3. Senioren-WeltspieleÜber das Wochenende vom 17. – 19. April 2009 fanden in Montecarlo, Region Missiones, Argentinien, die 3. Senioren-Weltspiele statt. Die Veranstaltung war durch den örtlichen Club Guatambu bestens organisiert und am Freitag- und Samstagabend fanden jeweils Veranstaltungen mit Vorführungen einheimischer Folkloregruppen statt, die wirklich unter die Haut gingen. Auch der TSV Jona startete mit einem Team an dieser Veranstaltung, an welcher insgesamt 26 Mannschaften aus Brasilien, Argentinien, Chile, Deutschland, Österreich und der Schweiz in drei Altersklassen (bis 45-jährig, bis 55-jährig, über 55-jährig) gemeldet waren.

 

Die Veranstaltung stand unter der Organisation der International Fistball Association (IFA), und hatte somit erstmals offiziellen Charakter, nachdem die beiden ersten Austragungen 2000 in Südamerika (mit Turnieren in Llanquihue, Chile, und Curitiba, Brasilien) und 2004 in Namibia (mit Turnieren in Windhoek und Swakopmund) noch unter der Initiative und Organisation des ehemaligen Joner Vereinspräsidenten Charly Raymann stand. So durfte anlässlich des offiziellen Abschlussabends mit Freude verkündet werden, dass die nächsten Senioren-Weltspiele bereits 2012 im brasilianischen Rio Branco, in der Nähe von Curitiba, ausgetragen werden.

Der TSV Jona startete mit einem 9-Mann Kader in der Altersklasse bis 55 Jahre, im Wissen, dass einerseits im Angriff Defizite bezüglich Kondition bestanden und anderseits die Joner die „älteste“ Truppe in dieser Altersklasse stellten. Mit je einer unnötigen Satzniederlage in zwei von drei Qualifikationsspielen vom Freitag verpassten die Joner knapp den direkten Einzug ins Halbfinale und mussten sich schlussendlich mit dem 6. Rang – bei Olympia noch diplomwürdig – begnügen. Es konnten im Verlaufe des Turniers auch sämtliche Spieler eingesetzt werden und Roman Mattle blieb es als einzigem des Joner Teams vergönnt, ohne Satzniederlage das Feld zu verlassen, Chapeau!!!
 

Mike Jäger mit Luzern Weltmeister
3. Senioren-WeltspieleDer TSV Luzern nahm in der selben Altersklasse wie die Joner ebenfalls teil, leider jedoch nur mit einem 5er Kader, das sich rächen sollte. Bereits am Freitag verletzte sich ein Abwehrspieler und der TSV Jona leistete Schützenhilfe. Dank dem Entgegenkommen von Mike Jäger, welcher sich ab Samstag für das Luzerner Team zur Verfügung stellte und die Luzerner zusätzlich verstärkte, konnten die Luzerner das Turnier nicht nur weiterführen, sondern sich auch für das Endspiel qualifizieren, wo sie auf das favorisierte Team aus Vöcklabruck trafen. Zur Überraschung waren es jedoch nicht die Österreicher, welche das Spiel dominierten, sondern die weiterhin auf einem hohen Niveau spielenden Luzerner, welche dem Ausrichter der Herren-WM von 1990 keine Chance liessen und mit einem verdienten und deutlichen 3:0 Sieg sich als Weltmeister feiern lassen durften.
 

Rundreise als bleibendes Erlebnis
Im Vorfeld und auch im Anschluss an die Weltspiele führte die 16-köpfige Reisegruppe des TSV Jona sie vorerst ins Pantanal-Gebiet, einem riesigen Sumpfgebiet im Südwesten Brasiliens, von der UNO als Weltnaturerbe proklamiert. Nach der Veranstaltung besuchte die Gruppe in Iguassu die grössten und beeindruckenden Wasserfälle der Welt mit Bootsfahrt direkt unter zwei der Wasserfälle. Anschliessend führte die Reise weiter nach 3. Senioren-WeltspieleRio de Janeiro, wo nebst dem Corcovado und dem Zuckerhut auch der Copacabana ein Besuch abgestattet wurde und dabei die nach wie vor dem „Auge gut tuende“ Bademode der weiblichen Beachbesucherinnen bewundert werden konnte. Auch den kulinarischen Genüssen konnte verschiedentlich in den sehr guten Churrascerias nachgelebt werden. Währenddem Gröglis und Treutlers anschliessend die Reise nach Hause antraten, verbrachte der Rest der Truppe noch vier herrliche Tage zum Ausruhen im Badeort Buzios, rund 200 km nordöstlich von Rio entfernt. Buzios wurde in den 60er Jahren durch Brigitte Bardot bekannt und hat sich mittlerweile zu einer sehr guten Adresse als Badeort abseits des grossen Touristenrummels entwickelt. Ende April war dann auch für den Rest der Gruppe nach beinahe 3-wöchigem Südamerika-Aufenthalt das Abenteuer wieder vorbei und vollgepackt mit riesen Erinnerungen kehrten alle wohlbehalten wieder nach Hause zurück.