Italien (nur Damen), Katalonien/Spanien (nur U21), Österreich, Schweiz und Tschechien bestreiten am 13./14. Juli ihre Europameisterschaften. Als Ausrichter hat sich der SVD Diepoldsau bereit erklärt die Wettkämpfe auf der Rheininsel auszutragen. Mit Tina Baumann, Natalie Berchtold, Nicole Münzing, Daniela Späni und Celina Traxler sind gleich fünf Spielerinnen des TSV Jona fixer Bestandteil des zehnköpfigen Kaders.
 

Jonerinnen integraler Bestandteil des Teams
Die Schweizer Damennationalmannschaft geht als Medaillenanwärter ins Rennen und möchte nach dem dritten Rang bei der Europameisterschaft im letzten Jahr nun wieder ins Finale vorstossen. So geben sich die Jonerinnen auch alle zuversichtlich, dass das junge Team mit seinem guten Teamspirit die arrivierten Mannschaften aus Österreich und Deutschland zu fordern vermag: „Wir wollen in das Finale einziehen und wenn alle Spielerinnen gemeinsam an dieses Ziel glauben, dann ist zu Hause alles möglich.", so EM-Debütantin Daniela Späni. Obwohl das Nationalteam extrem verjüngt wurde und in dieser Zusammensetzung noch keinen Grossanlass bestritten hat, können die beiden Nationaltrainer Stephan Jundt und Dieter Back mit Natalie Berchtold und Nicole Münzing auf die Erfahrung zwei Joner Europameisterinnen zurückgreifen, welche bei der letzten Heim-EM 2009 in Zofingen eine wichtige Rolle gespielt haben. Die 26jährige Abwehrspezialistin Nicole Münzing steht bereits seit 10 Jahren im Nationalkader der Damen und war an allen grossen Erfolgen (Weltmeister 2002, Europameister 2004 & 2009) in dieser Zeit beteiligt. Mit ihren 42 Länderspielen  ist sie die routinierteste Schweizer Spielerin und möchte "das junge, freche, dynamische Team mit meiner Erfahrenheit, Sicherheit und Konstanz bestmöglich unterstützen". Für Zuspielerin Natalie Berchtold ist es auch schon der vierte grosse internationale Damen-Event und die Trainer vertrauen gänzlich in die spielerischen Fähigkeiten der St. Gallerin. Aus diesem Grund ist es auch nicht verwunderlich, dass Berchtold selbstbewusst auftritt und sich Hoffnungen auf einen Platz in der Starting-Five macht. Auf der Hauptangreiferin des TSV Jona, Celina Traxler, lastet im neu aufgestellten Swiss Team der Druck als Hauptangreiferin, doch die Bülacherin weiss von ihrer Tanzausbildung her mit einer solchen Situation umzugehen und möchte ihrer Teil zum erfolgreichen Bestreiten der Europameisterschaft beitragen. Das Joner Quintett wird von Tina Baumann komplettiert und auch die jüngste Spielerin im Schweizer Kader  möchte alles geben, das Beste aus sich herausholen und den Teamzusammenhalt stärken.
 

Enorm starke Damen-Konkurrenz
Wie in der jüngeren Vergangenheit üblich, ist auch in diesem Jahr der Konkurrenzkampf im Hauptfeld der Damen enorm und die drei grossen Nationen um Europameister Österreich, Vizeweltmeister Deutschland und Gastgeber Schweiz liegen nahezu auf Augenhöhe. Die Alpennachbarinnen aus Österreich werden wie schon bei der letzten EM in der Favoritenrolle gesehen und wollen unbedingt ihren Titel verteidigen. Deutschland hat vor drei Jahren mit der Kaderverjüngung begonnen und reist mit einem sehr jungen Kader an, welcher jedoch über ausreichend internationale Erfahrung verfügt um die europäische Konkurrenz zu fordern. Auf Grund dieses starken Teilnehmerfeldes ist davon auszugehen, dass die Eidgenossinnen sich wahrscheinlich über das Halbfinale für das Endspiel qualifizieren müssen. „Sollte es dem Team gelingen seinen gesamten Spirit sowie den Spass auf das Spielfeld zu übertragen, dann können wir locker aufspielen und hoffentlich unser vorhandenes Potential abrufen.“, schaut das Coaching-Team zuversichtlich auf die bevorstehenden Partien. Neben den Favoritinnen nehmen noch die Teams der kleinen Nationen wie Italien, Tschechien und Katalonien teil, welche diesen europäischen Wettbewerb bereichern. Obwohl diese Nationen leistungsmässig noch nicht mit den drei arrivierten Nationen mithalten können, werden aber alles daran setzen die Favoriten das Leben so schwer wie möglich zu machen.
 

U21 mit Joner Beteiligung
Bei der männlichen U21 hat es mit Romano Colombi ein Joner Spieler in den definitiven neunköpfigen Kader der Schweiz geschafft. Der Joner Angreifer gehört zu den Teamstützen und versucht mit dem Swiss Team erstmalig nach 2002 (Waldkirch) wieder einen Junioren-Europameistertitel zu erringen. Die Chancen hierfür stehen gut, da die Eidgenossen leicht zu favorisieren sind, obwohl man vor allem Deutschland, welches diesen Wettbewerb zuletzt acht Mal in Folge gewinnen konnte, nicht unterschätzen darf. Die Zuschauer können davon ausgehen, dass attraktive und umkämpfte Partien geboten werden, zumal bei nahezu sämtlichen Nationen arrivierten Bundeliga- oder NLA-Spieler im Einsatz stehen werden.