portrait natijanine stoobEs ist fast schon ein bisschen selbstverständlich geworden, dass diverse Spielerinnen der ersten Joner Frauen Mannschaft in der vergangenen Zeit in die Schweizer Nationalmannschaft berufen wurden. Eine logische Schlussfolgerung, dominierte der TSV Jona in den letzten Jahren die Schweizer Liga. Auch dieses Jahr sind 4 Spielerinnen für die Weltmeisterschaft im Österreichischen Griesskirchen aufgeboten worden. Celina Traxler, Natalie Berchtold, Tino Baumann und Janine Stoob. Eine Woche vor Beginn der Weltmeisterschaft möchten wir den Puls fühlen und haben Janine Stoob einige Fragen gestellt.

 

Als erste Frage, wie geht es dir, bist du Gesund und bereit für die WM?
Danke der Nachfrage, mir geht es tip top und ich freue mich sehr auf nächste Woche. Ich gönnte mir letzte Woche eine Reise nach Mallorca und konnte ein bisschen herunterfahren. Nun seit dem Sonntagtraining bin ich wieder fokussiert auf die WM und freue mich, wenn sie startet.

 
Was für einen Einfluss hatte die Corona Situation auf die Vorbereitung auf die WM?
Corona hatte anfangs grossen Einfluss. Wir konnten nicht mehr als Nationalmannschaft trainieren. Jede war auf sich selbst gestellt und Toni Lässer appellierte an die Selbstinitiative. Wir vom TSV Jona mussten aber nicht ganz aufs Training verzichten. Wir haben über den Winter viel an unserer Schnelligkeit und Ausdauer gearbeitet. Wir trainierten draussen und es war schön alle immer wieder zu sehen. Im März konnten wir dann auf den Kunstrasen und endlich wieder Faustball spielen. Dann ging es schnell und seit April sind wir wieder normal zweimal die Woche auf dem Faustballplatz. Die Zusammenkünfte mit der Nati konnten auch ab März in zwei Gruppen wieder starten. Nun ist auch das seit längerem wieder aufgehoben und es ist fast wie früher=). Wir sind alle froh und freuen uns auf nächste Woche.
 
Die WM hätte letzte Woche in Jona stattfinden sollen. Ist die Enttäuschung gross, nicht vor heimischem Publikum spielen zu können?
Die Enttäuschung war zu beginn sehr gross. Ich glaube, es gibt nichts schöneres, als vor Heimpublikum am eigenen Wohnort seinen geliebten Sport auszuüben. Ich bin Lehrerin und viele Kinder meiner Klasse wollten mich vor Ort unterstützen. Die Enttäuschung war nicht nur bei uns Spielerinnen, gross sondern auch beim Verein und vielen anderen. Das wir aber an der Situation nichts ändern können war klar und deshalb blieb uns nichts anderes übrig, als auf einen neuen Austragungsort zu hoffen. Glücklicherweise hat Griesskirchen die Kapazität, um nicht nur die u18 und u21 WM, sondern auch noch unsere WM auszuführen. Und somit hiess es: Weitertrainieren und das Ziel nicht aus den Augen verlieren.
 
Mit Deutschland und Österreich sind 2 der grossen Gegenspielerinnen am Start. Leider wird aber Brasilien, immer ein Mitfavorit auf den WM Titel, nicht am Start sein. Verliert dadurch die WM für dich an Stellenwert?
Diese Frage wurde mir schon beim Podcast der IFA gestellt und sie ist sehr schwierig zu beantworten. Die WM wird dieses Jahr keine gewöhnliche WM sein. Einige Mannschaften mussten absagen, was ich denke wir alle sehr bedauern. Die aktuelle Situation ist für alle Ländern nicht einfach. Es freute mich jedoch sehr zu hören, dass Chile an der WM teilnehmen kann. Aber die Krise bleibt bestehen und das Beste ist, nach vorne zu schauen und sich zu freuen, dass überhaupt so ein Anlass stattfinden kann. Die aktuelle Lage annehmen und das Beste daraus machen.
 
Die Schweiz ist immer ein Kandidat um den WM Titel mitzuspielen. Ist das auch in diesem Jahr realistisch?
Wir haben viel trainiert und haben einen starken Teamzusammenhalt. Wir wissen, dass wir gemeinsam viel erreichen können. Jeder einzelne aus unserer Mannschaft bringt seine Eigenschaften mit, welche wichtig sind, um Grosses zu erreichen. Wenn wir alle daran glauben und unser Bestes zeigen, dann stehen wir am Schluss dort, wo wir hingehören. Aus meiner Sicht ist dies weit oben 😊.
 
Und zum Abschluss noch eine Vereinsinterne Frage. Holen die Frauen dieses Jahr wieder den Feld Schweizermeistertitel nach Jona?
Hier lautet die Antwort fast gleich wie oben. Wir Jonerinnen haben einen sehr starken Zusammenhalt. Viele Spielerinnen spielen und kennen sich schon lange. Wir wissen, wer wo steht und wer welche Aufgabe hat. Einfach wird es sicher nicht. Es braucht eine super Leistung von jeder Einzelnen. Wenn wir es schaffen uns gegenseitig zu pushen und füreinander zu kämpfen, bin ich mir sicher, dass uns Grosses gelingen wird. Eins weiss ich, wir Jonerinnen werden alles dafür geben, um für den Verein noch einen weiteren CH-Titel zu holen.
 
Vielen Dank für das Gespräch. Der ganze Verein drückt euch Jonerinnen und natürlich der gesammten Nati für die Weltmeisterschaft die Daumen!